Medikamentenfindung…bisher wirkt nichts

  • Seite 1 von 4
29.03.2023 17:23
avatar  KatiB
#1
avatar

Hallo zusammmen,
ich freue mich sehr dieses Forum gefunden zu haben!
Ich bin Mutter von 3 Kindern, alle 3 haben eine ADHS Diagnose. Jackpot, sozusagen ;)
2 Davon sind durch unseren Kinder- und Jugendpsychiater gut medikamentös eingestellt, bzw. sind auf einem guten Wege (der ältere Kinecteen, der jüngere Medikinet retard).

Nur meine Jüngste (9) macht mir Sorgen. Wir sind seit bald einem Jahr nun an der Medi-Findung dran.

Folgendes wurde ausprobiert:
1. Methylphenenidat (kaum/keine Wirkung)

2. Medikinet retard (hier gingen wir bis 40 mg hoch: kaum/keine Wirkung)

3. Wechsel auf Elvanse . 20, 40, 50 mg wurden ausprobiert, sie wirkte anfangs auf uns ein wenig ausgeglichener. Was uns aber auch auffiel, war, dass sie mittags immer sehr schläfrig war. Das gab sich dann nach einer Weile wieder. Für die Konzentration schien es aber laut ihrer Aussage wenig bis nichts getan zu haben. Deswegen kamen die Dosiserhöhungen. Bei beiden Dosiserhöhungen kam die Schläfrigkeit wieder. Bei 50 mg mussten wir sie sogar von der Schule abholen, weil sie im Unterricht 2x eingeschlafen war. Dementsprechend haben wir dieses Experiment mit den 50 mg nach einer Woche abgebrochen. Auch sie wollte es nach dieser Erfahrung nicht mehr nehmen.

4. Zurück zu MPH…seit dem WE nimmt sie Equasym. Da Töchterchen vorher nie auf MPH groß reagiert hat, hatte der KJP gleich 50mg verschrieben… keinerlei Wirkung. Vielleicht bilde ich mir das auch ein, aber ich finde sie diese Woche sogar schusseliger als sonst. Diese Woche war ein Deutschtest, eigentlich eins ihrer starken Fächer. Aber sie meinte, dass sie ihn nicht fertig schreiben konnte, weil sie wieder aus dem Fenster geschaut hat. Es kommt mir vor, als wenn das unter Elvanse vielleicht ein wenig besser lief.

Alle Medis wurden übrigens immer nach einer ordentlichen Portion Frühstück eingenommen, meistens bestehend aus Müsli, manchmal auch Toast.



Ich bin ratlos.
Zudem ist es bei ihren Brüdern so, dass diese eindeutig von der Wirkung berichten konnten. Vor allem der Älteste konnte immer sagen, sobald eine Wirkung einsetzte und wie lange diese anielt. Oder wie sich die unterschiedlichen Medikamente auswirkten, bis wir bei Kinecteen landeten. Aber auch der jüngere, der von der Art her am ehesten ihr ähnelt (Träumerei im Unterricht), hat deutlich gemerkt, was das Medikinet für ihn tut und für gut und hilfreich befunden ;)
Ich weiß, es gibt non-responder…aber da sind wir doch noch nicht, oder??
Morgen telefoniere ich mit dem KJP und würde ihn eigentlich bitten, den Versuch mit Equasym abzubrechen, stattdessen etwas anderes auf der MPH Schiene zu verschreiben, konsequent, bis wir alle durch haben. Ungeduld macht sich breit. Aber ausharren mit Equasym scheint Zeitverschwendung zu sein. Oder sehe ich das total falsch?

Sorry, das war lang, aber ich hoffe verständlich.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr einen Rat für die nächsten Schritte hättet!

Viele Grüße
KatiB


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 02:02
#2
avatar

Herzlich willkommen Kati!

Für jetzt nur ganz kurz: Der Kinderarzt möge bitte Kinecteen oder Concerta verordnen. Begründung folgt morgen. N8i

Lesen gefährdet die Dummheit


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 08:43
avatar  KatiB
#3
avatar

Guten Morgen Susanne,

danke für Dein Feedback…auch noch so spät in der Nacht!

habe eben mit dem Arzt telefoniert. Zum Glück ist er offen für Vorschläge, Kinecteen ist es geworden. Ich werde berichten!

LG Kati


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 11:51
#4
avatar

Als ich gestern Abend (äh, also heute früh) ins Bett ging, habe ich "nur noch gschwind" nachgesehen, ob es im Forum was Neues gibt. Es gab. "Mach ich morgen" ging nicht, da dein Telefonat mit dem Doc bestimmt lange vor meinem Aufstehen stattfinden wird. Also hab ich meinen Beitrag oben am Smartphone getippt und deshalb möglichst kurz gehalten. Wer mich kennt, weiß, dass die wenigen Zeilen oben am Smartphone - so ganz ohne Tasten - eine reife Leistung für mich darstellen .

Ich weiß, für die anderen wiederhole ich mich, aber ... wenn das erste Medikament nicht wirkt, wird häufig das "nächstähnliche" verschrieben oder gar der Wirkstoff gewechselt. In welche Richtung man suchen muss, findet man am schnellsten heraus, wenn man sich mit den ähnlichen Präparaten gar nicht lange aufhält und gleich zu einem MPH-Medikament mit völlig anderer Galenik wechselt.

In welcher Stärke wurde denn jetzt Kinecteen verordnet?

Meine Neugier lässt mich fragen, was denn das erste Medi war. Methylphenidat ist der Wirkstoff. Alle Generika heißen "Methylphenidat irgendwas". Welcher Hersteller? Welche Stärke?

Ich bin gespannt auf deinen Bericht.

Lesen gefährdet die Dummheit


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 14:34
avatar  KatiB
#5
avatar

Hallo!

Als allererstes wurde immer (also bei allen dreien) das unretardierte MethylpheniTAD verordnet. I ch glaube, eingestiegen sind wir mit 10 mg.

Der Arzt meinte, wir sollen gleich mit 36 mg einsteigen. Er begründet das damit, dass sie bisher selbst bei hohen Dosen MPH kaum eine Wirkung zu spüren schien.

Und ich freue mich zu hören, dass ein schneller Wechsel kein falscher Schritt ist… ich habe immer den Eindruck gehabt, dass man abwarten und nicht voreilig wechseln soll. Da habe ich schon ein schlechtes Gewissen bekommen.


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 15:44
avatar  KatiB
#6
avatar

oops, mit „der Arzt meinte wir sollten gleich mit 36mg einsteigen“ habe ich mich auf das Kinecteen bezogen…


 Antworten

 Beitrag melden
30.03.2023 21:01
#7
avatar

Zitat von KatiB im Beitrag #5
MethylpheniTAD verordnet. I ch glaube, eingestiegen sind wir mit 10 mg.

Was war dann doof an MPH TAD?

Zitat von KatiB im Beitrag #6
wir sollten gleich mit 36mg einsteigen“ habe ich mich auf das Kinecteen bezogen…

Ja, das war klar. Und es ist auch richtig so. 36 mg Kinecteen entsprechen 10 mg sofort freisetzendes MPH oder 20 mg Medikinet retard.

Lesen gefährdet die Dummheit


 Antworten

 Beitrag melden
31.03.2023 17:13
avatar  KatiB
#8
avatar

Zitat von SusanneG im Beitrag #7
Was war dann doof an MPH TAD?


Richtig doof war da eigentlich nichts. Wenn ich mich jetzt zurück erinnere, fand ich sie ein wenig aggressiv, jedoch z.B. hatte sie nie Appetitlosigkeit. Dafür aber auch kaum andere spürbaren positiven Wirkungen. Sie selber hat immer nicht genau sagen können, ob da überhaupt etwas anders ist, als ohne Medikation.

Als wir dann bei Elvanse angekommen waren, hatten wir von außen zum ersten Mal den Eindruck, dass sich etwas auf sie auswirkt. Auch sie meinte, dass es „irgendetwas“ mache. Aber wie bereits geschrieben empfanden wir, dass sie zwar ausgeglichener war, aber nur wenig Einfluss auf die Konzentration hatte. Nach Schulende war das dann auch schon größtenteils wieder vorbei, deswegen gaben wir ihr dann auf Anraten des KJP bei Gelegenheit 10 mg MethylpheniTAD zusätzlich für die Hausaufgaben. Unserer Beobachtung (und ihre eigenen Aussage) nach hätte man sich diese Gabe sparen können.


 Antworten

 Beitrag melden
01.04.2023 15:35
#9
avatar

Zitat von KatiB im Beitrag #1
Wechsel auf Elvanse . 20, 40, 50 mg wurden ausprobiert,

Von Elvanse habe ich leider so gut wie gar keine Ahnung. Desalb:
@Apollinaris Wie lange sollte Elvanse wirken? Was ist da eine vernünftige Einstiegs-Dosis und wie weit geht man testweise hoch? Wenn Müdigkeit eintritt, kann man dann - wie bei MPH - von einer Überdosierung ausgehen? Und weißt du, wie die Retardierung erfolgt (50:50 oder sukzessive)?

Zitat von KatiB im Beitrag #8
10 mg MethylpheniTAD zusätzlich für die Hausaufgaben.

Sollte Elvanse sukzessive freisetzen, wäre das Quatsch.

Zitat von KatiB im Beitrag #1
Ich weiß, es gibt non-responder…aber da sind wir doch noch nicht, oder??

Es sind MPH-Non-Responder gemeint. Heißt, Kind reagiert nicht auf MPH mit allen Bindemitteln und in allen Arten der Freisetzung, reagiert aber auf andere Wirkstoffe. Lass uns erst mal MPH "abarbeiten".

Zitat von KatiB im Beitrag #1
Aber ausharren mit Equasym scheint Zeitverschwendung zu sein.

Ausharren mit Wasauchimmer ist Zeitverschwendung. Wenn bei wöchentlicher Steigerung nach einer Woche klar ist, dass man ein anderes Medi braucht, ergibt Ausharren keinen Sinn. Da ist es sinnvoller, man lässt zeitnah ein anderes Medi verordnen.

Hat deine Tochter gestern schon Kinecteen bekommen? Uuund?

Lesen gefährdet die Dummheit


 Antworten

 Beitrag melden
01.04.2023 17:32
avatar  KatiB
#10
avatar

Zitat von SusanneG im Beitrag #9
Hat deine Tochter gestern schon Kinecteen bekommen? Uuund?


Ja! Und wie bei jedem Medi Wechsel war ich super gespannt!

Ich hatte den Eindruck, da passiert „etwas“, ich kann es nicht mal genau beschreiben. Einfach nur, wie sie auf mich wirkte. Etwas ruhiger, etwas ausgeglichener. Sie selber sagt, dass sie nicht sagen kann, was es tut, aber irgendetwas macht es. Ich denke nächste Woche kann sie das in den letzten Schultagen vor Ostern vielleicht besser beurteilen…

Was mich aber irritiert ist, dass sie einen normalen Appetit hat. Kenne ich von den beiden anderen gar nicht! Jedenfalls nicht mittags.
Was denkst Du, ist das dann eine Nebenwirkung, die glücklicherweise einfach nicht auftritt oder spricht das für eine zu niedrige Dosis?


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!