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Dieses Thema hat 19 Antworten
und wurde 733 mal aufgerufen
 Kinder mit ADHS - Selbsthilfe für Eltern
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sternenmond1975 Offline



Beiträge: 73

14.12.2014 19:08
#11 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo Mandelkern,

der Autor ist seit 30 Jahren mit der Methode in den USA aktiv. Deswegen kam die Frage bei mir auf....auf dem Medizinsektor gibt es ja so viele Studien, Erfahrungen - da sieht man den Wald vor lauter Bäumen manchmal nicht mehr. Marcumar z.B. ist laut dem Kardiologen meiner Mutter auch nur ein Deutschlandweites Phänomen...hmhmhm....

Danke aber!

sternenmond1975 Offline



Beiträge: 73

14.12.2014 19:09
#12 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

sorry! Herr Winkler natürlich! Gott, wie peinlich.........................

3,1415 Offline



Beiträge: 440

14.12.2014 20:34
#13 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo Sternenmond,

Du wirst hier für keine Frage gesteinigt. Wir schreiben auch keine Fragen oder Themen vor und nicht jeder hier gibt seinem Kind Medikamente oder nimmst sie selbst. Ich glaube, Deine Frage war auch gar nicht das Problem. Aber Deine erste Antwort kam etwas in der Art rüber: "Ich will Eure kritischen Anmerkungen nicht, es soll sich bitte nur derjenige melden, der es selbst ausprobiert hat, und am besten nur positiv." Viele hier betreiben den "Selbsthilfe-Sport" nicht erst seit gestern. Und sehr, sehr viele haben leider auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mit Heilsversprechen, mit Geld-aus-der-Tasche-Ziehern, mit getarnter Werbung, mit Medienvertretern etc. Ganz abgesehen von dem Druck, der durch mehr oder weniger wohlmeinende Menschen im Umfeld ausgeübt wird, die ihr Fachwissen aus der B..d haben. Das macht misstrauisch und sehr, sehr vorsichtig. Nicht umsonst achten wir immer peinlich darauf, dass niemand hier im offenen Forum zu viel von sich preisgibt (daher wurde auch Dein Wohnort editiert). Und nicht umsonst gibt es ein geschlossenes Forum, das Mitgliedern des ADHS Deutschland e.V. vorbehalten ist, ebenso die PM-Funktion.
(Martin Winkler hat ja auch explizit erwähnt, dass er es Dir nicht unterstellen will, ein Fake zu sein)

Also ruhig weiter Fragen stellen. Egal ob zu Medis, Geistheilern oder Kuchenrezepten. Machen wir ja auch alle

Ich kann gut verstehen, dass Du den einfachsten Weg suchst. Keiner sieht sein Kind gerne leiden (und bei Spritzen kann man so richtig leiden, kenne ich auch...). Aber allein die Tatsache, dass bei einer seit Jahrzehnten praktizierten Methode niemand in der Selbsthilfe vor Freude überschäumt und im Prinzip nichts darüber im Internet zu finden ist (von belastbaren Studien gar nicht zu reden), gibt ja schon einen sehr deutlichen Hinweis. Leider gibt es die superobereinfache Knopfdruckmethode noch nicht, und den für sich richtigen Weg zu finden ist genau so individuell wie es letzten Endes die ADHS in ihrer Ausprägung ist. Doch grundlegende, etablierte Methoden und Mechanismen kann man bei aller Individualität nicht umgehen. Das ist ein bisserl wie mit dem Weihnachtsplätzchenspeck: will man abnehmen, muss man weniger Essen, methodenunabhängig. Anders geht es nicht, egal was erzählt wird. Und ja, auch hier spreche ich leider aus Erfahrung

FaVes Tipp mit der Selbsthilfegruppe ist ein sehr guter! Auf den Seiten des ADHS Deutschland e.V. findest Du eine Liste mit Ansprechpartnern aus Deiner Region. Einfach eine Gruppe auswählen, Kontakt aufnehmen und hingehen. Du wirst merken, dass es sehr gut tut, einen Abend ohne Erklärungen oder Entschuldigungen zu verbringen. Mit Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, was los ist. Und auch die kannst Du alles fragen, was Dir auf den Nägeln brennt.

