Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

Bei akuten Krisen und/oder Suizidgedanken kann das Forum nicht helfen.
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge, an Neurologen und Psychiater im Netz oder an Freunde fürs Leben!
 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 2.056 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
Seiten 1 | 2
ferrano Offline



Beiträge: 598

08.08.2012 18:11
#11 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

Liebe Omi 52-

offensichtlich läuft da etwas schief ... schade, vor allem, wenn man so dringend Hilfe braucht.
Die extremen Eigenheiten von Aspergern sind eben dann keine Marotte mehr, wenn das Kind explizit genau darauf besteht und es auch keine
Alternativen gibt. Das Kind lässt sich eben nicht auf Alternativen ein, da diese nicht die gewünschte Sicherheit bringen.
Das Kind schadet sich quasi selbst mit seinem "festgelegt" sein, und das macht es nicht freiwillig, das ist störungsbildspezifisch. Man merkt ja auch, dass da echte Verzweifelung im Spiel ist bei den Kids und nicht nur ein "Dickkopf" der durchgesetzt sein will.
Ich habe den Unterschied ADHS und Asperger im Hause. Da muss man schon genau hinschauen. Unser Asperger hat da doch eine andere Art von Problemen bzw. es ist für ihn schwierig, wenn der Asperger "an" ist, eine Lösung zu finden. Weil es für ihn immer nur eine Möglichkeit gibt. Das ist lange harte Erziehungsarbeit. Viele merken das nicht, das er Asperger ist.
Er ist gut gecoacht, sagt unser Doc.

Ich rate nochmal wärmstens zu dem einmaligen Buch von Tony Atwood "Asperger ein Leben lang", es ist leider teuer , aber ein Segen!

Lieben Gruß Uli

Eine Marotte kann man auch mal "ausfallen" lassen, die Rigorosität mit der Asperger auf ihren Ritualen beharren, zeigen ein gewisses Zwangsverhalten, sie können diese Abläufe nicht einfach mal unterbrechen oder verändern.

Ich bin froh, dass ihr das nicht macht. Mit der "Brechstange ist auch keinem geholfen.

Omi52 Offline



Beiträge: 313

09.08.2012 21:15
#12 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

Hallo liebe Uli,

vielen Dank für deine Antwort.
Das finde ich eben auch, dass das keine reines adhs ist, er leidet sehr darunter, er weint und versteckt sich in die Ecke, wenn ich mal wieder versuche ihm einen anderen Pulli, oder T-Shirt anzuziehen. Ich zwinge ihn nicht, es ist total schlimm für ihn, ich sehe doch wie er leidet und erleichtert ist, wenn er seine gewohnten Sachen wieder anziehen darf.
Meinst ich soll mir das Buch kaufen, finde ich da Ratschläge für diese Probleme? Vielleicht erkennt der Arzt zu dem wir gehen, was noch außer adhs vorhanden ist.

Wir sollen auch noch eine Sozialpädagogin als Alltagshilfe dazu nehmen. Da müsste ich aber erst wissen, dass sie nicht die normalen Erziehungsmethoden anwenden wird. Denn das hatten wir schon, das hilft überhaupt nicht weiter.

Ich begreife das immer noch nicht, warum die Dinge und Situationen, die zuhause passieren nicht zur Diagnose verwendet werden. Ich habe Aufzeichnungen der letzten 3 Jahre, die ich mit abgegeben habe, anscheinend unberücksichtigt.
Mal sehen wie es weitergeht.

liebe Grüße

Omi52

mama4kids Offline



Beiträge: 633

10.08.2012 07:44
#13 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

Liebe Omi52,

einiges hatte ich Dir ja schon per PN geschrieben, aber ich schreibe es jetzt hier auch noch mal, denn es gibt hier sicher noch andere Eltern mit Asperger Autisten.
Ich kann Dich immer wieder nur loben, wie viel Geduld und Energie Du für den Lütten aufwendest. Ich habe den Eindruck, dass Du vieles intuitiv und auch mit dem erworbenen Wissen richtig machst. Wenn ich mir so die ersten Berichte von Dir anschaue, hast Du dort wesentlich mehr Unsicherheit gezeigt. Manchmal sieht man das selber ja nicht mehr, deshalb sage ich es Dir hier mal: Du bist enorm "gewachsen" - Du schaffst das!

Zitat

Meinst ich soll mir das Buch kaufen, finde ich da Ratschläge für diese Probleme?


Ja, kauf Dir dieses Buch und jedes andere, das das Thema Asperger Syndrom behandelt. Oder geh in die Bücherei, vielleicht haben sie dort das eine oder andere. Je besser Du Dich auskennst, desto stärker kannst Du auch die Interessen des Lütten vertreten.
Du hast Recht, es gibt viel "professionelle Inkompetenz", und man sagt nicht zu Unrecht, dass die Eltern (hier die Omi) die kompetenten Menschen um das Kind herum sind.
Was Deine Unsicherheiten bezüglich der Erziehung angeht, kannst Du gern auch mal im Forum des TOKOL e.V. (www.tokol.de) nachschauen bzw. nachfragen. Dort findest Du viele Eltern von Aspergern. Du musst ja nicht gleich "umziehen" von hier nach dort, aber mal die Nachbarschaft besuchen schadet ja nicht

Liebe Grüße
mama4kids

Omi52 Offline



Beiträge: 313

10.08.2012 11:28
#14 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

liebe mama4kids,

das ist sehr lieb was du mir da sagst, selber sieht man an sich oft nur Unzulänglichkeiten, okay ich werde mir das Buch besorgen und mich besser informieren. Danke für alles,

liebe Grüße
von

Omi52

ADS-Mami ( gelöscht )
Beiträge:

27.09.2012 23:18
#15 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

Hallo Omi52,
leider war ich länger nicht mehr hier.Habe mich nur kurz reingelesen. Ich kann dir 2 Bücher empfehlen. Tony Attwood Asperger Syndrom + Ich bin besonders Joan Matthews (berichtet ein kleiner Junge und seine Mutter über Alltagsprobleme und Ratschläge ). Unser Sohn wurde erst sehr spät auf Asperger diagnostiziert. Vorher war nur die Rede von ADS, was vor allem in der Schule große Probleme gemacht hat.Leider können wir jetzt mit 17 Jahren nur den Schaden begrenzen.
Ich denke auch die gewohnte Umgebung, Sozialtraining und vor allem ein Interationshelfer. Das ist bestimmt der richtige Weg. Bei uns gibt es spezielle Asperger Zentren wo man mit Rat und Tat unterstützt wird.
Wünsche euch viel Kraft. ute

Omi52 Offline



Beiträge: 313

03.10.2012 11:26
#16 RE: Endlich Diagnose ist da...... Antworten

Hallo liebe Ute,

wir (ich) waren zu einem Gespräch bei einem bekannten Kinderarzt, der sich sehr gut mit ads auskennt.
Er hat endlich bestätigt, dass nicht nur adhs vorliegt, sondern doch Asperger. Er hat einige autistische Verhaltensweisen, die den Alltag bestimmen.
Das Autismus-Kompetenz-Zentrum bei uns kann uns nicht helfen, weil es immer noch eine Verdachtsdiagnose ist. Wird es nicht gesichert diagnostiziert, besteht kein Autismus, so die Aussagen des AKZ.

Finde das unmöglich, weil gerade in dieser Beziehung Hilfe nötig ist, wie ich schon erwähnt habe, sind diese Verhaltensweisen alltagsbestimmend.

wünsche Dir auch das Beste,

Omi52

Seiten 1 | 2
 Sprung  

 

Forum Übersicht | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Webseite

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz