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Dieses Thema hat 102 Antworten
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 Kinder mit ADHS - Selbsthilfe für Eltern
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Gemiko Offline



Beiträge: 46

16.01.2017 14:17
#51 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Vielen Dank für die Hinweise und Ratschläge.
Beide Kureinrichtungen haben sich bisher noch nicht zurückgemeldet. Ein Anruf bei der Krankenkasse ergab, was ich schon befürchtet habe: eine Beantragung ist zwar möglich, jedoch können sie mir nicht zusagen ob ich dann in die gewünschte Klinik käme und der Beaarbeitungszeitraum könnte möglicherweise mit dem Alter des Kindes kollidieren. Ich müsste meinen Antrag bei der Rentenkasse komplett zurückziehen und neu beantragen.

Morgen bespreche ich das nochmal mit unserer Fachärztin.

Gruß Gemiko

Mona Lisa Offline



Beiträge: 438

17.01.2017 10:04
#52 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

musste eben noch mal nachlesen... dein Sohn ist demnach jetzt 11 und wird im Mai 12 J. - richtig?
dann hast du noch Zeit. Bei Antritt der Kur/Reha darf er nicht älter als 12 J. sein, d.h. nächstes Jahr im April zur Kur würde auch noch gehen.

Ich habe das bisher immer über die Krankenkasse gemacht und bisher nur eine Abfuhr erhalten, da die 4 Jahre noch nicht rum waren. Jetzt müsste ich eigentlich dann doch mal wieder eine Kur beantragen... Kind ist ja auch schon 10 J. alt.
Und ich bin immer in meine Wunschklinik gekommen (ok, war Empfehlung der Kurhilfe)

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

Gemiko Offline



Beiträge: 46

18.01.2017 11:41
#53 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Hallo,

kurzes Update: das Gespräch mit unserer Ärztin war wie erwartet ernüchternd. Sie hat gleich mal einen Arztbericht der Heringsdorfer auf den Bildschirm geholt und wir haben den Therapieplan einer Patientin nachgelesen. Keine Rede von Elterntraining. Geboten wurde Ergotherapie, Logopädie und Sporttherapie ohne jede Einbindung der Begleitperson.

Wir werden den Kurantrag neu stellen und zwar bei der KK. Dazu geh ich morgen persönlich in die Zweigstelle um sicher zu stellen dass meine Wunschklinik in Frage kommt.

Nach Heringsdorf will nunmehr auf keinen Fall, das ist verschwendete Zeit.

@Mona Lisa, ich werde so argumentieren denn am Telefon sagte man mir, dass das Alter des Kindes bei Kurantritt auf 12 begrenzt ist obwohl ich darauf hinwies, dass dies erst im Mai eintritt.

@all leider haben bisher beide angeschriebenen Kliniken, also Feldberg und Heringsdorf auf meine Mailanfrage nicht reagiert. Aus Feldberg bekam ich lediglich eine technisch-generierte Eingangsbestätigung

Gruß Gemiko

Mona Lisa Offline



Beiträge: 438

18.01.2017 13:36
#54 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Hallo Gemiko,

ja dein Sohn darf nicht älter als 12 J. sein... aber 12 ist er ja ein ganzes Jahr lang.

Daumen sind gedrückt.

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

SusanneG Online



Beiträge: 7.972

18.01.2017 14:27
#55 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Zitat von Gemiko im Beitrag #53
Nach Heringsdorf will nunmehr auf keinen Fall, das ist verschwendete Zeit.

Das sehe ich auch so. Erst recht, wenn du deswegen Urlaub nehmen müsstest.

Zitat von Gemiko im Beitrag #53
... auf meine Mailanfrage nicht reagiert. Aus Feldberg bekam ich lediglich eine technisch-generierte Eingangsbestätigung

Nimm deine erste Mail und schicke sie nochmal hin mit dem Hinweis, dass die Widerspruchsfrist in xx Tagen abläuft und du unbedingt vorher eine Antwort brauchst ... oder so ähnlich.

Was wir brauchen sind ein paar Verrückte; denn seht nur, wohin uns die Normalen gebracht haben. (George Bernard Shaw)

Gemiko Offline



Beiträge: 46

20.01.2017 08:30
#56 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Hallo ins Rund,

nach dem persönlichen Gespräch mit der Krankenkasse sehe ich jetzt etwas klarer und räufel das hier für euch mal auf: die Krankenkassen bewilligen Mu-Ki-Kuren als Vorsorgemaßnahme. Bedeutet, die Mutter bekommt die Kur, das Kind fährt als Begleitperson mit oder umgedreht.
Die Rentenkasse finanziert Maßnahmen bei bestehender Krankheit (quasi wenn das Kind diagnostisch in den Brunnen gefallen ist), sie ist also für Therapien zuständig, deshalb auch Kinderrehabilitation.
In unserem Fall wäre also die Rentenkasse allein zuständig. Das haben die Kassen streng untereinander aufgeteilt.

Die Mitarbeiterin der KK riet mir deshalb zu einem Widerspruch und damit zur Herbeiführung einer Einzelfallentscheidung. Die von mir angestrebte Einrichtung soll mich dabei unterstützen und ggf. mit der Rentenkasse selbst Kontakt aufnehmen.

Ich habe nun Feldberg erneut angeschrieben und auch gleich meinen Bescheid angehängt:

Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

letzte Woche Freitag schrieb ich Ihnen über das Kontaktformular eine email mit der Bitte um Unterstützung. Bis auf eine technisch-generierte Eingangsbestätigung habe ich noch keine Antwort erhalten.

In der Anlage sende ich Ihnen den Bescheid der DRV Berlin-Brandenburg mit Zuweisung in eine Einrichtung, die nicht meinen Vorstellungen einer ADHS-Reha entspricht. Ich möchte in Widerspruch gehen und eine Einzelfallentscheidung herbeiführen. Dazu benötige ich entweder Argumentationshilfe oder optional eine direkte Kontaktaufnahme mit dem Träger durch Ihr Haus.

Mit freundlichen Grüßen



Angehängt habe ich ebenfalls meinen Brief an die Rentenkasse mit der Bitte und Begründung warum eine Zuweisung nach Feldberg erfolgen soll.

Zitat
Dass die Kur in der Klinik Feldberg stattfinden soll, ist immens wichtig für die weitere Behandlung der ADHS meines Sohnes. Nach langer Internetrecherche ist Feldberg die einzige Einrichtung, die sich intensiv mit der Krankheit auseinandersetzt und für mich als Mutter Möglichkeiten des sogenannten Elterntrainings anbietet.



Jetzt kann ich nur hoffen, dass Feldberg sich rührt. Prophylaktisch werde ich fristwahrend nächste Woche einen Widerspruch an die Rentenkasse schicken.

Gruß Gemiko

Mona Lisa Offline



Beiträge: 438

20.01.2017 11:04
#57 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Daumen sind gedrückt

LG Mona Lisa

Mutterglück ist das was eine Frau empfindet, wenn die Kinder abends im Bett sind.

Gemiko Offline



Beiträge: 46

20.01.2017 11:23
#58 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Da bin ich schon wieder . Feldberg hat sich gemeldet und mir Unterlagen geschickt, die ich inhaltlich in einem Widerspruch verwenden kann. Praktisch ist es wohl so, dass nur meine Rentenkasse Berlin-Brandenburg sich querstellt und es auf eine Einzelfallentscheidung hinausläuft. Ich habe jetzt meinen Widerspruch formuliert und bitte euch mal drüber zu schauen bevor ich ihn so abschicke. Vielleicht hat noch die eine oder andere einen besseren Formulierungsvorschlag

Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die Bewilligung einer stationären Kinderrehabilitation mit mir als Begleitperson.

Gegen die Zuweisung in die Klinik Heringsdorf, Haus Gothensee lege ich jedoch Widerspruch ein.
Ich möchte ausdrücklich von meinen Wunsch- und Wahlrecht nach §9 SGB IX Gebrauch machen und wünsche mir die Durchführung der Kinderrehabilitation am ITZ-Caritas Haus Feldberg, Passhöhe 5 in 79868 Feldberg.

Begründung: die Klinik Feldberg verfügt über eine langjährige Expertise für das Krankheitsbild ADHS.
Die ADHS-Störung bedarf einer intensiven Unterstützung durch das soziale Umfeld und besonders durch die elterlichen Bezugspersonen. Die Anforderungen sind teilweise sehr belastend und bringen mich als Mutter jetzt schon an meine Grenzen. Durch die beginnende Pubertät meines Kindes erwarte ich einen Zuwachs an Problemen des Alltags denen ich im Vorfeld begegnen möchte. Das Augenmerk der Feldberger Klinik richtet sich vor allem der Familie als Ganzes. Schwerpunktmäßig möchte ich hier die Stärkung meiner Kompetenzen als Trainer und Anleiter meines Kindes durch intensive Elternschulung, Einzel- und Gruppentherapien mit anderen betroffenen Eltern unterstützt von einem geschlossenen Therapeutenteam, hervorheben. Durch ein Trainingsmanual werden die Eltern in die Lage versetzt auch nach der Reha Teile des Schulungsprogramms umzusetzen.

Die von Ihnen festgelegte Kureinrichtung führt in Ihrer Homepage zwar die Behandlung psychischer und psychosomatischer Beschwerden auf, geht aber nicht weiter auf Therapiepläne und Schwerpunkte der ADHS-Krankheit ein. Eine entsprechende Emailanfrage von mir nach Heringsdorf vom 13.01.2017 blieb unbeantwortet. Ich habe daraufhin insistiert und von einer Patientin dort Einsicht in einen Therapieplan nehmen können. Ergotherapie, Logopädie und Sporttherapie unter völligem Ausschluss der Begleitperson waren Inhalt der durchgeführten Reha. Dass man sich dort auf ADHS nicht spezialisiert hat, zeigt schon die Tatsache dass auf jedem Zimmer ein Fernseher steht während in Feldberg der für ADHS-ler schädliche Medienkonsum auf ein Minimum beschränkt wird.
Ich möchte mit arbeiten und trainiert werden, nicht vier Wochen Seeluft schnuppern und ich habe Angst vor einer Zukunft mit einem so eigenwilligen ADHS-Kind wie meines denn dann befürchte ich bald die nächste Kur als Burn-Out-Patientin beantragen zu müssen.
Bitte machen Sie eine Einzelfallentscheidung möglich.
Hilfsweise beantrage ich die Übertragung der Antragsunterlagen an meine Krankenkasse DAK auf stationäre medizinische Rehabilitation nach § 40 Abs. 2 SGB V

Mit freundlichen Grüßen




Nicht böse sein, wenn ich am Wochenende nicht gleich reagiere. Wir haben Wettkampf (ja, Junior fährt zur regionalen Schwimmmeisterschaft). Den Widerspruch geb ich am Dienstag in die Post.

Gruß Gemiko

AndreaA Offline



Beiträge: 536

20.01.2017 19:34
#59 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Liebe Gemiko,

ich drücke dir ganz fest die Daumen.
Viel Erfolg beim schwimmen an deinen Sohn.

L. G.
Andrea

Gemiko Offline



Beiträge: 46

25.01.2017 08:55
#60 RE: Nerven wie Drahtseile antworten

Hallo,

so, die Post ist jetzt raus und hier scheinen alle zufrieden mit der Wortwahl . Danke Andrea, für deinen Zuspruch. Das Schwimmwochenende war erfolgreich, 2 Bronzemedailen hielten die Motivation oben.

Gerade gestern hab ich ein kurzes Familienprojekt beschlossen. Es heißt "Auf einer Stufe" und der Hintergrund ist folgender: Junior hat sich am Montag partout nicht von seinem Tablet gelöst. 2 Voransagen im 10 Minuten-Abstand, dass er zum Ende kommen soll weil seine Zeit rum ist, wurden mit "noch dieser Kampf", "noch dieses Level" beantwortet. Bei der 3 Mahnung kam die Ankündigung von mir, das Tablet einzuziehen. Die Reaktion muss ich hier wohl nicht näher beschreiben. Wutgeheul, Motzen und Schimpfen wechselten sich ab. Das Tablet wurde mir quasi vor die Füße geworfen und Junior stapfte polternd und schnaubend ins Bett.

Am nächsten Morgen erhielt ich ungefähr 30 whatsapp-Nachrichten mit dem Wortlaut:

Zitat
"denk bitte mal darüber nach das du genauso bedeutungslos bist wie ich oder ich sag mal so ich bedeute genauso viel wie du und kein einziges Aber. Du bist immer so arrogant und denkst du bist was Besseres also bitte nimm das hier auf und höre verdammt nochmal damit auf dass nur deine Meinung zählt. Ich möchte angemessen bleiben also bitte hör auf und komm von deinem hohen Ross runter. Wenn du das tust dann würden wir uns nie wieder streiten weil ich immer nur aus diesem Grund ausraste. Und komm mir nicht damit ich bin älter und ich hab mehr Lebenserfahrung blablabla

hör auf mich ich hatte schon oft Recht gehabt und hab ich mich deshalb aufs hohe Ross gesetzt? Nein. weil ich weiß wie fies du bist. Wir beide stehen auf einer Stufe und imselben Rang. Ist scheißegal wer älter und mehr Wissen hat. Albert Einstein war ein Genie aber er war auch immer noch ein Mensch und im Leben gibt es kein bedeutungsvoller man kann was Besonderes sein aber deswegen ist man nicht bedeutungsvoller.

OK? Wenn du jetzt verstanden hast dann schick Smily und wenn Nein dann schreib Nein

ja nein was nun?

Jetzt

Nein oder ja

*hier folgt ein Stinkefingersymbol*

Ich werde n Scheißdreck machen solange ich mein Tablet nicht bekomme

krieg ich es für 2 h?

??????????????????????????????????????????????????????????????

zögerhaft sage ich Bitte

Ich mach natürlich auch erst die Mappe


hier folgen ungefär 15 Nachrichten mit Hallo?

*ein Teufelssymbol* das bist du

Ich werde jetzt deine whatsapp Nummer löschen

hier kommen dieverse hallo? mama? Hallooooooooooooo

Du bist so ein fieses etwas dass ich gar nicht sagen kann weil es so schlimm wäre. Schlimmer als Hexe. es ist so schlimm das Wort in meinem Kopf das würde ichfür den Rest meines Lebens Tabletverbot bekommen. ich würde es so gerne zu dir sagen."



Habe dann hin- und her überlegt, wie ich dem Kind beibringen kann wer Kuchen und wer Krümel ist. Meine Überlegung ist "lass ihn doch einfach machen". Er soll, wenn er mit dir auf einer Stufe stehen will, auch alle Mama-Dienstleistungen selbst machen. Essen steht im Kühlschrank, die Mikrowelle kann er bedienen, die Waschmaschine zeig ich ihm, seine Zimmertür kann ich zumachen wenn mich die Unordnung stört und wenn er jetzt aus lauter Opportunismus keine Hausaufgaben macht, so what - nächste Woche sind Ferien, die Halbjahreszeugnisse sind geschrieben. Mal sehen, wie lange er durchhält. Das Tablet hab ich natürlich so lange eingezogen.

Was haltet Ihr davon?

Gruß Gemiko

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