ADS und Vorhofflimmern

11.02.2009 21:39 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2009 21:49)
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Hallo zusammen,

bei mir wurde noch kein ADS diagnostiziert, bin aber in ein Wespennest getreten, als ich meinen evtl. zukünftigen Hausarzt (bin erst neu hier her gezogen) darauf ansprach. Zuerst hat er mich einen Termin bei einem Neurologen machen lassen -was ja auch Sinn macht. Dann wurde bei mir Vorhofflimmern festgestellt. Zur Ursache dessen scheinen weder mein Hausarzt noch der Kardiologe viel sagen zu können.
Hier nun meine Frage: Wird Vorhofflimmern auch mit ADS in Verbindung gebracht? Ich habe gelesen, dass Vorhofflimmern mit Sorgen und Ängsten in Verbindung gebracht wird und Sorgen und Ängste wiederum mit ADS (und mit mir sowieso).
Außerdem habe ich so meine Zweifel ob ein/dieser Hausarzt der richtige ist um ADS zu beurteilen oder zu diagnostizieren, müsste ich dafür nicht zu einem Psychologen gehen?!?
Bei meiner lokalen ADS e.V. Ansprechstelle habe ich schon angerufen. Dort hatte man mich auf den Hausarzt verwiesen.

Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ja: Wie bist du damit umgegangen? Ich soll mich einer Kardioversion (eine Art Elektroschock-´Therapie`) unterziehen -HILFE! Der Termin ist schon am 5.März!

Würde mich freuen wenn mir jemand Auskunft geben könnte.

Grüßle,

Toffel

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11.02.2009 22:16 (zuletzt bearbeitet: 11.02.2009 22:17)
#2
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Hi Toffel,

der Hausarzt kommt durchaus als erster Ansprechpartner für ADS bei Erwachsenen infrage - so wie auch der Kinderarzt für ADS bei Kindern (eigentlich) der erste Ansprechpartner sein sollte. Dies setzt allerdings voraus, dass dieser sich mit ADS auch wirklich auskennt. Tut er das nicht, sollte sich der erwachsene ADler einen Termin bei einem (ADS-kompetenten) Psychiater geben lassen.

Der KiJuPsychologe ist in der Regel durchaus ein kompetenter Diagnostiker; schließlich braucht man diese Diagnose, um beim Jugendamt oder bei der Krankenkasse die Übernahme der Therapiekosten zu beantragen. Bei Erwachsenen ist nur in Einzelfällen ein Psychologe / Therapeut für eine Diagnostik interessant. In aller Regel braucht der erwachsene ADler einen fachkundigen Arzt (also einen Psychiater), denn hier geht es vor allem um medizinische Fragen (bei dir z.B. wegen der Abklärung eines Zusammenhangs mit dem Vorhofflimmern, ansonsten z.B. wegen der Medikation und Wechselwirkungen mit anderen Medis) - und ein Therapeut ist nun mal kein Arzt (es sei denn, er ist Arzt und zusätzlich auch Therapeut). Dies schließt natürlich nicht aus, dass dennoch eine Verhaltenstherapie vonnöten ist - erst dann kommt der Therapeut ins Spiel.

Über Sinn oder Unsinn bzw. zur Notwendigkeit einer Kardioversion solltest du den Kardiologen befragen. Woher das Vorhofflimmern kommt, muss der Kardiologe nicht wissen; er muss nur wissen, wie man es behandelt. Deine Frage nach einem Zusammenhang von Vorhofflimmern mit ADS kann dir vermutlich eher ein Psychiater beantworten als ein Kardiologe.

Viele Grüße
Susanne

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19.02.2009 12:13
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#3
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Hallo Susanne,

vielen Dank! Durch Deine kompetente Antwort zeichnet sich endlich ab wie ich weiterhin vorgehe. Werde gleich ´mal nach einem Termin bei einem Psychiater schauen.

Grüßle,

Toffel.


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