Alles Gute für Deinen Sohn (ich hoffe, Ihr habt über Weihnachten ein paar schöne Tage nur für Euch, ohne Klinik)

wünscht das pi

Mandelkern Offline



Beiträge: 1.709

14.12.2014 20:35
#14 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo nochmal,

Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10
Und warum ich Sie gestellt habe? Weil ich nichts, rein gar nichts über positive noch negative Beiträge zum dem Thema gefunden habe. Deswegen habe ich ja die Frage hier gestellt!


das sagt doch recht viel aus: bahnbrechende Erfolge könnte man gesichert nachlesen.

Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10
Mir war nicht bewusst, dass ich für Fragen, die nicht MPH betreffen, auf dem virtuellen Scheiterhaufen verbrannt werden kann.


Die meisten hier haben sich nur nach sehr intensiven Überlegungen und oft mit viel Bauchweh für MPH entschieden. "Die Geschichte einer Mami" wurde dir empfohlen. Alle hier wären mehr als dankbar, wenn es eine Alternative geben würde. Niemand kommt mit dem Scheiterhaufen, aber du triffst hier (für dich anscheinend leider) auf jahrelange praktische Erfahrung und auf einige Experten. Wie kannst du da als angeblicher Neuling erwarten, dass du uns endlich die ersehnte Alternative nennen könntest ?


Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10

Übrigens: die Daten eines Speicheltests werden übrigens seit 10 Jahren erfolgreich von der Universitätsklinik Freiburg und von der Charité in Berlin eingesetzt, da Stresshormone so optimaler gemessen werden können. Ob die in dem Buch angesprochene Behandlung erfolgsversprechend ist, weiß ich ja nicht, deswegen die Frage hier.


Hier geht es aber nicht um Stress und um die unbestrittene Wirkung von Hormonen, sondern um ADHS - und da gibt es meines Wissens nach noch keine Abhilfe durch Hormongaben.

Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10

Ist das so schlimm, weil ich mir ein eigenes Bild machen möchte? Wie sagten hier schon einige so treffenderweise? Jeder hier hat sich erst einmal in alle Richtungen erkundigt und dann eine Entscheidung getroffen,


Richtig.

Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10


denn die Informationen zu MPH sind auch nicht gerade 100%ig vertrauenserweckend


DAS ist nur dann der Fall, wenn man unseriösen Quellen auf den Leim geht. MPH gehört zu den seit Jahrzehnten untersuchten Wirkstoffen.

Zitat von sternenmond1975 im Beitrag #10
oder haben Sie - ohne mit der Wimper zu zucken - ihrem Kind Medikamente verschreiben lassen?



Nein. Ich habe ihnen schon als Baby Schnaps in die Flasche gemischt, damit sie besser schlafen und ruhiger werden .

Hicks,
Mandelkern

lupa Offline



Beiträge: 1.157

14.12.2014 20:57
#15 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo,

zur "Hormomrevolution" möchte ich mich hier garnicht äußern ... kenne ich nicht ... ansonsten ist dazu das Wesentliche gesagt, denke ich.

Aaaaber:

Zitat
Spritzen sind für ihn ein Horror. Die Blutuntersuchung konnte nur mit 4 Erwachsenen im Raum durchgeführt werden.


Was allerdings die Spritzenphobie angeht ... DIE kenne ich von meinem Kind sehr, sehr gut! Letztes Jahr hatten wir 4 (!) erfolglose Anläufe für die Blutabnahme, bis sich der Kinderarzt schließlich geweigert hat, sie durchzuführen, weil Kind vor lauter Angst nach ihm getreten hat (als er gerade stechen wollte) Wir mussten dann nur für die Blutabnahme 40 km zum behandelnden Facharzt fahren.

Und dieses Jahr hat es ganz ohne Verweigerung oder ein einziges Tränchen geklappt! Beim ersten Versuch! Ganz entspannt! Das Geheimnis? Das gute alte Emla - Pflaster. DAS wirkt garantiert! Dann ist die Blutabnahme auch schmerzfrei. Probiert´s mal aus.

Grüßle

lupa

Ja, ich bin durchgeknallt und nein, ich kann mich nicht mal eben zusammenreißen.

sternenmond1975 Offline



Beiträge: 73

14.12.2014 21:34
#16 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo Lupa,

danke für den Tipp mit dem EMLA-Pflaster. Die hatte er an 3 möglichen Einstichstellen vorher, aber auch das nützte NICHTS! Er ist extrem schmerzempfindlich und da nützen solche Pflaster leider auch wenig. Er merkte den Einstich und verkrampfte so, dass der Arm danach ein 5 cm großes Einstichhämatom hatte . Ein Glück war die Ärztin von der raschen Sorte, so dass die Schreie zeitlich limitiert waren (mein Ohr klingelt immer noch ....).

Ich gestehe, am liebsten würde ich ihm glatt eine Betäubung vor dem Einstich geben (klingt bescheuert, was?)......

liebe Grüße
sternenmond

sternenmond1975 Offline



Beiträge: 73

14.12.2014 21:47
#17 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Prost Mandelkern!

die Anfänge von Amphetamin waren in der 30igern in den USA (Charles Bradley). Methylphenidat wurde dann in den 40igern synthetisiest. In den 60igern hielt es in Deutschland Einzug. Also ein paar Jährchen Testungen, Forschungen, Erfahrungen und hier konnten natürlich Pharmafirmen sich das ganze auch patentieren lassen. Bioidentische Hormone können nicht patentiert werden, nur synthetische Hormone. Eventuell liegt auch hier die Problematik, dass Studien eventuell "nicht interessant" sind mangels Lobby? However. Es ist alles gesagt und nun schauen wir einfach nach vorne....ich werde berichteten, wie MPH bei unserem Sohn anschlägt und drückt uns die Daumen, dass sich die Nebenwirkungen in Grenzen halten....

liebe Grüße
sternenmond

smilla Offline



Beiträge: 929

15.12.2014 16:48
#18 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Hallo...
jetzt muss ich mich, nach langem Nachdenken, doch auch noch mal in diese Diskussion einmischen.
Erstmal stößt mir der Satz von Sternenmond "Keinenfalls möchte ich MPH in Frage stellen" etwas auf.
Ob es irgendwann wohl mal die Situation gibt, in der von neuen, wundersamen Behandlungsmethoden nicht gleich ein Bogen zu MPH gespannt wird?

Man könnte das "böse Ritalin" doch auch einfach mal außen vor lassen, zB:

Ey, da soll es was geben? Kennt Ihr das?

Ich weiss, sternenmond, das hast Du so nicht geschrieben aber ich habe auch ein wenig recherchiert. Eigentlich habe ich außer Werbung für die angeblich neue Wundermedizin nicht viel mehr als Werbung gefunden. Und eben immer wieder dieser leidliche Vergleich, dass jetzt allen Kindern, die dieses böse Betäubungsmittel kriegen (und dabei gar nicht bräuchten) und diesen verkorksten Eltern, die dieses böse Mittel geben um ihre Ruhe zu haben, geholfen werden kann.

Ausserdem weiss ich jetzt dass wir mehr als verkorkst sein müssen, quasi sind wir Drogendealer, da die USA Ritalin mit Kokain gleichgesetzt hat!
Ritalin=Kokain=Eltern gehirnamputiert! Na super!

Mich erinnert diese bioidentische Hormonbehandlung irgendwie an die Geschichte mit dem Neurofeedback. Und das alles wiederum an die Unmengen von Geld, die ich für Omega-3-Fettsäure-Beutelchen in der Apotheke gelassen habe.
Glaub`mir, sternenmond, alle hier haben sich vorher oder nach dem Entschluss, dem Kind MPH zu geben immer um andere Wege, zur Begleitung dieser Therapie Gedanken gemacht! Und um das zu toppen, werden vieler dieser Gedanken auch umgesetzt!!
Und jeder würde gerne auf Ritalin&Co verzichten können, aber leider brauchen ADHS- Kinder schnelle Hilfe, haben genug zu stemmen und es ist fraglich, ob dazu noch die Zeit und Kraft für solche (ich nenn`es mal frech!!) Quacksalbereien bleibt!

Wenn irgendjemand hier dies ausprobiert und es hilft, dann nehme ich alles sofort zurück und werde mich in aller Form entschuldigen.
Momentan glaube ich, ist es nur Geldmacherei...

sternenmond, ich hoffe Du bleibst trotzdem hier, so schlimm sind wir nämlich gar nicht!!

Gruss, smilla

SusanneG Offline



Beiträge: 7.670

15.12.2014 22:10
#19 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

Um Missverständnisse zu vermeiden:

Es geht hier nicht um Sternenmonds Frage nach Erfahrungen mit bioidentischen Hormonen. Diese Frage ist völlig ok. Dass wir uns mit unseren Antworten bei solchen Themen mitunter etwas neben der eigentlichen Fragestellung bewegen, ist angesichts der Berichterstattung in den Medien nicht verwunderlich. Smillas Vergleich mit Neurofeedback trifft hier ins Schwarze. Neurofeedback wird als "Ritalin-Ersatz" beworben. Zu diesem Problem habe ich an anderer Stelle bereits etwas geschrieben, was auch hier sehr gut passt.

Zitat
"... postuliert Neurofeedback als Alternative zur Ritalin. Das ist ja auch noch hinnehmbar."

SusanneG: "Nein, für mich ist das so nicht hinnehmbar. Neurofeedback ist für die, die davon profitieren, durchaus eine Alternative zu anderen Therapien (Verhaltens-, Ergo-, tiergestützte und/oder medikamentöse Therapie etc.). Ich sehe nicht, dass es nur zu einer der genannten und ungenannten Therapien eine Alternative ist. Wenn das jemand so in einem Interview sagt, sehe ich das nicht so eng. Aber wenn das jemand in einem Buch schreibt, dann geht das nicht, GAR nicht."



Es gibt mehrere Therapieformen, die einzeln oder mit anderen zusammen durchgeführt werden und die bei jedem einzelnen Menschen erfolgreich sind oder auch nicht. Doch alles, was an möglichen weiteren Therapien angekündigt wird, das wird stets als Ritalin-Ersatz beworben. Und DAS geht nun mal GAR NICHT!

Sternenmond, bitte nimm es nicht persönlich, dass hier so heftig Kritik geübt wird. Diese Kritik gilt nicht dir. Wenn man seit Jahren mit großem Einsatz sein Kind durch unser Schulsystem durchzuschleusen versucht und/oder gar selbst eine ADHS hat, reagiert man nun mal mitunter heftig darauf, dass einem dauernd suggeriert wird, man mache etwas falsch, und ständig Alternativen zu einer wirksamen medikamentösen Therapie angeboten bekommt. Haben die keine eigenen Sorgen?

... fragt sich
Susanne

Wenn ein chaotischer Schreibtisch ein Anzeichen für einen chaotischen Geist sein soll, was sollen wir dann von einem leeren Schreibtisch halten? -Albert Einstein-

SusanneG Offline



Beiträge: 7.670

16.12.2014 17:03
#20 RE: Einsatz bioidentischer Hormone bei AD(H)S? Erfahrungen? antworten

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