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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 247 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
Seiten 1 | 2
Rita Offline



Beiträge: 10

08.09.2019 13:56
Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Als ich vor vier Jahren meine ADHS Diagnose erhielt gab mir der Psychiater erstmal eine 10mg Medikinet retard zum probieren mit als diese damals nahm war ich extrem nervös und angespannt, ich saß mal wieder auf dem Sofa und konnte mich zu nichts aufraffen. Ich war von der Wirkung total positiv überrascht, so schnell, und organisiert habe ich noch nie für Ordnung und Sauberkeit gesorgt.

Durch dieses Positive Erlebnis ging ich nach meinem nächsten Psychiater besuch glücklich mit einem Rezept dort weg. Aber so durchschlagend wie an diesem ersten Tag hat es danach nicht mehr gewirkt. Ich habe bis auf 20mg hochdosiert und habe diese dann dreimal täglich genommen(konnte mit Wirkung von Medikinet besser schlafen). Ich wurde etwas ruhiger, war nicht mehr ganz so aufbrausend aber an meinem Antrieb hat sich nicht wirklich viel verändert.

Irgendwann habe ich aufgehört Medikinet zu nehmen und habe mich nicht mehr mit dem Thema ADHS beschäftigt.

Ich habe zwei Kinder und gehe 20 Stunden in der Woche arbeiten. Auf der Arbeit komme ich soweit gut klar aber zuhause überhaupt nicht. Ich bin ein riesen Chaot, fange 1000 Dinge an mache aber nichts fertig und so sieht man, selbst an einem Tag an dem ich ständig fleißig war, am Ende nichts davon.

Ich könnte sooo viel mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben wenn ich die weniger schönen doch einfach nur mal anpacken könnte und schnell und ordentlich erledigen würde. Ich lenke mich ständig selber ab nur um nicht anfangen oder weiter machen zu müssen (essen,telefonieren, Fernsehen, Computer).

Also ging ich,vor etwa drei Monaten, wieder zum Psychiater (ist ein anderer wie am Anfang, habe damals nach ein paar Monaten gewechselt weil dieser hier näher ist). Er verschrieb mir wieder Medikinet, am ersten Tag mit 10mg habe ich mich wirklich gut gefühlt, ich war gut drauf und habe zuhause viel gemacht bekommen aber danach war wieder nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Ich sollte langsam höher Dosieren aber mir waren selbst die 10mg oft gefühlt schon viel, als das besser wurde bin ich auf 15mg gegangen, habe ich an einigen Tagen gut vertragen und an anderen war es mir irgendwie zu viel, bin dann bei 10mg geblieben aber irgendwie verändert es nicht wirklich etwas, wenn ich mich dann mal zu etwas durchringen kann dann habe ich zwar das Gefühl das ich etwas besser bei der Sache bleiben kann aber dafür muss ich ja erstmal etwas anfangen und dann brechen mir die Pausen wieder das Genick.

Der Psychiater meinte (als vor drei Monaten zu ihm ging) ich soll eine Verhaltenstherapie machen, habe lange gebraucht bis ich mich durchgerungen habe jemanden anzurufen, habe Stundenlang Psychologen gegoogelt und jeder ohne Internetseite und Foto viel anfangs direkt raus, ich wollte keine Frau, keinen Jungen Mann und Männer im Anzug haben mir auch nicht zugesagt, mitlerweile sehe ich das alles nicht mehr ganz so eng.

In den letzten 8 Wochen habe ich jetzt aber auch noch Depressionen entwickelt (keine schweren) die mir das leben zusätzlich schwerer machen. Letzten Montag hatte ich dann einen ersten Termin bei einem Psychologen, ich habe zwar das Gefühl das der mir bei dem ein oder anderen helfen könnte aber auf meine nachfragen wie es aussieht mit hilfen zum strukturieren und Zeiteinteilen machte er eher den eindruck als wenn er da nicht viel von hält, ...

... hatte manchmal auch ein bißchen den Eindruck das er zweifel an meiner ADHS Diagnose hat, er meinte das es sehr ungewöhnlich für einen ADHS`ler währe das man sich mit mir so gut unterhalten könnte, weil ich nicht ständig von einem Thema zum nächsten springe, aber da habe ich nie Probleme mit und bei mir wurde von einem Psychiater und unabhängig davon noch von einem Psychologen eine komplette Diagnostik durchgeführt die beide eindeutig zu dem gleichen Ergebnis kamen.

Der Psychologe meinte dann noch das er nicht der Meinung ist das ich Antidepressiva bräuchte. Am nächsten Tag war ich dann beim Psychiater aber außer Medikamente kann man von dem irgenwie garnichts erwarten, hatte mal angesprochen wegen Therapie dich schneller geht (Klinik oder so) aber da bekam ich dann gesagt das soetwas wegen der Kinder für mich ja garnicht machbar ist. Habe mich dann auf Johanniskraut eingelassen aber über das Medikinet nicht gesprochen, war irgendwie entäuscht von dem Besuch.

Aber langer rede kurzer Sinn, wie wirken die Medikamente bei euch so? Können die überhaupt einen Einfluss auf den Antrieb haben? Und warum hat Medikinet am ersten Tag so extremgut gewirkt und dann nicht mehr?

Ohje, das ist aber jetzt ganz schön lang geworden dafür das ich nur eine kleine Frage stellen wollte....

SusanneG Offline



Beiträge: 8.743

08.09.2019 21:45
#2 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Herzlich willkommen, Rita! In deinen langen Text habe ich noch einige Absätze eingefügt, jetzt ist er viel kürzer .

Zitat von Rita im Beitrag #1
Ich habe bis auf 20mg hochdosiert und habe diese dann dreimal täglich genommen(konnte mit Wirkung von Medikinet besser schlafen). ...

Dreimal täglich? Sollten die rund um die Uhr wirken? Wann bzw. in welchen Abständen hast du sie genommen?

Zitat von Rita im Beitrag #1
Ich wurde etwas ruhiger, war nicht mehr ganz so aufbrausend aber an meinem Antrieb hat sich nicht wirklich viel verändert.

Was war deine Erwartungshaltung? Wolltest du mehr Antrieb haben?

Zitat von Rita im Beitrag #1
Er verschrieb mir wieder Medikinet, am ersten Tag mit 10mg habe ich mich wirklich gut gefühlt, ich war gut drauf und habe zuhause viel gemacht bekommen aber danach war wieder nicht so wie ich es mir gewünscht hätte.

Hmmm ...

Zitat von Rita im Beitrag #1
Ich sollte langsam höher Dosieren aber mir waren selbst die 10mg oft gefühlt schon viel, als das besser wurde bin ich auf 15mg gegangen, habe ich an einigen Tagen gut vertragen und an anderen war es mir irgendwie zu viel,

Zu viel ... wie genau hat sich dieses "Zuviel" denn geäußert?

Zitat von Rita im Beitrag #1
habe ich zwar das Gefühl das ich etwas besser bei der Sache bleiben kann aber dafür muss ich ja erstmal etwas anfangen und dann brechen mir die Pausen wieder das Genick.

Also, wenn du nix angefangen kriegst und nach Pausen nicht mehr zurück findest, dann macht das Medi seinen Job nicht - weshalb auch immer.

Zitat von Rita im Beitrag #1
... hatte manchmal auch ein bißchen den Eindruck das er zweifel an meiner ADHS Diagnose hat,

Das ist leider normal. Irgendwer zweifelt immer daran.

Zitat von Rita im Beitrag #1
Der Psychologe meinte dann noch das er nicht der Meinung ist das ich Antidepressiva bräuchte.

Deshalb ist er auch Psychologe und nicht Psychiater.

Zitat von Rita im Beitrag #1
beim Psychiater aber außer Medikamente kann man von dem irgenwie garnichts erwarten,

Die Medikamente sind sein Job.

Zitat von Rita im Beitrag #1
wegen Therapie dich schneller geht (Klinik oder so)

Die Wartezeit auf einen ambulanten Therapieplatz ist mindestens drei Monate, auf einen Platz in einer Psychosomatischen Klinik kann man durchaus sechs Monate lang warten müssen.

Wenn dein Psychiater dich einweist, kann es durchaus schneller gehen - die zuständige Psychiatrie muss dich aufnehmen; zumindest dann, wenn es dein Psychiater gut begründen kann. Ich bin sicher, Psychiatrie ist keine Option für dich.

Zitat von Rita im Beitrag #1
das soetwas wegen der Kinder für mich ja garnicht machbar ist.

Hmmm ... wäre es für dich nun machbar oder nicht? Das ist deine Entscheidung, nicht seine.

Zitat von Rita im Beitrag #1
Habe mich dann auf Johanniskraut eingelassen

Vergiss Johanniskraut. Das ist nicht unbedingt kompatibel mit ADHS.

Zitat von Rita im Beitrag #1
wie wirken die Medikamente bei euch so?

Das ist irrelevant. Sie wirken bei jedem anders - die Problematik ist ja auch bei jedem anders. Nicht jedes Medi wirkt bei jedem, nicht jeder braucht die gleiche Dosis. Hier ist nur wichtig, wie sie bei dir wirken.

Zitat von Rita im Beitrag #1
Können die überhaupt einen Einfluss auf den Antrieb haben?

Das kommt ganz drauf an. Definiere Antrieb - was bedeutet er für dich?

Zitat von Rita im Beitrag #1
Und warum hat Medikinet am ersten Tag so extremgut gewirkt und dann nicht mehr?

Was hattest du denn im Magen, wenn du Medikinet genommen hast? Ist der Mageninhalt immer gleich bei der Einnahme oder gibt es da große Unterschiede?

Lesen gefährdet die Dummheit

Rita Offline



Beiträge: 10

09.09.2019 09:27
#3 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Hallo Susanne,

vielen Dank das du dir so viel Zeit für meinen Text genommen hast!

Erst als ich deine Antwort gelesen habe wurde mir so richtig klar wie viel ich da eigentlich rein gepackt habe und das obwohl ich eigentlich nur wissen wollte was man von Medikamenten überhaupt erwarten darf.

Ich musste über das was du so alles geschrieben hast jetzt auch erstmal eine Nacht schlafen.

Ich glaube mittlerweile das ich in letzter Zeit zu viel auf einmal erwartet habe. Es stört mich extrem das ich den Haushalt nicht so hin bekomme wie es sein sollte und das ich so viel Energie dafür verschwenden muss und sich die Ergebnisse dann irgendwie doch in Grenzen halten, die Menschen die mich kennen und mögen wissen das ich ein Chaot bin die mögen mich ja auch nicht mehr oder weniger nur weil ein paar Dinge mehr rum liegen wie bei anderen oder man halt nicht unbedingt vom Boden essen kann (was ja aber auch nicht nötig ist weil saubere Teller stehen immer welche im Schrank ). In den letzten Wochen steigt mir halt irgenwie alles über den Kopf mir sind andere Menschen oft zu viel sogar die die ich eigentlich gerne um mich habe, ich melde mich nicht mehr bei meinen Freunden, nur noch wenn es etwas wichtiges zu besprechen gibt, habe keine Lust mehr auf Unternehmungen und mein Appetit lässt meist auch sehr zu wünschen übrig, es ist einfach alles anstregend (mal mehr mal weniger) und obwohl das für mich normalerweise niemals in Frage gekommen währe habe ich dann tatsächlich angefangen darüber nachzudenken das es in einer Klink doch ganz gut für mich sein könnte, raus aus dem Alltag der mich momentan mehr als sonst belastet, mich mal den ganzen Tag nur um mich kümmern, raus finden was mir gut tut, mit anderen sprechen denen es ähnlich und Wege kennen lernen wie man es schafft Strukturen aufzubauen um seine Zeit besser nutzen zu können.

Ich bin bereit gegen das ganze anzukämpfen habe aber scheinbar nicht genug Geduld (ist nicht immer so ganz meine Stärke auch wenn ich schon deutlich geduldiger geworden bin).

Was ich von dem Medikament erwarte ist das was du beschrieben hast ich möchte wenn ich mir etwas vornehme damit anfangen können, ich möchte das angefangene zu Ende bringen können und ich möchte eine Pause machen können die ich auch wieder beenden kann. All das sind Dinge die ich trotz Medikinet nicht kann, nicht jetzt und auch nicht vor vier Jahren als ich es genommen habe. Ich kann, wenn ich es schaffe etwas anzufangen, eher bei dieser einen Aufgabe bleiben aber es hilft mir kein bisschen dabei überhaupt mal etwas anzufangen oder nach einer Pause weiter zu machen.

Das zu viel an Medikinet fühlt sich einfach nicht gut an wie Nebel im Kopf, flaues Gefühl im Bauch, ich kann dann nicht mehr so gut Denken und habe das Gefühl nicht mehr richtig sehen zu können (nicht mehr so scharf), bin dann echt froh wenn die Wirkung vorbei ist. Du hast mich nach dem essen gefragt, ob es damit zusammen hängen kann, da sich jetzt gerade die 10mg die ich heute morgen genommen habe schon wieder echt blöd bemerkbar machen und ich echt ewig brauche für diesen Text zu schreiben würde ich sagen kann sein. Gestern waren wir mit dein Kindern bei McDonalds da habe ich einen Burger und ein paar Pommes gegessen und danach nichts negatives von dem Medikinet gespürt, heute morgen habe ich mich zu einen Marmeladen Brötchen gezwungen und es fühlt sich echt nicht gut an. Essen ist nur Momentan etwas schwierig, gestern hatte ich einen guten Tag und habe echt gut gegessen aber ich habe in letzter Zeit halt auch viele Tage an denen ich keinen Hunger habe und mich zu jedem essen überreden muss (bei gemeinschaftlichen essen geht das ganz gut ist von der Menge her aber meist dann nicht so üppig wie sonst).

Warum passen Johanniskraut und ADHS nicht gut zusammen?

SusanneG Offline



Beiträge: 8.743

10.09.2019 01:08
#4 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Ich muss die Antwort vertagen - bin alle.

Lesen gefährdet die Dummheit

Rita Offline



Beiträge: 10

16.09.2019 16:20
#5 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Hallo Susanne,

habe ich dich verschreckt? Habe ich zu viel auf einmal geschrieben? Mir währen eigentlich zwei Fragen ganz wichtig beantwortet zu bekommen, erstens: Sollten ADHS Medikamente einem dabei helfen Dinge anzufangen die man sich vorgenommen hat und in Pausen nicht zu versumpfen? Und zweitens (ist mir echt wichtig zu wissen) warum passen Johanniskraut und ADHS nicht zusammen (über die Wirksamkeit von Johanniskraut gibt es ja viele Studien die diese belegen), bin jetzt krank geschrieben und möchte schnell wieder raus aus diesem blöden Loch.

Liebe Grüße

Rita

SusanneG Offline



Beiträge: 8.743

16.09.2019 18:44
#6 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Post it - steht "Rita" drauf - bäppt am Laptop - ich zähle auf Ruhe ab 21.00 Uhr.

Lesen gefährdet die Dummheit

Rita Offline



Beiträge: 10

16.09.2019 19:48
#7 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Bist ein Schatz, vielen Dank

Laura S Offline



Beiträge: 770

16.09.2019 19:59
#8 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Zitat
....wie viel ich da eigentlich rein gepackt habe und das obwohl ich eigentlich nur wissen wollte was man von Medikamenten überhaupt erwarten darf.



Hallo Rita,

ich versuche dir mal eine Antwort aus meiner Sicht zu schreiben. "Was man von den Medikamente erwarten darf." Medikamente mit Methylphenidat zählen zu den Stimulanzien. Das heisst schon, dass der Antrieb dadurch grundsätzlich gesteigert werden kann, in erster Linie habe soll es einen "wachmachen" um die somit die Aufmerksamkeit auf das Wichtige richten zu können. Symptome wie Unaufmerksamkeit, Unruhe etc. sollen dadurch verbessert werden. Sich auf das Wesentliche konzentrieren können, Dinge zu Ende bringen können...etc. ja das alles kann man dazu zählen, aber Methylphenidat ist kein Wundermittel.

Spricht man darauf positiv an, können sich die Symptome dadurch verbessern, das heisst aber nicht, dass man dann keine Probleme mehr hat. Und eine Wirkung setzt natürlich voraus, dass man das passende Medi in der passenden Dosis nimmt. Ein zu wenig oder ein zuviel kann dabei zu nicht ausreichender Wirkung führen oder natürlich auch zu unerwünschten Nebenwirkungen. Wenn MPH nicht die erwünschte Wirkung zeigt, kann es also mehrere Ursachen haben

Erwarten sollte man grundsätzlich nicht, dass sich alle Probleme lösen oder man dadurch auf einmal alles hinbekommt, was vorher nicht geklappt hat. Ohne eine entsprechende Verhaltenstherapie bzw gewisse verhaltenstherapeutische Elemente wird das Medi nicht den Erfolg haben, den du dir dabei erhoffst.


Hinzu kommt, dass bei einigen Problemen ja auch vielleicht mehr eine Rolle spielt, als nur die ADHS. Wenn ich das mit dem Thema Haushalt so lese... mir geht es zur Zeit genauso. Ich schaffe hier zuhause aktuell auch viel zu wenig, da soviel anderes los ist- Arbeitsstress, Termine , Prüfungen etc. Dann denke ich immer öfter hier zuhause, ich komme wohl mit dem Haushalt nicht mehr zurecht, es ist chaotisch etc. Dann steigert man sich auch mal in das Thema hinein. Dann geht es aber nächsten Tag wieder besser oder man macht dann am Wochenende Tabularasa und es sieht wieder besser aus. Man kann sich ganz prima runtermachen, wenn man einmal anfängt in die Ecken zu gucken..

