Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

Bei akuten Krisen und/oder Suizidgedanken kann das Forum nicht helfen.
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge, an Neurologen und Psychiater im Netz oder an Freunde fürs Leben!
 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 415 mal aufgerufen
 Kinder mit ADHS - Selbsthilfe für Eltern
Seiten 1 | 2
SusanneG Offline



Beiträge: 9.293

06.02.2020 12:07
#11 RE: Fragen über Fragen... Antworten

Zitat von AndreaA im Beitrag #9
Jetzt kümmern wir uns um die Probleme von heute. Um die Probleme der Zukunft kümmern wir uns, wenn sie da sind.

Zitat von SusanneG im Beitrag #10
Also lass uns über die Medikation reden, wenn sie tatsächlich ansteht.


Hier das Original:

Zitat
Lass uns die Probleme lösen, wenn wir sie haben.



Es ist ein schwieriger Weg dorthin. Man braucht schon ein Quäntchen Gelassenheit, um aus der "Ich will mich da aber jetzt reinsteigern-Spirale" auszusteigen. Doch wenn man es tatsächlich schafft, fühlt man sich gut. Es lohnt sich, daran zu arbeiten. @Laura S : Magst du dazu etwas sagen? Wie geht es dir, wenn du der Sich-reinsteigern-Spirale entkommen bist?

Lesen gefährdet die Dummheit

AndreaA Offline



Beiträge: 974

06.02.2020 18:36
#12 RE: Fragen über Fragen... Antworten

Zitat von SusanneG im Beitrag #11
Zitat von AndreaA im Beitrag #9
Jetzt kümmern wir uns um die Probleme von heute. Um die Probleme der Zukunft kümmern wir uns, wenn sie da sind.

Zitat von SusanneG im Beitrag #10
Also lass uns über die Medikation reden, wenn sie tatsächlich ansteht.


Hier das Original:

Zitat
Lass uns die Probleme lösen, wenn wir sie haben.


[quote]
Genau so war es. Aber meinem.Mann muss ich es manchmal genauer erklären

Laura S Offline



Beiträge: 848

08.02.2020 15:24
#13 RE: Fragen über Fragen... Antworten

Zitat von SusanneG im Beitrag #11
Es ist ein schwieriger Weg dorthin. Man braucht schon ein Quäntchen Gelassenheit, um aus der "Ich will mich da aber jetzt reinsteigern-Spirale" auszusteigen. Doch wenn man es tatsächlich schafft, fühlt man sich gut. Es lohnt sich, daran zu arbeiten. @Laura S : Magst du dazu etwas sagen? Wie geht es dir, wenn du der Sich-reinsteigern-Spirale entkommen bist?


Hallo, da bin ich :-) Habe leider die Nachricht erst jetzt gelesen.

Zunächst einmal, die genannten Zitate sind auch für mich sehr wichtige "Mantren" geworden in den Jahren.

Wenn alles neu ist, dann stellt man sich oft Unmengen an Fragen, der Druck wird zusätzlich verstärkt, weil an einen selber als Elternteil von Seiten anderer, zB der Schule Erwartungen gestellt werden.

Schule und ADHS ist bei so vielen hier ein sehr großes Thema - gewesen bzw. immer noch. Denn leider wird das Verständnis und die Bereitschaft, es zu verstehen zu hinterfragen, von Seiten der Lehrer nicht wirklich besser , im Allgemeinen. Zum einen sind natürlich die Möglichkeiten von Lehrkräften begrenzt in einer Klasse von 20- 30 Schülern, zum anderen fehlt einigen Lehrern auch einfach das Verständnis für die "Besonderheiten". Andere wiederum sind genau das Gegenteil. Und zum Thema Schüleranzahl- auch in einer Klasse mit 12 Schülern kann es sehr schief laufen...

Daher ist die Entscheidung auch meistens so schwierig, es den Lehrern zu sagen, oder nicht. Und wenn es so herum läuft, dass der Lehrer selber eine Diagnostik empfiehlt, sind einem ja quasi die Hände gebunden, mit dem Ergebnis vor den Berg zu halten ist dann ja kaum möglich. Es gibt da auch kein Richtig oder Falsch, man muss die Entscheidung, wie weit man die Schule einbezieht immer gut abwägen. Und auch wenn ein Lehrer das Thema angestoßen hat, hat er noch lange nicht das Recht an allem teilzuhaben, was Deinen Sohn und die evtl Diagnose betrifft.

