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ADHS-Selbsthilfe an 365 Tagen im Jahr

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  • Das trifft es doch total! - - Danke schade, dass es scheinbar so sein muss
    von _E_V_A_ in Heute mal ein Gedicht ...
  • smilla, die Goldmedaille kannst du stecken lassen! Bei 35°C im Schatten bleibt der Ofen aus, ebenso der Herd. Wenn ich es mollige 60°C warm haben will, parke ich das Auto in der Sonne - aber die Küche bleibt kalt! Als einzige Wärmequelle wird nur der Wasserkocher geduldet. Und damit ich mich nicht zwischen Früchten und Relaxx entscheiden muss, mache ich rein vorsorglich beide Tees .
    von SusanneG in Eistee Pfirsich
  • Jetzt stell Dir aber mal vor, dies alles wäre noch bei 35° im Schatten passiert!! Dann hättest Du wohl die Goldmedaille verdient!
    von smilla in Eistee Pfirsich

  • von Zottel in Eistee Pfirsich
  • Stilltee? Diese Wirkung verpufft bei mir inzwischen. Irgendwann ist man aus dem Alter raus ...
    von SusanneG in Eistee Pfirsich

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Eistee Pfirsich
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 19.07.2015 um 00:50 Uhr(zuletzt bearbeitet: 19.07.2015 19:04)

Kälteeinbruch im Wilden Süden! Um mindestens zehn Grad! Gestern 34°C bis 36°C, heute erst mal nur 24°C - im Schatten, versteht sich. Es ist 14.00 Uhr. Nun denn, wenn es sooo frisch ist, könnte man ja mal in der Küche ... Kuchen - das wärs! Hüftgold! Der Rettungsring um den Bauch kann ja nicht nur aus Schokolade bestehen, ein bisschen Kuchen darf es schon auch sein. Doch was für einen Kuchen? Das schnelle Rezept auf jeden Fall; das Rezept, mit welchem man nur eine Schüssel, einen Teigschaber und einen Löffel versaut. Keine Küchenmaschine, keinen Handmixer, und die große Rührschüssel muss man dann auch nicht von ganz hinten im Schrank hervorholen. Ok, Schüssel und Kuchenform stehen jetzt parat ...

Was für einen Kuchen mit dem schnellen Rezept mache ich denn jetzt? Schnippel ich da Aprikosen rein? Au ja! Kühlschrank auf ... neben den Aprikosen stehen die Pfirsiche. Wenn ich jetzt die Hälfte der Aprikosen für den Kuchen nehme, habe ich noch jede Menge Pfirsiche im Kühlschrank; Aprikosen mag ich aber lieber, also schnippel ich besser Pfirsiche in den Kuchenteig. Hmmm *grübel* ... Pfirsiche machen den Kuchen zu flüssig. Aprikosen sind besser für den Kuchen. Ok, ich nehm die Aprikosen.

Wie gesagt, jede Menge Pfirsiche ... ein Kilo "normale" und ein halbes Kilo von denen, die man bis vor Kurzem noch als Weinbergpfirsiche verkauft hat - die verkauft man heutzutage als Plattpfirsiche, weil so viele Weinbergpfirsiche ja gar nicht in den Weinbergen wachsen können, wie die Supermärkte inzwischen anbieten. Ich meine, die neumodischen Plattpfirsiche schmecken ja auch gar nicht mehr irgendwie nach Weinberg - kein bisschen. Wenigstens sind sie da ehrlich, die Supermärkte.

Pfirsichtee, das wärs! Im Kühlschrank ist Früchtetee und Melisse-Hopfen-Tee, mein ganz persönlicher "Calm down - chill out-Tee". Beide schmecken nicht wirklich zu Kuchen. Da wäre noch Anis-Kümmel-Fenchel-Tee in der Box, in der ich die ganzen Beuteltees aufbewahre. Ok, es gibt Pfirsichtee! Ich fülle den Wasserkocher mit Wasser und schalte ihn ein.

AKF-Tee mit Pfirsich schmeckt lecker, das hatte ich letzte Woche auch schon. Blöd halt, dass ich erst mal fünf Sachen wegräumen muss, bevor ich an die Box komme. Ok. Schublade unter der Teebox plus Zubehör rausziehen, Süßstoff und Honig in die Schublade stellen, mal ein bisschen an der Box ziehen – Plumps! Jetzt ist der Waldbeeren-Tee hinter die Box gepurzelt! Menno, ich weiß doch, dass der ganz hinten steht. Der MUSS runterfallen, alles andere wäre ein Verstoß gegen das Gesetz der Schwerkraft!

Zugegeben – die Reihenfolge war doof. Ich muss erst den Ostfriesentee und den Schwarztee von der Box runterholen, dann kann ich die Box rausziehen, nach dem AKF-Tee kramen und bevor ich die Box wieder reinschiebe, den Waldbeerentee aus der hintersten Ecke hervorholen. Guter Plan!

Die Schachtel mit dem Ostfriesentee ist aber leicht. Viel kann da nicht mehr drin sein. Schachtel auf: ein Beutel ist drin, ein einziger! Das gibt morgen früh wieder Hektik, noch vor dem Frühstück, wenn Göttergatte bloß einen Teebeutel in der Ostfriesentee-Schachtel vorfindet. Ist denn überhaupt Nachschub da? Vorratsschublade auf: Ja, Nachschub ist da, alles gut, Schublade wieder zu. Das war jetzt doof, Susanne. Du weißt doch, wie das morgen früh abläuft. Jetzt nimm die neue Schachtel, mach sie auf, leg den einzigen verbliebenen Teebeutel zu den anderen und stell die volle Schachtel wieder dorthin, wo der Ostfriesentee hingehört: auf die Teebox, vor den Schwarztee. Ok, Vorratsschublade wieder auf, Ostfriesentee-Schachtel rausholen …

Schwarztee mit Pfirsich! Das isses! Mein Relaxx-Tee ist eh gleich alle – oder nicht? Kühlschranktür auf, Kanne anheben – knapp halb voll. Die Kanne mit dem Früchtetee ist noch ganz voll. Menno, ich drehe mich im Kreis! Früchtetee oder Melisse-Hopfen-Tee zum Aprikosenkuchen habe ich doch schon ausgeschlossen. AKF-Tee oder Schwarztee gibt es, mit Pfirsich! Schwarztee? Schwarztee! Alea jacta est … siehe Asterix: Der Würfel ist gefallen!

Kalter Schwarztee – wie langweilig! Eistee! Das wärs! Zum Eistee braucht man Eiswürfel – wie der Name schon sagt. Habe ich denn Eiswürfel im Gefrierschrank? Ich glaube nicht. Als ich vor ein paar Tagen Großetochters Gefrierfach-Inhalt in meinen Gefrierschrank stopfte, habe ich die Eiswürfelbehälter rausgenommen. Oder hab ich etwa doch schon wieder Eiswürfel gemacht? Vielleicht sollte ich mal nachsehen. Drei Finger hatte ich am Griff des Gefrierschranks, aber die Tür ging nicht auf – zu wenig Kraft in den drei Fingern. Andere Leute haben fünf Finger zur Verfügung …

Der Wasserkocher machte PLING!

Ich hielt inne. Da stand ich nun: Vorratsschublade offen, Schranktür offen, Schublade offen, Teebox vorgezogen (immerhin noch nicht offen!), Kühlschrank offen – in der linken Hand die volle Schachtel Ostfriesentee, in der rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger den einsamen Teebeutel aus der jetzt leeren Schachtel … und mit den verbliebenen drei Fingern der rechten Hand kriege ich die Tür vom Gefrierschrank nicht auf! Immerhin ist das Teewasser jetzt fertig.

Ich legte Teeschachtel und Teebeutel aus der Hand, machte den Kühlschrank zu, dann die Vorratsschublade, zog die Teebox und danach die Schachtel mit dem Waldbeerentee aus dem Schrank, schob die Teebox wieder rein, legte den Waldbeerentee obendrauf, nahm drei Beutel Schwarztee aus der Schachtel und legte diese vor den Waldbeerentee auf die Box, stellte Süßstoff und Honig davor, machte die Schublade zu und die volle Schachtel mit dem Ostfriesen auf, packte den verwaisten Teebeutel rein, räumte auch die Ostfriesentee-Schachtel wieder auf und schloss die Schranktür. So! Jetzt kann ich mal nachsehen, ob es Eiswürfel gibt; aber ich fürchte, es gibt keine. Mit zwei leeren Händen kriegt man die Tür vom Gefrierschrank ganz leicht auf. Stimmt. Es waren keine Eiswürfel drin.

Also dann, es gibt kalten Schwarztee ohne Eis, mit Pfirsich! Die Entscheidung stand, und es war erst 14.04 Uhr!


Sorry, ich will Euch nicht langweilen oder damit angeben, wie viele verschiedene Tees ich bevorrate. Ich will Euch auch nicht ganz vorsichtig andeuten, was für ein Oberchaot ich bin – das wisst Ihr ja längst. Und ich wollte dem geneigten, ADHS-losen Leser (ach, der arme Tropf!) auch nicht aufzeigen, wie chaotisch ein Mensch mit ADHS seine Küche verwüstet. Mit dem Finger auf Menschen mit ADHS zeigen und Kommentare zum Leben im Chaos abgeben, das überlasse ich anderen.

Liebe Leser mit ADHS, ich habe Euch mit dem Pfirsichtee sicher nichts Neues geboten. Das Ganze ist recht facettenreich, da gibt es noch die Variante mit dem Wäsche aufhängen, Einkaufzettel schreiben, Bücherregal abstauben … egal was, die Geschichten ähneln sich. Und Ihr kennt sie alle.

Liebe Leser ohne ADHS, schaut bitte mal auf die Uhrzeit! Ich bin um 14.00 Uhr in die Küche gegangen. Meine Geschichte endet um 14.04 Uhr. Innerhalb von vier Minuten hättet Ihr vermutlich Teewasser aufgesetzt, die Kanne bereitgestellt, Teebeutel aus dem Schrank geholt, den Pfirsich vorbereitet und den Tee aufgegossen. Wie schön für Euch!

In diesen vier Minuten habe ich Teewasser aufgesetzt, Schüssel, Teigschaber und Löffel bereitgelegt, mir das Kuchenrezept ins Gedächtnis gerufen, meine Teevorräte überprüft und aufgefüllt, die leere Ostfriesentee-Schachtel zum Altpapier gegeben, die neue Ostfriesentee-Schachtel für den Zugriff morgen früh vorbereitet, die drei Teeschachteln auf der Box neu arrangiert, den Füllstand der beiden Teekannen im Kühlschrank geprüft, das Nichtvorhandensein von Eiswürfeln festgestellt, über den Werdegang vom Weinbergpfirsich zum Plattpfirsich und damit über den Untergang der abendländischen Kultur philosophiert, mich intensiv an den Moment erinnert, als ich den Melisse-Hopfen-Tee aus dem Päckchen mit der Aufschrift „Calm down, chill out – und wenn du kein Wasser hast: lutschen!“ gewickelt habe, ebenso an den Absender des Päckchens, was mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat; ich habe mindestens ein volles Schulheft gedacht (dessen Quintessenz mehr als zwei DIN A4-Seiten in Calibri 11 umfasst) und beschlossen: Das sollte ich bloggen!

Schaffen Sie das auch in vier Minuten?


8 Kommentare

ZACK!- Das hat gesessen oder... wenn Mamas sich nicht angemessen verhalten können!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 20.06.2015 um 00:52 Uhr(zuletzt bearbeitet: 01.07.2015 18:23)

Gestern Abend hatten mein Mann und ich eine Idee:

wir haben unseren Sohn für das schwer erkämpfte, aber doch (für uns!!) mehr als zufriedenstellende Zeugnis
zum Essen eingeladen! Unsere Wahl fiel auf ein Restaurant in unserer Stadt in dem wir, Ihr ahnt es schon, IMMER essen gehen, was allerdings nicht allzu oft vorkommt!

Jeder weiss was es gibt, uns sind die Kellner bekannt und keiner sagt was, wenn auch schon mal der gesamte Salatbeilagenteller vom Tisch segelt! Keine großen Überraschung eben und absolut ADHS- tauglich...

Ins Auto, in die Stadt, zum Restaurant getapert und schon beim Davorstehen sagt mein Mann:" Oh, schau`mal, die haben umgebaut!!" Tür plötzlich links anstatt rechts! "Egal", denken wir. "Diese Veränderung können wir stemmen", wir treten also ein!

Und da passiert schon das, was den ganzen Abend anders verlaufen lässt als geplant!!

Der Architekt des Umbaus hat auch geplant, nämlich nach der regulären Eingangstür noch einen kleinen Windfang aus Glas mit einzubauen! Ich habe den nicht gesehen, mein Mann auch nicht! Mein Sohn leider auch nicht, der war aber als erster durch die Tür und er hat ihn gespürt! ZACK, rennt mein Hase mit vollem Körpereinsatz gegen diese zusätzliche Glastür, dass ich in diesem Augenblick nur denken konnte ob meine Haftpflicht wohl genügend abgedeckt ist!!

Voll mit dem Kopf gegen die Scheibe, die Schultern noch hinterher, das es nur so schepperte!

Nun haben wohl einige Kinder Zeugnisse bekommen und die Eltern hatten wohl die gleiche Idee, denn das Restaurant war sozusagen, bis auf den fast letzen Tisch schon familienfreundlich eingerichtet!!

Dutzende Köpfe flogen herum, scannten uns und es herrschte absolute Stille und diese Spannung, die herrscht, wenn Stinomütter fast diabolisch eine Situation beobachten und abwarten wie die anderen das jetzt bloß händeln werden! Und eigentlich sind sie schon der Meinung dass sie es eh am Besten können!!

Sohnemann macht es mir nicht leicht, denn auf seiner Stirn entwickelt sich eine riesige Beule und es ist ihm unendlich peinlich, das sehe ich, daß ihm sowas passieren musste!! Und er fing hysterisch an zu weinen!

Ich würde gerne sagen können, daß ich so "Gutmama"- Dinge tat, wie Arnicakügelchen oder
Notfallkühlkompressen aus meiner Tasche zu zaubern! Leider war ich nicht mehr Herrin der Lage und ich tat genau das absolut Falsche und lieferte mich den anderen Müttern hilflos aus: Ich fing an zu lachen! Und das eben nicht nur so kicher, kicher! Nein, ein hysterischer Lachanfall bahnte sich seinen Weg in diese Situation und es gab mehr als einen mitleidigen Kopfnicker in die Richtugn von Sohnemann und viele missbillenge Blicke in meine!

Aber was sollte ich tun? Ich konnte nicht mehr aufhören. Mein Mann schob uns beide schnell in die hinterletzte Ecke, genau neben der Klotür und ich bewunderte ihn zutiefst dafür, die Fassung zu bewahren!!

Sohnemann war also am Heulen und schniefen ob der Situation, dass ihm es so peinlich war, er aber gleichzeitig eine Mama zu haben scheint, die nicht anderes zu tun hat, als sich vor Lachen zu biegen!

Es tat mir ja auch wirklich leid, ich wollte das ja auch nicht! Schiebt es auf die Hormone oder what else...Ich war einfach machtlos!
Habe mich zig Mal entschuldigt und dann mal auf die Tür geschaut. Diese war wirklich sowas von sauber geputzt dass man sie nicht sehen konnte!!

Ich habe mich wirklich sehr schlecht benommen, da gestern abend! Dafür war ich dann auch überhaupt nicht böse, dass Sohnemann im Schlafanzugoberteil unterwegs war, obwohl ich ihm zweimal gesagt habe er solle einen anderen Pullover anziehen!! Nein, ich war sogar so reuevoll daß ich es extrem niedlich fand, einen zehnjährigen Jungen mit einem hellblauen Nikkischlafanzugoberteil inklusive "Cool Dreams"- Aufdruck neben mir sitzen zu haben!
Aber da wir ja neben der Klostür saßen, somit also allein in einer Ecknische, ist das auch nicht weiter aufgefallen!! Gott sein Dank!!!

Mein Fazit allerdings an diesem Abend war, das ein übersteigerter Fensterputztrieb auch echt gefährlich werden kann. Da bin ich selber ja froh, dass mir meine, von den Landfliegen zugekackten Scheiben immer optisch signalisieren: Halt!! Hier geht es nicht durch!! Erst öffnen...

Bleibt munter ihr Lieben, ich war es schon!!

die smilla


5 Kommentare

Hilfe, mein Kind wird groß oder... die Teilleistungsbegabung!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 14.04.2015 um 00:11 Uhr(zuletzt bearbeitet: 14.04.2015 08:12)

Ihr Lieben,

ich glaube, mein Sohn verändert sich! Seit gestern hat er eine Seite an sich entdeckt, die er bis dato immer eher unaufgeregt hielt, nämlich die Sache mit der Mode!

Da kam er ganz nach `m Vater, ein Landschaftsgärtner, modisch eher unterbemittelt. So, dass ich eben die Klamotten kaufen muss, damit überhaupt was zum Anziehen da ist!
Sohnemann ging diesen Weg voll mit: T-Shirt 2x verkehrt rum, also Schild vorne und Nähte draussen, Socken gerne auch zwei verschiedene, auch gerne verkehrt rum!

Gelb zu blau, grün zu orange, blau zu rosa, mir doch egal, die Devise. Sein einziger, selbst gewählter, modischer Anspruch war es bisher, sooft wie möglich in Jogginghosen zu laufen oder den Schlafanzug das ganze Wochenende zu tragen, so, dass ich ihn am Sonntag Abend rausklopfen musste!!
Das war für Mutti nicht immer schön, dafür sehr einfach! "Das habe ich Dir hingelegt- fertig!"
Aber gestern ist also folgendes geschehen:

"Mama, ich wünsche mir dass wir heute in die Stadt gehen. Ich möchte mir von meinem Taschengeld ein T-Shirt kaufen! So eines wie Hans-Peter hat! Und von Dir wünsch ich mir noch zwei andere!"

"Hey, Superidee! Dann können wir ja ein paar alte mal aussortieren! Machen wir!"

Nach den Hausaufgaben ging es also los. Sohnemann aufgeregt in Erwartung den Weg in den Modeolymp zu gehen und ich war froh, den Schrank etwas freier zu kriegen! Denn hier lagen ja noch die zwanzig T-Shirts der Vormodezeit, die dann in Teilen endlich mal in die Putzlappentonne wandern könnten?!

Bei PEEEEEEEEEEEEEEEP wurden wir schnell fündig. Ein grellbuntes, mit noch grellerem Aufdruck sollte es sein! Aber diejenigen die PEEEEEEEEEEEP kennen wissen, dass die Klamotten eher schmal geschnitten sind. Also nötigte ich mein Kind, das T-Shirt vorher anzuprobieren. Gehört zum Shoppen ja auch dazu!
Allerdings wollte er es sofort tragen, aber wir haben ja noch keine 20°!

Also sagte ich:" Warte mal, ich hole ein cooles Langarmshirt für drunter und noch `ne T-Shirtgröße mehr!"

Zack, weg war ich und als ich wiederkomme, sehe ich mein Kind durch den Spalt des halboffenen Vorhangs, wie er völlig bewundernd, quasi in sich versunken, mit zärtlicher Geste an sich herunterblickt und das T-Shirt befühlt, sich sanft hin-und herbewegend! Harald Glööcklers Modeblick ist ein Scheiss dagegen!

Nachdem drei T-Shirt gekauft wurden waren wir zu Hause und ich sage "Hey, jetzt wird aussortiert!"
Also den ganzen Stapel gepackt und los ging es! Und jetzt ratet mal, ob ich meinen Schrank leerer bekam und die Putzlappentonne voller?
Nein??? Geeeenau!!

Jedes T-Shirt wurde als total supertoll und cool geschnappt und für Behalten erklärt! Jetzt haben wir also ungefähr zwanzig aus der Vormodezeit plus die drei neuen!

Und damit nicht genug: Sohnemann fing also an, eine Kommodenschublade freizuräumen und in seinem Messiesortierwahn wurden alle Shirts sorgsam einsortiert! (Ich war ja schon froh dass er die ganzen Dinger nicht auch in den geflochtenen Picknickkorb verstaut der seit Tagen überall mitgeschleppt wird, weil dort die Schätze gelagert werden!)
Alle halbe Stunde kam er dann auch noch mit einem anderen am Leibe und führte sich vor!

Und am Abend wurde diese Schublade stolz meinem Mann gezeigt, der es nicht glauben konnte:
"Was, das hast Du alles alleine zusammengelegt? Wieso schaffst du das plötzlich? Und wieso sehen die anderen Schubladen so wüst aus?" (Der Neid??)

Und da kam mir die Sachen mit der ADHS und den Teilleistungsbegabungen wieder in den Sinn:
Bei Hosen, Socken, Unterwäsche & Co. ist es chaotisch? Na, das heisst ja noch lange niocht dass das auch bei T-Shirts so sein muss, oder?

Jetzt werde ich das mal beobachten, das mit der Mode! Jedenfalls hoffe ich dass in diesem Sommer dann wenigstens ein T-Shirt getragen wird, DAS hat Sohnemann bis jetzt, auch bei 30° im Schatten fast immer
vermieden weil er es so schrecklich fand!

Tja, wofür so Freunde wie Hans-Peter doch gut sein können


Ich grüße Euch, die smilla


2 Kommentare

Heute mal ein Gedicht ...
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 05.02.2015 um 10:07 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Heute morgen habe ich mit einer Freundin so am Handy hin - und hergeschrieben *zugeb*
Und dabei ist dieses Gedicht entstanden. Es ist sicher keine tiefschürfende Lyrik, aber dafür, dass es um 7.15 Uhr, innerhalb weniger Minuten, quasi zwischen Schulbrot schmieren, Fieber messen und Turnbeutel anreichen entstanden ist, finde ich es garnicht so schlecht.
Vielleicht spricht es Euch ja auch aus der Seele und es fallen Euch noch ein paar Strophen mehr dazu ein!?

Schulkind

Jetzt geht es los, der Tag fängt an,
was kommt heut´ wohl wieder dran?

Weiss ich Bescheid und kann ich´s sagen,
wenn mich meine Lehrer fragen?

Wir arbeiten jetzt wie der Wind,
dass bald wieder Ferien sind!

Wenn wir bis dahin überleben,
können wir die Füß´ hochlegen
und sammeln dann bei Keks und Saft,
für´s nächste Halbjahr neue Kraft.

Wir werden klug und immer schlauer,
nur der Alltag, der wird grauer.

Lernen, büffeln, Hausaufgaben,
wer will so ein Leben haben!?

Ich bin Kind und möchte lieber,
toben, spielen, singen Lieder!

Und nicht immer nur mich sorgen,
um die nächste Probe morgen!

Könnt ihr das denn nicht versteh´n?
Wir möchten so viel mehr noch seh´n,
als nur die vielen Arbeitsblätter,
die ihr uns gebt bei schönstem Wetter!

Lehrer! Seht das endlich ein!
Und lasst die Quälerei jetzt sein!