Was ich damit sagen will... MPH soll uns unterstützen und helfen. Wobei es bei jedem Menschen grundsätzlich eine individuelle Sache ist. Der eine benötigt es, um den Tag strukturieren zu können, um auf der Arbeit / in der Schule das leisten zu können, was er leisten muss/ was er ohne nicht schafft... der andere, um seine Stimmungen und emotionale Schwankungen in den Griff zu bekommen, es hat viele Facetten.

Man sollte sich am besten Prioritäten setzen, was für einen selber akut geändert werden sollte und daran arbeiten. Dazu gehört eine Therapie bzw. Strukturen, mit der man das umsetzt. Die Erwartungen sollten dabei realistisch sein.

Zitat
Was ich von dem Medikament erwarte ist das was du beschrieben hast ich möchte wenn ich mir etwas vornehme damit anfangen können, ich möchte das angefangene zu Ende bringen können und ich möchte eine Pause machen können die ich auch wieder beenden kann. All das sind Dinge die ich trotz Medikinet nicht kann, nicht jetzt und auch nicht vor vier Jahren als ich es genommen habe. Ich kann, wenn ich es schaffe etwas anzufangen, eher bei dieser einen Aufgabe bleiben aber es hilft mir kein bisschen dabei überhaupt mal etwas anzufangen oder nach einer Pause weiter zu machen.



Du möchtest etwas anfangen, zu Ende bringen und ausreichend Pause dabei. Genau das meinte ich damit, was ich eben versucht habe, zu beschreiben. Das sind 3 Dinge auf einmal! MPH kann dabei helfen, Dinge besser anzufangen und zu Ende zu bringen. Allerdings kann es auch dazu führen, dass man dann keine Pausen macht, wenn man nicht aufpasst. Auch das muss man wissen. Bei mir kommt es vor, dass ich stundenlang dann bei einer Sache sein kann und hinterher geht es dann aber bergab mit meiner Energie. Daher ist es wichtig, sich Strukturen und Grenzen zu setzen.

Zitat
Das zu viel an Medikinet fühlt sich einfach nicht gut an wie Nebel im Kopf, flaues Gefühl im Bauch, ich kann dann nicht mehr so gut Denken und habe das Gefühl nicht mehr richtig sehen zu können (nicht mehr so scharf), bin dann echt froh wenn die Wirkung vorbei ist. Du hast mich nach dem essen gefragt, ob es damit zusammen hängen kann, da sich jetzt gerade die 10mg die ich heute morgen genommen habe schon wieder echt blöd bemerkbar machen und ich echt ewig brauche für diesen Text zu schreiben würde ich sagen kann sein. Gestern waren wir mit dein Kindern bei McDonalds da habe ich einen Burger und ein paar Pommes gegessen und danach nichts negatives von dem Medikinet gespürt, heute morgen habe ich mich zu einen Marmeladen Brötchen gezwungen und es fühlt sich echt nicht gut an. Essen ist nur Momentan etwas schwierig, gestern hatte ich einen guten Tag und habe echt gut gegessen aber ich habe in letzter Zeit halt auch viele Tage an denen ich keinen Hunger habe und mich zu jedem essen überreden muss (bei gemeinschaftlichen essen geht das ganz g



Ich denke an der Dosis und evtl am Präparat könnte sicher einiges optimiert werden. Man sollte weder eine dominante Wirkung merken, noch sich dabei schlecht fühlen. Wichtig ist, wie Susanne glaube ich schon erwähnte- bei Medikinet retard der Mageninhalt, ansonsten wirkt es unzureichend- oder zuviel auf einmal.

Da gibt es bei dir sicher noch mehrere Stellschrauben zum drehen..

LG Laura

Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Laura S Offline



Beiträge: 770

16.09.2019 20:02
#9 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Kleine Ergänzung..

habe gerade nochmal in deinem Beitrag nachgelesen- du machst eine Psychotherapie ? Ist es eine Verhaltenstherapie?

LG

Jedes Ende ist ein neuer Anfang.

Rita Offline



Beiträge: 10

16.09.2019 21:18
#10 RE: Medikation, was verändert sich bei euch? Antworten

Hallo Laura,

ja eine Verhaltenstherapie aber ich war erst zweimal da und kann auch leider nur alle zwei Wochen da hin (der hat nicht mehr Termine frei)

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