Ich denke jeder von uns hier mit einem betroffenen Kind hat genau so angefangen. Sehr viele Fragen, Sorgen. Und es funktioniert tatsächlich nur, wenn man eins nach dem anderen angeht. Man sollte sich nicht über Nebenwirkungen Sorgen machen, wenn das Kind das Medi noch gar nicht verordnet bekommen hat. Möglicherweise treten überhaupt gar keine auf. Möglicherweise geht es aktuell noch gar nicht los mit Medis etc.

Mir fällt dazu gerade der folgende Spruch ein: "Wissen ist Macht." Das passt auch hier sehr gut. Werde zu einem Experten in eigener Sache, in Sache deines Kindes. Informiere Dich aber qualitativ , nicht quantitativ. Hier im Forum lernst du eine sehr große Menge dazu. Lies Bücher (z.B. von Cordula Neuhaus), such dir eine Selbsthilfegruppe in der Nähe.

Ich hatte zu Zeiten der Diagnose meines Sohnes ein "Elterntraining" in der damaligen Praxis. Das hätte ich mir sparen können. Ich habe nur über die Zeit, durch den Austausch hier sehr viel gelernt. Auch war ich einige Jahre in einer SHG. Bei Cordula Neuhaus in der Praxis war ich 2 mal zum Elterntraining. Man erfährt dort auch viel über sich selbst.

Zum Thema "hineinsteigern"- Ich denke uns allen passiert es hin und wieder, mal mehr, mal weniger, das man sich in etwas verbeißt. Ob es das Kind betrifft oder einen selber.

Gerade gestern ist es mir passiert, dass ich in seine Spirale geraten bin. Diesmal bezog es sich auf mich selber. Es war ein Resultat der letzten Wochen, wo wahnsinnig viel Stress auf der Arbeit war und noch das eine und andere dazu kam. Mir wurde in den letzten Tagen klar, wie schnell seine Spirale entstehen kann und wie schnell man dadurch in ein Loch fallen kann. Zum Glück habe ich das selber erkannt und auch diesmal den Satz, "Wir gehen eins nach dem anderen an" gebraucht, um mich wieder zu erden. Man darf sich nicht dazu hinreißen lassen, zu viel auf einmal zu wollen, zu viel auf einmal klären zu wollen und vor allem nicht Dinge klären zu wollen, die noch gar nicht eingetreten sind.

In Bezug auf meinen Sohn habe ich in der Hinsicht auch sehr viel dazu gelernt. Aber ab und zu haut einen etwas vom Sockel und in dem Moment denkt man nicht rational genug. Nächsten Tage oder einige Tage später relativiert sich so vieles.

Wo ich auch gerne zu neige, aber auch das ist schon viele besser geworden- Dinge nicht loslassen zu können, die nicht mehr zu ändern sind. " Der Drops ist gelutscht"- abhaken, morgen ist ein neuer Tag... auch das ist schwierig, aber ich schaffe es immer öfter und es fühlt sich sehr gut an.

Gehe es langsam an, warte die Ergebnisse ab und schaue, wie die Empfehlungen lauten. Bei Fragen findest Du hier eine Menge Ansprechpartner/innen

LG Laura

SusanneG Offline



Beiträge: 9.293

08.02.2020 20:48
#14 RE: Fragen über Fragen... Antworten

Zitat von Laura S im Beitrag #13
Und auch wenn ein Lehrer das Thema angestoßen hat, hat er noch lange nicht das Recht an allem teilzuhaben, was Deinen Sohn und die evtl Diagnose betrifft.

Danke Laura, ganz genau so! Und schon wieder sind wir bei einem Mantra ... "Ich beantworte alle Fragen korrekt, doch darüber hinaus mache ich keine Angaben." Verdammt schwierig, ich weiß - ich arbeite noch dran .

Zitat von Laura S im Beitrag #13
Zum Glück habe ich das selber erkannt und auch diesmal den Satz, "Wir gehen eins nach dem anderen an" gebraucht, um mich wieder zu erden.

Auch etwas, woran man sich halten sollte. Wenn man alles auf einmal machen will, geht auch alles auf einmal schief.

Zitat von Laura S im Beitrag #13
... und vor allem nicht Dinge klären zu wollen, die noch gar nicht eingetreten sind.

Siehe oben: Lass uns das Problem lösen, wenn wir es haben. Es gibt viele Formulierungen.

Zitat von Laura S im Beitrag #13
"Der Drops ist gelutscht"

Auch das ist so ein Mantra.

Lesen gefährdet die Dummheit

Seiten 1 | 2
«« Therapien
 Sprung  

 

Forum Übersicht | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Webseite

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz