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Dieses Thema hat 24 Antworten
und wurde 1.534 mal aufgerufen
 Kinder mit ADHS - Selbsthilfe für Eltern
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kriss Offline



Beiträge: 9

27.02.2016 09:02
#21 RE: erschöpft und ratlos antworten

Ich kann mich nur wiederholen, danke für die offenen und ehrlichen Worte.

DasSchweigen Offline



Beiträge: 21

29.02.2016 23:04
#22 RE: erschöpft und ratlos antworten

Hallo Kriss,

auch noch einmal von mir. Ich kann aus Erfahrung allen meinen Vorrednern nur 100% zustimmen.

Medikation mit begleitender Therapie. Dies hilft Deinem Sohn in allen Belangen des Lebens und vor allem in der Schule.
Dem Ort der Freude, wo man Spass am Lernen haben sollte, aber immer seltener findet.
Was leider schon des öfteren bei "gesunden" Kindern eher stimmt, trifft auf unsere AD(H)S Kinder in erhöhten Maße zu.

Und erst das Medikament versetzt ein Kind so ungefähr auf das Niveau eines "gesunden" Kindes, um seine PS auf die Straße zu bringen. Dann ist Schule nicht nur noch Quälerei.

Der Therapeut kann dem Kind in Einzelstunden begleitend Lerndidaktik nahe bringen und es in Gesprächen weiter unterstützen, Selbstbewusstsein zu entwickeln. Mit den Lehren dazu ein klärendes Gespräch suchen und mit Ihnen eine enge Zusammenarbeit vereinbaren.
So wird ein Schuh draus.

Alles andere ist aus meiner Sicht und Erfahrung nicht wirklich zielführend.

Und wie gesagt. Informiere Dich hier im Forum über die Wirkungsweise der Medikamente. Und vertraue den Menschen hier, denn alle haben zuhause dasselbe erlebt wie Du und Deine Familie im Augenblick.

Beste Grüße
Das Schweigen

lupa Offline



Beiträge: 1.168

01.03.2016 08:40
#23 RE: erschöpft und ratlos antworten

Liebes Schweigen,

Zitat
Und vertraue den Menschen hier,


hach, mir wird ganz warm um´s Herz! Danke für diese schönen Worte!
Ich glaube, ein größeres Kompliment kann man allen regelmäßigen Schreiberlingen hier gar nicht machen! *freu*

Noch mal "Danke!" und liebe Grüße
lupa

Earth is flat, pigs can fly and ADHD doesn't exist..

kriss Offline



Beiträge: 9

24.04.2016 15:25
#24 RE: erschöpft und ratlos antworten

Wir sind auf einem guten Weg

Wollte mich mal wieder melden und gerne unseren derzeitigen Stand der Dinge wiedergeben. Vielleicht hilft das ja auch den ein oder anderen, die sich mit der Entscheidung Medikamente ja/nein genauso schwer tun, wir wir das getan haben.

Nachdem uns von hier und dann auch von unserem Kinderarzt erklärt wurde, dass eine Behandlung von unserem Sohn und "seiner" ADHS mit Medikamenten DAS ist, was wirklich helfen kann, natürlich neben einer Verhaltenstherapie o.ä., haben wir uns dafür entschieden, diesen Weg zu gehen.
Zuerst war er mega überdosiert, 20 mg equasym retard. Zuerst war schon ein super positiver Effekt festzustellen, es war das erste mal, dass er zufrieden und glücklich mit sich und der Welt von der Schule nach Hause kam. Am Nachmittag hatte er dann aber (ich vermute nachdem der zweite Teil des Medikamentes im Körper umgesetzt wurde) echte Probleme und heftige Nebenwirkungen.

Nach Rücksprache mit dem Kinderarzt, hat er die Dosis reduziert auf 10 mg und wir haben den Eindruck, dass der Kleine Hans Dampf damit besser eingestellt ist. Wir haben ihm nicht wirklich gesagt, das er Medizin bekommt (er weiß auch nicht, dass er ADHS hat, damit halten wir uns bedeckt). Wir haben das ganz weit gehalten und ihm gesagt, dass er die Tablete nimmt, damit er sich in der Schule besser konzentrieren kann und besser mitkommt oder so. Richtig nachgefragt hat er auch nicht und ich musste nicht so viele Worte machen.

Er nimmt seine Tablette jetzt schon seit einigen Wochen immer morgens sehr früh, noch vor dem Frühstück im Bett. Er hat dann noch ein paar Minuten bis er aufstehen muss und freut sich, wenn er sich noch mal umdrehen kann ;-) so klappt das ganz gut.

Ich hab ihn natürlich nach ein zwei Tagen gefragt, ob die Tablette hilft und er meinte ja. Ich hab dann noch mal nachgefragt wie die denn genau helfen würde und er meinte, er könnte besser mit den Zahlen umgehen. Also ganz kindlich erklärt, dass er jetzt in Mathe besser zurecht kommt. Wir haben noch nicht mit seiner Klassenlehrerin gesprochen, welchen Eindruck der Kleine in der Klasse macht, sie weiß auch nichts von der Medikation. Werden wir demnächst aber auch noch mal machen....

Zu Hause läuft es auch ganz gut, wenn wir uns gleich an die Hausaufgeaben setzten, schafft er die meist ganz gut. Am späten Nachmittag ist dann die Luft raus, da geht gar nichts mehr oder nur noch sehr schlecht, dann ist nichts mehr mit konzentrieren. Es klappt natürlich auch nicht IMMER reibungslos mit den Hausaufgaben aber naja, man kann ja auch nicht zu viel erwarten.

Manchmal hat er aber komischerweise immer noch seine Ausraster, etwas verhaltener und nicht mehr ganz so exzessesiv aber schon noch so, dass es nicht ....akzeptabel.... ist. Meist dann, wenn mal wieder etwas nicht so läuft wie er das will. Fernseher ausmachen, etwas nicht gekauft bekommen (er will immer alles was er sieht, meist das, was so schön in Kinderaugenhöhe ist, ich hasse es). Naja, da arbeiten wir dran.....

Ich denke es haben sich auch Verhaltensmuster eingeschlichen nach all den Jahren........

Was ich auch nicht verstehe ist seine Denke was ihn persönlich angeht. Er hat immer das Gefühl sich behaupten zu müssen, besser sein zu müssen als andere, fühlt sich immernoch benachteiligt behandelt, insbesondere was seine älteren Geschwister angeht. Aber vielleicht ist das auch so als drittes und "letztes" Kind in der Familie so, dass man das eher doof findet, wenn die Geschwister schon ein Handy haben und man selbst nicht

Wir denken aber, dass wir auf einem guten Weg sind, Schule läuft recht gut und an dem anderen setzen wir ganz stark auf die begleitende Therapie.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wir machen natürlich nach wie vor alles so gut es irgend geht, dass das Leben miteinander funktioniert. Wir machen so wenig wie möglich spontan, halten uns so gut es geht an den genauen "Ablaufplan", Schule dann Hausaufgaben, Essen. Das nervt schon manchmal, vor allem das immer einer zur Verfügung stehen muss. Volle Aufmerksam nur für ihn, sonst läuft es auch aus dem Ruder....

Sport haben wir leider auch gekündigt. Er war nicht mehr dazu zu bewegen. Ich glaube das hat ihn auch etwas gestresst....zweimal die Woche...

Hm, also wenn ich drüber nachdenke ist doch noch ganz schön Baustelle hier und da aber wie gesagt, mit den Medis läuft es wirklich besser und an dem Rest arbeiten wir und hoffen und setzen ganz stark auf die Zeit!

Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntag

FaVe Offline



Beiträge: 908

24.04.2016 18:31
#25 RE: erschöpft und ratlos antworten

Hallo!

Schön, dass bei euch z.Zt. doch einiges auf einem guten Weg ist.

Die Information an die Lehrerin genau überlegen, gibt solche und solche Erfahrungen damit.

Information an das Kind über ADHS: wenn noch Therapien dazu kommen, wäre es vielleicht schon gut, ihn genau zu informieren. Dann können Kinder sich selber und ihr Verhalten und die notwendigkeit von Therapie vielleicht besser einschätzen.

Es gibt ein gelungenes Erklärfilmchen für Kinder, gib mal in Youtube

"TOKOLive - trickyTOKOL und ADHS" ein.

Grüße FaVe

Wenn Plan A nicht funktioniert ... kein Problem, das Alphabet hat noch 25 andere Buchstaben!

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