Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

Bei akuten Krisen und/oder Suizidgedanken kann das Forum nicht helfen.
Bitte wende dich an die Telefonseelsorge, an Neurologen und Psychiater im Netz oder an Freunde fürs Leben!
 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 1.258 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
lilly Offline



Beiträge: 178

05.02.2015 18:44
Erfahrung mit Medikation Antworten

Ich nochmal

nach längerem Überlegen, hab ich mich dazu entschlossen bei meinem Sohn einen medikamentenversuch zu starten.
So ganz glücklich bin ich (noch) nicht damit.
Könnt Ihr mir vielleicht etwas Mut machen und darüber berichten wie sich das Verhalten Eurer Kinder verändert hat?

Liebe Grüße Lilly

smilla Offline



Beiträge: 1.054

05.02.2015 18:55
#2 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Hallo liebe lilly,

alle hier könne verstehen dass Du nicht wirklich glücklich damit bist, Dich für die Medis entschieden zu haben. Das wärst du ja auch nicht wenn Dein Kind Herzprobleme hätte und Medis bräuchte. Ich z.B. wollte das auch nie für mein Kind!
Allerdings hat er so erstmals die Chance bekommen "dabei zu sein"...
Er wurde kein Zombie und kein zugedröhntes Monster, wir haben uns eher gefragt ob er von Außerirdischen entführt wurde

Aber Spass beiseite, ich sage immer einen riesengroßen Teil von allem müssen sie nach wie vor ganz alleine stemmen!! Pille hin oder her, ADHS IST schwierig und anstrengend, eben auch weil es so gut wie überhaupt nicht in der Gesellschaft verhaftet ist, leider...

Habe Mut lilly, Ihr habt vielleicht, wenn alles gut geht, die Möglichkeit, die Spitze zu kappen und den Druck etwas (oder massiv!!) herauszunehmen!
Und hadere nicht mit Dir! Keiner möchte das, aber es ist eine Chance um schnell Besserung zu kriegen.
Wenn ich eine andere Möglichkeit gehabt hätte, würde ich auch einen anderen Weg gehen. Aber wenn alles so wäre wie es war und ich stünde wieder vor der Entscheidung, dann würde ich meine Angst schneller über Bord werfen!

Ihr schafft das schon, lass`von Dir hören!

Lieben Gruss, die smilla

Jo007 Offline



Beiträge: 98

05.02.2015 20:43
#3 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

... und ganz schnell.

MUT, MUT MUT!

Muss wieder zur Florence mutieren...

dat Jo, das die Daumen hoch hält PRO Medis

Schreibe gleich noch mal, aber erst mal Tee verteilen...

Grumsel ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2015 20:56
#4 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier.
Ich freue mich so beim stöbern, dass es hier Leute gibt, die mich verstehen, wenn ich von dem ganzen Chaos zu hause und auch den Ängsten, die man so als Mutter von einem Kind mit ADS hat, berichte.
Mein Sohn ist 11 Jahre alt und wir haben, glaube ich schon alles Mögliche durch, von Ergotherapie über Osteopathie bis hin zu Globuli und Yoga (Entspannen), einer Spieltherapie und was weis ich noch alles.
Letzten Sommer haben wir dann endlich die Diagnose ADS bekommen mit einer Medikamentenempfehlung. Jetzt arbeite ich selber im psychiatrischen Bereich und bin bei schnellen Verordnungen, vor allem bei Psychopharmaka bei Kindern, erst mal eher skeptisch.
Nach langem hin und her überlegen haben wir uns jetzt aber doch entschlossen, das Medikament (Methylphenidat) auszuprobieren. Vor allem mein Sohn wollte das. Und was soll ich sagen: Das war eine wirklich GUTE Entscheidung. Innerhalb von zwei Tagen hat sich die Situation zu Hause deutlich entspannt, in der Schule läuft auch alles wesentlich besser, als vorher... Er ist sogar Klassensprecher geworden! Und schreibt einigermaßen gute Noten...
Ich weiß, dass diese Entscheidung echt schwer ist, und ich wäre sicher glücklicher, wenn ich sie erst gar nicht hätte treffen müssen. Aber wenn das Kind ADS hat und selber unter den damit verbundene Schwierigkeiten leidet, sind Medis eine gute Möglichkeit, für Entlastung zu sorgen.
Ich wünsche Dir Mut und das Vertrauen, die richtige Entscheidung zu treffen. Vielleicht frägst du einfach dein Kind, ob es das möchte. Schließlich sind es ja die Kids, die die Medis nehmen. Er/Sie muss sich hauptsächlich damit wohlfühlen...
Ich bin sicher, ihr schafft das, genau so, wie alle hier das für sich geschafft haben...

Liebe Grüße
Grumsel

lilly Offline



Beiträge: 178

06.02.2015 07:13
#5 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Danke für Eure Erfahrung, das klingt schon sehr positiv.
Das Problem ist, daß der kurze noch nicht mal 5 Jahre alt ist. Ich kann ihn also nicht fragen, ob er Medikamente möchte.
Allerdings kann er "so" nicht glücklich sein...

rapunzel Offline



Beiträge: 238

06.02.2015 17:44
#6 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Hallo lilly!

Auch wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, ich hatte viele schlaflose Nächte .... aber es schlug ein wie eine Bombe! Der Alltag wurde so viel leichter und wir als Familie funktionierten auch endlich mal wieder. Ich habe diese Entscheidung keinen Tag lang bereut und Sohni wäre heute nicht da wo er ist, wenn er keine Medis bekommen hätte.

Nur Mut und alles Gute wünscht
rapunzel

FaVe Offline



Beiträge: 1.018

06.02.2015 23:35
#7 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Liebe Lily!

du wirst hier im forum wohl niemand finden, der alut gerufen hat, "Endlich darf ich mein Kind mit Medis vollstopfen, vor allem mti solchen, die von aller Welt vertuefel werden.!!!"

wir hatten sicher alle Bedenken, was wird, wie die Nebenwirkungen sind, ob das sein muss....

Aber am Ende war für mich folgendes ein wichtiges Argument: wir können gesichert davon ausgehen, dass eine ADHS ihren Grund hat, dass die Funktion von Botenstoffen im Gehirn gestört ist bzw. anders abläuft als bei "Normalen" Leuten. Und wenn wir ganz ehrlich sind, bei jeder anderen Stoffwechselstörung, die bei einem von uns vorliegen mag, die uns im Umgang mit unserer Umwelt beeinträchtigt, die man medikamentös behandeln kann, würden wir das Medikament geben bzw. nehmen. und das istbei MPH der Fall: es regelt, die Funktion / die Menge / die Verfügbarkeit von Botenstoffen im Hirn.

Ich habe deinen anderen Thread auch nochmal aufgerufen: ihr habt echt auch schon einiges hinter euch, besonders im Bericht Therapien und Diagnosen: Hut ab und viel Kraft zum Weitermachen!

Da einzige, was mir irritiert ist, dass du schreibst, dein Sohni seie nciht mal 5. Normalerweise gilt als unterste Altergrnze für MPH Produkte 6 Jahre. Dann muss es bei euch ja echt schlimms ien, wenn ihr schon vor diesem Alter über Medis nachdenkt.

Grüße FaVe

Wahnsinn ist erblich,
.... man kann ihn von seinen Kindern bekommen

lilly Offline



Beiträge: 178

28.02.2015 14:22
#8 RE: Erfahrung mit Medikation Antworten

Zitat von FaVe im Beitrag #7
Liebe Lily!

du wirst hier im forum wohl niemand finden, der alut gerufen hat, "Endlich darf ich mein Kind mit Medis vollstopfen, vor allem mti solchen, die von aller Welt vertuefel werden.!!!"

wir hatten sicher alle Bedenken, was wird, wie die Nebenwirkungen sind, ob das sein muss....

Aber am Ende war für mich folgendes ein wichtiges Argument: wir können gesichert davon ausgehen, dass eine ADHS ihren Grund hat, dass die Funktion von Botenstoffen im Gehirn gestört ist bzw. anders abläuft als bei "Normalen" Leuten. Und wenn wir ganz ehrlich sind, bei jeder anderen Stoffwechselstörung, die bei einem von uns vorliegen mag, die uns im Umgang mit unserer Umwelt beeinträchtigt, die man medikamentös behandeln kann, würden wir das Medikament geben bzw. nehmen. und das istbei MPH der Fall: es regelt, die Funktion / die Menge / die Verfügbarkeit von Botenstoffen im Hirn.

Ich habe deinen anderen Thread auch nochmal aufgerufen: ihr habt echt auch schon einiges hinter euch, besonders im Bericht Therapien und Diagnosen: Hut ab und viel Kraft zum Weitermachen!

Da einzige, was mir irritiert ist, dass du schreibst, dein Sohni seie nciht mal 5. Normalerweise gilt als unterste Altergrnze für MPH Produkte 6 Jahre. Dann muss es bei euch ja echt schlimms ien, wenn ihr schon vor diesem Alter über Medis nachdenkt.

Grüße FaVe


Danke für Deine Antwort.

Naja, was heißt schlimm...Er ist teilweise sehr impulsiv, hat sich dann wenig unter Kontrolle. Da haut er dann auch zu.
Er ist auch sehr weinerlich, schnell verzweifelt und frustriert.

Am schwersten macht mir die Entscheidung, daß ich kaum noch von altersgemäßen Verhalten zu auffälligem Verhalten unterscheiden kann.
Ich bin ja nicht unvoreingenommen. Leider.

Mein Mann will/kann kein extrem auffälliges Verhalten sehen. Er findet immer Ausreden um zu keinem Arztbesuch mit zu müssen.
Aber das tut ja hier nix zur Sache

 Sprung  

 

Forum Übersicht | Impressum | Datenschutz | Nutzungsbedingungen | Webseite

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz