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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 336 mal aufgerufen
 Diagnostik, Therapie, Medikation
Seiten 1 | 2
Axl Offline



Beiträge: 7

06.04.2020 09:43
Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Hallo Leute,
ich bin 29 und bei mir wurde, nachdem ich wegen Konzentrationsproblemen / Unstrukturiertheit etc. meine Lehramtsausbildung nach dem Studium abgebrochen habe, vor Kurzem ADS diagnostiziert, ich nehme seit 1,5 Wochen Ritalin, seit 3 Tage 20mg zwei mal täglich. Ich habe irgendwie ein ungutes Gefühl bei der Diagnose aus verschiedenen Gründen und bitte euch um euren Rat:
Erstens scheint mir bei ADS so viel komorbid zu sein, dass gefühlt bei jedem Zweiten ein Verdacht bestehen würde, vielfältige körperliche Erkrankungen und jede zweite psychische Krankheit werden als mögliche Nebenerkrankung aufgezählt, sodass ich mich frage, ob die Definition von AD(H)S, dessen Existenz, bitte nicht falsch verstehen, ich auf keinen Fall irgendwie leugnen will, nicht etwas schwammig / breit ist, wie seht ihr das?
Dann fand ich die Diagnoseverfahren bei den beiden Psychiatern, bei denen ich war, irgendwie auffällig: Ich habe war nach dem Abbruch meiner Ausbildung wegen Depressionen / Angstzuständen / Konzentrationsbeschwerden / Vergesslichkeit vorerst bei einem Psychiater / Neurologen zur Diagnose, es ging in den 45 Minuten nur etwa zehn Minuten um meine Konzentrationsprobleme, er hat direkt ADS diagnostiziert und wollte sofort Ritalin verschreiben, was ich ablehnte. Ich denke allein die Möglichkeit, dass er ohne umfangreiche Diagnose so etwas verschreibt, lässt tief blicken. Ich ging daraufhin zu einem ADS-Spezialisten und machte eine umfangreiche Diagnose, Kostenpunkt ca. 400 Euro (unter der Hand). Schon beim 20-minütigen Vorgespräch sagte mir der Psychiater, der als Koryphäe im Bereich ADHS bekannt ist, dass er eh sicher sei, dass der Test positiv ausfallen würde. Der Test bestand aus Fragebögen verschiedener Einzeltests mit Ankreuzfragen, die allerdings typisch für solche oft nur teilweise auf das eigene Leben passen aber halt dann zwangsweise irgendwie beantwortet werden. Ansonsten gab es verschiedene Fragen zu meinem familiären Umfeld und meiner Biographie, die ich umfangreich beantwortet habe. In meinem Leben gibt es einige Dinge, die klar auf eine übersehene ADS-Erkrankung hindeuten, andererseits gibt es auch Dinge, die dagegen sprechen, außerdem habe ich auch eine problematische Genetik im Bereich Angststörungen / Sozialphobie / Depression und meine Biographie ist auch gespickt von Dingen, die psychische Probleme wahrscheinlicher machen (problematische Beziehung der Eltern, Trennung, Versagen in der Schule, früher Tod der Mutter etc.), die mögliche ADS-Erkrankung muss also keines Falls der Auslöser meiner recht umfangreichen Probleme sein.
Bei den verschiedenen Tests war ich zum größten Teil knapp aber eindeutig über dem Mindestwert, in einem Fall stark darüber, in einem Fall stark darunter. Diagnose: mittelschwere ADS.
Im Diagnoseschreiben ging der Psychiater auf meine Biographie ein, wobei er Dinge oft ungenau (chronologische Verwechslung) oder übertrieben darstellte (ein von mir als teils melancholischer Vater wird beschrieben als „ständig völlig niedergeschlagen“ oder simpel hinzudichtete (wuchs bei der Großmutter auf, obwohl das nicht stimmt). Laut Schreiben beobachtete der Psychiater im Vor-und Nachgespräch, die je eine Stunde hätten dauern sollten aber beide trotz voller Vergütung nach ca. 20 Minuten vorbei waren und von je 6-7 Anrufen unterbrochen wurden und sich außerdem teils um seine persönliche Krankheitsgeschichte drehten, meine Psychomotorik und mein Schwingungsverhalten und fällte entsprechende Urteile, ich bin in diesem Feld natürlich Laie, aber auch das kommt mir komisch vor.
Verschrieben wurde mir Ritalin, das ich wie gesagt seit 1,5 Wochen 2x tgl. morgens und mittags nehme. Eine Wirkung hat sich, abgesehen von anfänglichen Schlafstörungen, Gesichtszuckungen und einer gefühlten Konzentrationssteigerung für 2 Tage soweit ich das sagen kann nicht eingestellt, ich merke um ehrlich zu sein gar nichts, auch jetzt nicht, wo ich vor 4 Tagen die Dosis verdoppelt habe (von 20 auf 40 mg/Tag).
Wegen den beschrieben Umständen und Erlebnissen werde ich das Gefühl einfach nicht los, dass die Diagnose irgendwie unprofessionell und der Umgang mit ADHS-Verdachtsfällen und der Verschreibung entsprechender Medikamente irgendwie problematisch ist. Denkt ihr, meine Zweifel sind in meinem Fall berechtigt, wie würdet ihr in meinem Fall handeln, einfach Ritalin weiternehmen und wieder zum selben Psychiater oder weiternehmen und den Psychiater wechseln? Da ich Privatzahler bin (staatlicher Dienst), kommt für mich eine weitere, noch umfangreichere und damit noch kostenintensivere Diagnose eigentlich nicht in Frage.
Welche Erfahrungen habt ihr mit Diagnosen?
Wann und wie hat sich bei euch die Wirkung von Ritalin eingestellt (hab ichs vielleicht nicht gemerkt) und müsste ich schon lange etwas merken oder ist es vielleicht normal, dass es sich erst einstellt?
Denkt ihr auch, dass eine Störung, die auf eine neuronale Dysfunktion zurückzuführen ist und mit Konzentrationsproblemen einhergeht logicherweise anhand von neurologischen Untersuchungen und Konzentrationstests diagnostiziert werden sollte oder bin ich mit dem Gedanken alleine?
Ich hoffe ich erscheine hier jetzt nicht wie ein Stänkerer, ich will nicht das Leid anderer kleinreden oder die Leistungen der psychiatrischen / psychologischen Wissenschaften zur Minderung des Leids von Betroffenen, ich will hier bestimmt auch nicht ADHS als „Trendkrankheit“ darstellen, ich werde bloß irgendwie dieses zweifelnde Gefühl nicht los und bitte euch um euren Rat, vielen Dank, ich freue mich auf Beiträge, gerne auch mit dauerhaftem Austausch falls Interesse, vg, Axl

SusanneG Offline



Beiträge: 9.161

06.04.2020 11:57
#2 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Hallo Axl, sei herzlich willkommen bei uns im Forum! Ich versuche mal, mich durch einen Teil deiner Fragen hindurchzuwühlen.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Erstens scheint mir bei ADS so viel komorbid zu sein, ...

Bei ADHS IST vieles komorbid. Neben einigen Störungen, die wie die ADHS angeboren sind (Autismus, Tic-Störung, Legasthenie - um nur einige zu benennen) ist die ADHS sozusagen die Basis für etliche "erworbene" psychische Störungen wie zB Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen, Schlafstörungen undundund.

Zitat von Axl im Beitrag #1
... ob die Definition von AD(H)S, dessen Existenz, bitte nicht falsch verstehen, ich auf keinen Fall irgendwie leugnen will, nicht etwas schwammig / breit ist, ...

"AD(H)S" - kreisch ! Die "Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung" wird mit ADHS abgekürzt. Alle anderen gängigen Varianten sind sozusagen Erfindungen oder Ableitungen oder gar die alte Bezeichnung ADS, die heute für eine "ADHS ohne Hyperaktivität" herhalten muss.

Und ja, die Definition ist schwammig, mehr als schwammig! Obwohl ... hmmm ... eigentlich ist die Definition gar nicht schwammig, die Bezeichnung ADHS passt nur nicht zum Störungsbild. Habe ich dich verwirrt? Das war der Plan . Die ADHS ist so vielfältig; man muss sie verstehen, um sie behandeln oder damit leben zu können - und die Frage "Wie ist das denn bei euch" ist also nicht zielführend.

Zitat von Axl im Beitrag #1
... Diagnose, es ging in den 45 Minuten nur etwa zehn Minuten um meine Konzentrationsprobleme, er hat direkt ADS diagnostiziert ...

Wie hättest du dir eine ADHS-Diagnostik gewünscht? ADHS ist weitaus mehr als ein Konzentrationsproblem - das ist nur eines von vielen Symptomen.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Ich denke allein die Möglichkeit, dass er ohne umfangreiche Diagnose so etwas verschreibt, lässt tief blicken.

Ja, das lässt tief blicken. So tief, dass ich bis zur ADHS-Kompetenz des Arztes sehe. Für eine klinische Diagnose war das Gespräch sogar ausgesprochen lange. Wer sagt denn, wie lange eine ADHS-Diagnostik beim Psychiater dauern darf/muss/soll?

Zitat von Axl im Beitrag #1
... auf eine übersehene ADS-Erkrankung hindeuten, ...

Übersehen - ja. ADS - siehe oben, Erkrankung - sag bitte nicht Erkrankung. Das impliziert, ADHS sei heilbar. Sag Störung (wie auch in der Bezeichnung ADHS, psychische Störung, seelische Störung), meinetwegen auch Behinderung. Eine ADHS hat man von Geburt an lebenslang, Krankheiten oder Erkrankungen bekommt man im Laufe des Lebens, die meisten kann man wieder heilen.

Zitat von Axl im Beitrag #1
... andererseits gibt es auch Dinge, die dagegen sprechen, ...

Welche?

Zitat von Axl im Beitrag #1
... im Bereich Angststörungen / Sozialphobie / Depression und ... Dingen, die psychische Probleme wahrscheinlicher machen (problematische Beziehung der Eltern, Trennung, Versagen in der Schule, früher Tod der Mutter etc.), die mögliche ADS-Erkrankung muss also keines Falls der Auslöser meiner recht umfangreichen Probleme sein.

Du bist nicht "an ADS erkrankt" - die ADHS ist die Basis all deiner (nicht nur) psychischen Probleme.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Im Diagnoseschreiben ging der Psychiater auf meine Biographie ein, wobei er Dinge oft ungenau (chronologische Verwechslung) oder übertrieben darstellte ... oder simpel hinzudichtete ...


Ja, das ist ein großes Problem, das aber so ziemlich alle Beschreibung der Anamnese betrifft. Mein Mann hat in den letzten Jahren sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht. Es überrascht mich immer wieder, was den inzwischen größtenteils schriftlichen Angaben bei der Einlieferung entnommen wird .

Zitat von Axl im Beitrag #1
Verschrieben wurde mir Ritalin, das ich wie gesagt seit 1,5 Wochen 2x tgl. morgens und mittags nehme.... , wo ich vor 4 Tagen die Dosis verdoppelt habe (von 20 auf 40 mg/Tag)

An dieser Stelle hätten wir es gerne präzise. Wurde dir Ritalin, Ritalin SR, Ritalin LA, Ritalin adult oder gar ein ganz anderes Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat verschrieben?

Um wieviel Uhr ist "morgens", um wieviel Uhr ist "mittags"?

Was war die Erstverordnung? Und was hast du verdoppelt (die Einmalgaben von 10 mg auf 20 mg oder von einer auf zwei Gaben)?

Zitat von Axl im Beitrag #1
..., ich merke um ehrlich zu sein gar nichts, auch jetzt nicht.

Wenn du keine Wirkung merkst, ist es entweder die falsche Dosierung, das falsche Medikament oder die falsche Erwartungshaltung.

Zitat von Axl im Beitrag #1
werde ich das Gefühl einfach nicht los, dass die Diagnose irgendwie unprofessionell und der Umgang mit ADHS-Verdachtsfällen und der Verschreibung entsprechender Medikamente irgendwie problematisch ist.

Bevor ich dazu etwas sagen kann bzw. will, wüsste ich gerne, wie du dir die Diagnostik, den Umgang mit Verdachtsfällen und die Verschreibungspraxis vorstellst.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Denkt ihr, meine Zweifel sind in meinem Fall berechtigt, ...

Nein.

Zitat von Axl im Beitrag #1
wie würdet ihr in meinem Fall handeln, ...

In deinem Fall würde ich schleunigst nach der nächsten regionalen ADHS-Selbsthilfegruppe schauen.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Welche Erfahrungen habt ihr mit Diagnosen?

Hier sind etwa fünfzig mehr oder weniger aktive User. Sie könnten dir weit über hundert Erfahrungen mit ADHS-Diagnosen berichten. Siehe oben - wie das bei anderen ist, hilft nicht wirklich weiter.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Wann und wie hat sich bei euch die Wirkung von Ritalin eingestellt

Bissige Frage ... von Ritalin oder von Methylphenidat?

Wann: nach 20 bis 60 Minuten
Wie: Meine Schrift wurde leserlich; ich bin nicht mehr dreimal nacheinander in einen Raum gegangen ohne zu wissen, weshalb (nur noch einmal ); ich war etwas weniger schusselig; ich hatte etwas mehr Selbstvertrauen und ein etwas "dickeres Fell", ich habe beim Autofahren weniger geflucht und es geschafft, ein benutztes Glas in den Geschirrspüler zu räumen anstatt es irgendwo in der Gegend stehen zu lassen.

Zitat von Axl im Beitrag #1
Denkt ihr auch, dass eine Störung, die auf eine neuronale Dysfunktion zurückzuführen ist und mit Konzentrationsproblemen einhergeht logicherweise anhand von neurologischen Untersuchungen und Konzentrationstests diagnostiziert werden sollte oder bin ich mit dem Gedanken alleine?

Die Neurologie umfasst, was vom Gehirn aus im Körper gesteuert wird. Eine neurologische Untersuchung prüft, welche Reize wo ankommen (oder eben auch nicht).

Die Psychiatrie umfasst Störungen im Gehirn selbst.

Durch einen Konzentrationstest kann man feststellen, ob du dich konzentrieren kannst. Das kann sehr viele Ursachen haben. Eine ADHS ist nur eine davon.

Zitat von Axl im Beitrag #1
... ich werde bloß irgendwie dieses zweifelnde Gefühl nicht los ...

Das verstehe ich. Was du dringend brauchst, ist Störungsbild-Teaching. Es gibt Kurse dafür, es gibt sehr gute Bücher zur Erwachsenen-ADHS, es ist der wesentliche Inhalt von ADHS-Selbsthilfegruppen und ... der Austausch in ADHS-Selbsthilfe-Foren kann dich da auch weiterbringen.

Just my two cents ...

Lesen gefährdet die Dummheit

Axl Offline



Beiträge: 7

06.04.2020 17:57
#3 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Liebe Susanne,

erst mal vielen Dank für deine umfangreiche Antwort, ich bin echt froh dass man hier so schnell einen Austausch herstellen kann und ich hoffe, dass ich mich nicht allzu unbeliebt mache mit meinem Hinterfragen, aber ich denke eine kritische Haltung schadet in diesem Bereich ja auch nicht zwingend.
Zur Komorbidität verwirrt mich eben, dass auch andere psychische Störungen meines Wissens nach vererbbar sind, Depressionen beispielsweise, die wiederum Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Angstzustände usw. nach sich ziehen können, sodass ich mich frage, wie hier durch so kurze Diagnostik bei so starken Überschneidungen unterschieden wird, mir kommt es eben so vor, als würde ADHS von den zuständigen Personen sozusagen als die Wurzel aller psychischen Probleme behandelt werden, was eine Diagnose ja doch wahrscheinlicher macht, was mich zu deiner nächsten Frage bringt: Wie hätte ich mir die Diagnose vorgestellt?
Nachdem es sich wohl um eine Einschränkung handelt, die sich anhand messbarer Gehirnaktivität (Dysfunktion im Frontalhirn) beobachten lässt und sich in Konzentrationsbeschwerden äußert, fände ich eine Messung der entsprechenden Bereiche im Gehirn (siehe hierzu youtube, "Zu viel Ritalin: Falsche ADHS-Diagnosen mit Gehirnströmen erkennen) , sowie eine Testung der Konzentrationsfähigkeit neben den Tests in meiner Diagnose irgendwie relativ logisch. Was die Länge und den Umfang der Diagnose anbelangt, so denke ich, dass es ja doch eine Diagnose mit Konsequenz ist, die beispielsweise zur dauerhaften Einnahme von Ritalin führen kann und für mich fühlt sich so ein kurzes Gespräch dann schon etwas oberflächlich an, aber gut, das ist natürlich sehr subjektiv.
Zu meiner Biographie und ihrem möglichen Einfluss auf mein Leben schreibst du:
"Du bist nicht "an ADS erkrankt" - die ADHS ist die Basis all deiner (nicht nur) psychischen Probleme."
Ich sehe genau hier das Problem, ADHS scheint als Universalerklärung für alles genutzt zu werden und das wirkt auf mich schon wie eine vereinfachte Weltsicht, die weitere, offensichtliche Einflussfaktoren auf die Psyche außen vorlässt. Es gibt nach diesem Ansatz übertrieben gesagt gar keinen Grund für Psychoanalyse, weil auch alle Reaktionen auf die Biographie bei Vorkommen einiger Symptome auf ADHS zurückgeführt werden können. Aber jetzt höre ich auf rumzugschaftln, ich bin ja sehr dankbar für deine Antwort, von daher noch zur Medikation:
Ich nehme Ritalin Adult 20mg (Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung): Metylphenidadathydrochlorid, hoffe ich hab das richtig geschrieben. Ich nehme eine nach dem Aufstehen um 7 und eine mittags um 12. Bis vor 4 Tagen dasselbe, nur mit 10 mg (für 7 Tage). Die von dir beschriebene Wirkung Susanne kann ich bei mir gar nicht beschreiben, hatte die ersten 4-5 Tage Schlafprobleme, habe eher gedöst als geschlafen, ansonsten Gesichtszuckungen, sonst keine merklichen Veränderungen, meine Erwartung war jetzt auch nicht, dass ich auf einmal die volle Konzentrationsfähigkeit habe oder so, aber klar, eine Besserung oder zumindest irgendeine erkennbare Wirkung erwarte ich schon, wieso soll ich es sonst nehmen, kann es möglicherweise an dem Medikament liegen?
Der Tipp mit dem Störungsbildteaching ist gut, ich werde mich einlesen, nach einer lokalen ADHS-Selbsthilfegruppe schaue ich mich auch um, danke dafür, du meintest es gäbe Bücher, kannst du da ein spezielles empfehlen?
Danke nochmal, viele Grüße

Mandelkern Offline



Beiträge: 2.235

06.04.2020 21:24
#4 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Hallo Axl,

auch von mir herzlich willkommen hier im Forum.

Ich finde es grundsätzlich in Ordnung, wenn man eine Diagnose hinterfragt, und auch die Einnahme von Medikamenten sorgfältig vorher überlegt. Bei dir liefen meiner Meinung nach zwei Dinge schief: Die Diagnose wurde dir nicht hinreichend erläutert, oder nicht so, dass du überzeugt bist. Und darauf aufgesetzt gab es noch die Empfehlung, ein Medikament zu nehmen, das gerne vor allem auch in Lehrerkreisen sehr vorurteilsbehaftet ist. Da du ein Lehramtsstudium abgebrochen hast, gehe ich davon aus, dass dir schon etliche klassische Schlaumeiervorurteile begegnet sind.

Du legst den Schwerpunkt möglicherweise zu sehr auf die Konzentrationsprobleme. ADHS ist sehr viel mehr als nur Unkonzentriertheit. Menschen mit ADHS haben oft eine Impukskontrollstörung (reden zum Beispiel schneller als sie denken), sie sind meistens emotional extrem schwankend innerhalb kürzester Zeit (ein falsches Wort zur falschen Zeit kann die beste Laune sofort vernichten), sie verzetteln sich allgemein im Tagesablauf, oder auch nur beim Schreiben eines Textes (Achtung, Mandelkern, bei der Sache bleiben), sie haben oft Probleme mit der Pünktlichkeit, und noch vieles mehr. ADHS ist eine Reizfilterschwäche - durch die Unfähigkeit, unwichtige Reize auszublenden, entsteht diese Unkonzentriertheit. Man ist schnell überfordert von Lautstärke, Musik, Menschen, Straßenverkehr - und bemerkt es manchmal erst viel zu spät.

Wenn du also von einer Medikation vor allem einfach nur mehr Konzentration erwartest, dann ist das eigentlich zu kurz gedacht. Ich persönlich würde NUR dafür keine Medikamente nehmen.

Du schreibst, dass möglicherweise ADHS nur als "Ausrede" für alle möglichen anderen Diagnosen genommen wird. Dazu zitiere ich gerne jemanden, der einer der Pioniere der Selbsthilfe ist: Man kann Läuse UND Flöhe haben. Das Problem bei der ADHS ist aber, dass eine Therapie der Depressionen/Angstörung/Zwänge/wasauchimmer isoliert nicht dauerhaft funktionieren wird. In allererster Linie muss die ADHS gut "versorgt" werden, dann erst kommen die Komorbiditäten. Wenn beispielsweise eine Angsstörung therapiert wird mit der klassischen Konfrontationstherapie, wird das nicht funktionieren, weil die Reizfilterschwäche als Teil der ADHS zu einer kompletten Überforderung führen wird und mitnichten zu einem Erfolg.

ADHS wird sehr oft vererbt, aber bei uns Älteren wurde die Diagnose meistens nicht gestellt. Man wusste es einfach nicht besser. Daher kämpfen viele unerkannt Betroffene mit den Komorbiditäten, ohne dass die Grundstörung überhaupt bekannt ist. Das ist leider sehr schwierig, siehe oben, und das könnte bei deiner Verwandtschaft durchaus der Fall sein.

Zurück zu dir:

Ich würde dir sehr dringend raten, deine Störungsbildkenntnisse zu erweitern. Wende dich an eine Selbsthilfegruppe vor Ort, lies durch unser Forum, besorge dir Fachliteratur. Lass dir ein wenig Zeit, lass es sacken.

Bei einer Medikation bin ich der Überzeugung, dass man sie nicht gegen die eigene Überzeugung nehmen sollte. Es wäre eigentlich die Aufgabe des verschreibenden Psychiaters, dich hier so gut aufzuklären, dass du die Medikamente mit einem guten Gefühl nehmen kannst.

Wie sieht es eigentlich aus mit einer Therapie? Habe ich das überlesen, oder gibt es keine? Es wäre wichtig, dass du hier gut betreut wirst.

Wir helfen dir aber bei Fragen auch gerne weiter.

LG, Mandelkern

Axl Offline



Beiträge: 7

07.04.2020 15:56
#5 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Lieber Mandelkern,

danke dir für deine überzeugende Antwort, dass du dir Zeit genommen hast und auch noch Hilfe für weitere Fragen anbietest, ich muss dir da in einigen Punkten definitiv recht geben, eine gewisse Vorurteilsbelastung, ob jetzt wegen meinem Lehramtsstudium oder eher allgemein, streite ich nicht ab und du hast völlig recht, in meinem Fall treffen eine ganze Reihe weitere Symptome zu, zum Beispiel fast alle, die du in deiner Nachricht aufgeführt hast.

Ich denke mein Fokus auf Konzentration, Vergesslichkeit und verwandte Dinge wie Tagesstruktur kommt von daher, dass ich mangels dieser Fähigkeiten gerade alternativlos meine Ausbildung abgebrochen habe und mein weiterer Lebensweg und eine mögliche Wiederaufnahme schon sehr davon abhängt, ob sich diese Probleme bessern / ich sie bessern kann und ich muss zugeben, dass ich, wenn die Medikation hierzu einen Beitrag leisten könnte, ich diese auch durchaus mit Überzeugung einnehmen würde, mein Problem ist gegenwärtig, dass ich eigentlich, soweit ich das beurteilen kann, gar keine Wirkung spüre und das wundert mich natürlich etwas, vielleicht muss sich die Sache auch noch einstellen, der erste Psychiater meinte, es könne auch etwas dauern. Dass die Konzentration und die Fähigkeit sich zu fokussieren, steigt, wurde mir von den beiden Psychiatern so vermittelt, auch dass der Kopf, also die Gedankenkreise und das verträumte Abdriften sich bessern, mit einer entsprechenden Erwartungshaltung habe ich das Mittel eingenommen, vielleicht liegt auch hier das Problem.

Zu deiner Frage: Ja, ich habe mich in Therapie begeben, es handelt sich um eine Verhaltenstherapeutin, die von sich sagt viel Erfahrung im Bereich ADHS zu haben, ich hatte erst eine Sitzung, die eher organisatorisch war, zum genauen Ablauf weiß ich bisher nur, dass sie mit mir autogenes Training / Entspannungsmethoden angehen möchte, ansonsten habe ich mehrere teils sehr ausführliche (4-5 Stunden) dauernde Persönlichkeitstests ausgefüllt (was ich vertrauenserweckend fand), die wir zur nächsten Sitzung besprechen, was im Hinblick auf die Spezifik ADHS passieren soll, wurde noch nicht besprochen, denkt ihr ich sollte nochmal gesondert darauf hinweisen, nachdem ich bisher laut deiner Erklärung wohl eher komorbide Symptome wie Selbstwertprobleme als Prioritäten ihr gegenüber angegeben habe?

Eure Tipps mit Einlesen und Selbsthilfegruppen werde ich auf jeden Fall umsetzen, gibt es möglicherweise irgendein spezifisches Buch oder Ähnliches, das ihr empfehlen könnt?

Danke nochmal, viele Grüße , Axl

SusanneG Offline



Beiträge: 9.161

08.04.2020 01:39
#6 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Zitat von Axl im Beitrag #3
Zur Komorbidität verwirrt mich eben, dass auch andere psychische Störungen meines Wissens nach vererbbar sind, Depressionen beispielsweise, die wiederum Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Angstzustände usw. nach sich ziehen können, sodass ich mich frage, wie hier durch so kurze Diagnostik bei so starken Überschneidungen unterschieden wird, mir kommt es eben so vor, als würde ADHS von den zuständigen Personen sozusagen als die Wurzel aller psychischen Probleme behandelt werden, ...

Hier muss man zwischen angeborenen und erworbenen Störungen unterscheiden. Bei den angeborenen Störungen (Neurodiversität) ist von Anfang an "das Gehirn anders verdrahtet", die Wahrnehmung ist anders als bei neurotypischen Menschen. Hierzu gehören u.a. Autismus Spektrum-Störung, ADHS, Tourette-Syndrom, Hochsensitivität, Linkshändigkeit (ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Erworbene Störungen wie Depressionen, Angst- und Zwangsstörung, Persönlichkeitsstörungen u.a. treten sowohl bei neurotypischen als auch bei neurodiversen Menschen auf. Konzentrationsstörungen sind da eigentlich immer dabei. Die Unterschiede zeigen sich mitunter in der Reaktion auf die Medikamente (Antidepressiva). Wie Mandelkern schon schrieb, ist eine Besserung der erworbenen Störungen erst dann möglich, wenn die Grundstörung behandelt wird.

Zitat von Axl im Beitrag #3
youtube ... Zu viel Ritalin: Falsche ADHS-Diagnosen mit Gehirnströmen erkennen

Darf ich hier ehrlich sein? Ich bin es einfach mal.

Ich bin seit zwanzig Jahren in der ADHS-Selbsthilfe engagiert und habe in dieser Zeit so ziemlich alles an Schwachsinn gehört bzw. gelesen, was über ADHS so in den Medien rumgeistert. Bitte verzeih mir - aber ich bin weder bereit, mir solche youtube-Videos anzutun, noch darüber zu diskutieren. Das sollen die machen, die zu viel Zeit oder Langeweile haben.

Man kann eine ADHS nachweisen durch eine PET. Du kriegst radioaktives Zeugs injiziert, es kostet nen vierstelligen Betrag und ist keine Kassenleistung. Dabei wird sichtbar gemacht, in welchen Regionen des Gehirns Interaktionen stattfinden und in welchem Umfang. Ein EEG führt hier überhaupt nicht weiter, das ist schlicht Unsinn.

Die Netzhaut von Menschen mit ADHS unterscheidet sich von der Netzhaut neurotypischer Menschen (Uni Freiburg, googeln musste selbst). Die Kosten einer solchen Untersuchung dürften sich im gleichen Rahmen bewegen wie bei der PET.

Zitat von Axl im Beitrag #3
Ich sehe genau hier das Problem, ADHS scheint als Universalerklärung für alles genutzt zu werden und das wirkt auf mich schon wie eine vereinfachte Weltsicht, die weitere, offensichtliche Einflussfaktoren auf die Psyche außen vorlässt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Zuerst einmal ist da die Neurodiversität, die verschiedenen Störungen und Besonderheiten lassen sich relativ gut unterscheiden. Siehe oben: Die Wahrnehmung ist eine andere. Ein erfahrener und kompetenter Diagnostiker wird sich zuerst mal die Wahrnehmung seines Patienten anschauen, die gibt ihm Orientierung. Dann lassen sich auch die möglicherweise erworbenen Störungen besser erkennen.

Zitat von Axl im Beitrag #3
Es gibt nach diesem Ansatz übertrieben gesagt gar keinen Grund für Psychoanalyse, weil auch alle Reaktionen auf die Biographie bei Vorkommen einiger Symptome auf ADHS zurückgeführt werden können.

Psychoanalyse ? Kreisch ! Da lass mal besser die Finger davon. Das ist der total falsche Ansatz, damit richtet man mehr Schaden an als man gut macht.

Zitat von Axl im Beitrag #3
Aber jetzt höre ich auf rumzugschaftln,

Du darfst hier gerne rumgschaftln. Solange ich mir keinen Schwachsinn aus den Medien reinziehen und darüber diskutieren muss, ist alles gut.

Zitat von Axl im Beitrag #3
Ich nehme Ritalin Adult 20mg (Hartkapseln mit veränderter Wirkstofffreisetzung):

Dieses Thema schaff ich jetzt nimmer, sorry.

Zitat von Axl im Beitrag #3
du meintest es gäbe Bücher, kannst du da ein spezielles empfehlen?

Zwanghaft zerstreut (Hallowell/Ratey) - der Klassiker schlechthin
ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (Cordula Neuhaus)
Lass mich, doch verlass mich nicht (Cordula Neuhaus)
Schau mal hier: Bücherforum

Lesen gefährdet die Dummheit

JaNi Offline



Beiträge: 683

08.04.2020 10:29
#7 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Hallo Axl,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

Zitat von Axl im Beitrag #5
a, ich habe mich in Therapie begeben, es handelt sich um eine Verhaltenstherapeutin, die von sich sagt viel Erfahrung im Bereich ADHS zu haben,

Das hört sich soweit gut an. Schau einfach, ob dein positives Bauchgefühl bleibt. Eine Veränderung durch die Therapie erfolgt eher auf lange Sicht. Aber sie ist möglich und oft erst unter zusätzlich medikamentöser Therapie mit MPH erfolgreich.

Du hattest auch gefragt, was sich unter Einnahme von MPH verbessern kann. Bei mir ist es so, dass in meinem Kopf endlich mal "Ruhe ist", die Gedanken schießen nicht aus allen Ecken gleichzeitig. Ich bin motorisch ruhiger, muß nicht mit dem Fuß wippen oder was in den Händen haben um daran herumzuspielen. Ich kann auch mal einem eher langweiligen Gespräch folgen, ohne dass meine Gedanken abschweifen und ich vom Inhalt des Gesprächs nichts mehr mitbekomme.
Ich fluche nicht mehr soviel beim Autofahren, bzw. bin viel gelassener dabei. Früher kam mir jede rote Ampel wie ein persönlicher Affront vor...
Es gelingt mir langsamer zu reden und mich beim reden nicht zu überschlagen, weil meine Gedanken schon viel weiter sind als das gerade gesprochene Wort.
Ich kriege eher "den Arsch hoch“, gerade bei langweiligen Aufgaben, mache einfach ohne vorher groß darüber nachzudenken, warum ich diese Sache doch noch aufschieben kann...
Meine Impulsivität ist mit MPH kaum mehr vorhanden, ich bin nicht aus dem Stand von 0 auf 180, was sehr sehr angenehm ist.

Verpeilt und vergesslich bin ich leider nach wie vor, aber dafür habe ich eben Hilfsmittel, die ich konsequent nutze.

Die Bücher von Cordula Neuhaus kann ich auch sehr empfehlen. Ich lese auch immer mal wieder darin, um mir Dinge wieder in Erinnerung zu rufen und bewußt zu machen.

Ach so, die Diagnose erstmal genau zu hinterfragen kann ich sehr gut nachvollziehen. Bis ich soweit war, meine ADHS Diagnose zu akzeptieren habe ich auch erstmal ganz viel gelesen...(Hallowell/Ratey, Barkley, Neuhaus) dann habe ich mich in den Beschreibungen erkannt und jetzt weiß ich, dass ich "dazu gehöre". Es ist auch so, dass ADHS eine dimensionale Störung ist. Nicht alle Symptome und Beschreibungen werden auf dich zutreffen, aber wohl recht Viele.

Alles Gute für dich.

Viele Grüße, Jana

Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

Axl Offline



Beiträge: 7

10.04.2020 10:17
#8 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Liebe Jana,

vielen Dank für deine Antwort, das mit dem Einlesen habe ich vor, bin auch mit dem ADHS-Zentrum München in Kontakt und will mich da mit Betroffenen austauschen (was hier auch geht, aber im Gespräch natürlich einfacher). Eine Frage noch zu MPH:

Ich muss sagen, dass ich irgendwie bisher gar nichts merke um ehrlich zu sein, habe dieselben Konzentrationsaussetzer, Bemühungen den Tag zu strukturieren mit verschiedensten Mitteln klappen wie früher wenn dann nur kurzfristig, beim Lesen schweife ich immer noch meist ab, bin gerade mit formellen Aufgaben schnell überfordert usw. usw., ich bemerke also keine Verbesserung bisher, wie gesagt, ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich das Mittel nehme und dann auf einmal perfekt funktioniere (wobei das vom Psychiater durchaus so dargestellt wurde), aber Wirkungen, die so in die Richtung deiner Beschreibung Jana gehen und grundsätzlich überhaupt irgendeine merkliche Veränderung im Vergleich zum Ausgangszustand hätte ich natürlich schon erwartet, ich bemerke aber nichts. Habe das meinem Psychiater mitgeteilt, der meinte jetzt eine Woche auf 2x30 mg am Tag morgens und mittags, dann auf 40mg erhöhen, 2x30mg mache ich seit 2 Tagen. Insgesamt nehme ich das Mittel jetzt seit ca. 2,5 Wochen, kann es evtl. auch sein, dass es sich erst einstellt? Denkt ihr das eine Depression die Wirkung auch überdecken kann? Und eine letzte Frage:
Eine Freundin, deren Kind in der Schule Ritalin verschrieben bekam, nahm wohl zu Anfangs das Retard in Kapseln, das bei ihm absolut keine Wirkung zeigte, dann wurden ihm stattdessen Ritalintabletten verschrieben und das wirkte wohl extrem gut, kann es sein, dass die ausbleibende Wirkung bei mir an der Form der Ritalineinnahme liegt (ich weiß ihr seid keine Psychiater, aber vl. hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht)?

Danke, vg, Axl

Axl Offline



Beiträge: 7

10.04.2020 10:19
#9 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Kurze Verbesserung: Das Kind nahm das Ritalin, nicht die Freundin:)

SusanneG Offline



Beiträge: 9.161

10.04.2020 11:14
#10 RE: Zweifel an Diagnose / Diagnostik, was denkt ihr? Antworten

Zitat von Axl im Beitrag #8
..., kann es sein, dass die ausbleibende Wirkung bei mir an der Form der Ritalineinnahme liegt (ich weiß ihr seid keine Psychiater, aber vl. hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht)?

Ganz genau das ist sozusagen mein Hobby. Ich hoffe, ich finde bald die Zeit, dir zu antworten. So schnell geht das nämlich nicht, ist schon ein umfangreiches Thema.

Du kannst dich hier schon mal einlesen: Kartoffelmüsli

Lesen gefährdet die Dummheit

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