Hört mal zu, schaut richtig her,
denn in mir drin steckt so viel mehr,
als nur die Noten, die ihr kennt,
wenn ihr meinen Namen nennt!


Haltet die Ohren steif, unterstützt Eure Kinder und legt Saft und Kekse bereit!
Die nächsten Ferien kommen bestimmt!

Es wünscht Euch einen schönen (Schul)tag

Eure lupa


4 Kommentare

Die Liebeserklärung
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 15.01.2015 um 00:03 Uhr(zuletzt bearbeitet: 25.01.2015 20:27)



Heute, meine Lieben, muss ich Euch was ganz Süßes erzählen...
Ihr dürft gerne vor Neid erblassen, ich gehe allerdings sehr stark davon aus dass Eure Kinder auch Euch oft solche "Magic Moments" bescheren...denn, so sind sie nun einmal !!

Im Moment ist in der Schule sehr viel los. In Hinblick auf die Zeugnisse gibt es viele Arbeiten und viel Arbeit im Vorfeld, um diese Arbeiten zu meistern. Also schnippeln und schreiben wir, rechnen und lernen auswenig, alles um das Ziel zu erreichen. Aber das alles hat eben auch seine Schattenseiten:

Der Arsch ist ab!! Es schlaucht, macht müde, zermürbt und die Seele liegt blank, bei Sohnemann und bei mir!
In den kurzen, lernfreien Augenblicken koppeln wir uns zusammen, auf dem Sofa, mit Tee in der Hand und quatschen, erzählen, kuscheln, tanken ein wenig auf... Da wird nicht nur Oberflächliches besprochen, nein, mein Sohn hat meine Vergangen- und Kindheit für sich als Thema entdeckt. Allem voran mein Vater, der schon verstorben ist und mit dem das Zusammenleben, naja, sagen wir mal, eher seeeeeeeeehr schwierig war!
Aber mit Sohnemanns zehn Jahren habe ich keine Lust mehr, den Opa als Erzengel darzustellen und so erzähle ich ihm vorsichtig und behutsam von meiner Kindheit, die eben nicht immer nur aus Blümchen und Musik bestand!!

Aber auch der schönste Moment an der "Seelentankstelle Sofa" hat mal ein Ende, also wieder durchstarten, nächstes Thema, nächste Arbeit...

Am Abend dann, gibt es eine erneute Versammlung auf unserem Wohnzimmermittelpunkt, dem Sofa. Diesmal mit dem Plan, mit Chocklate Chips ausgestattet, das Dschungelbuch zu schauen!

Und beim Einlegen der DVD schaue ich zu meinem völlig erledigten Sohn so rüber und halte erschrocken inne:
Er weint!!
Schnell husche ich rüber und nehme ihn in den Arm, frage was denn los sei!

Bist Du erledigt?
Alles ganz schön viel gerade, was?
Ach komm mal her, warum weinst du denn?
Weißt du nicht so richtig, hä?

Ich bin schon froh, dass ich zu diesem Zeitpunkt noch die Fassung bewahre während er so schluchzt!
Und dann kommt so ganz leise und gestammelt:
"...ich..i-i-i-ch b-b-b-in nicht t-t t-t-t-raurig, Mama! Ich f-f-freu` mich ei-ei-einfach d-d-dass ich so
t-t-tolle Eltern habe!"

Und Kinder, ich sage es Euch...genauso pur, wie diese Emotion aus meinem Sohn rausbrach, rinnt sie durch meinen Körper!

"Oh Mensch, da hast du uns aber ein großes Kompliment gemacht", sage ich. Leider kann ich meinen Sohn nicht mehr so richtig erkennen, da ich in diesem Augenblick die Fassung dann doch verloren hab, ich muss heulen!

Das kam so ehrlich und so einfach, dann auch noch zu einem richtigen Zeitpunkt, denn ich bin gerade viel am zweifeln, ob ich wirklich alles so richtig mach`...

Und auch wenn ich oft denke, lese und höre, dass ADHS-ler später mit Beziehungen so ihre Schwierigkeiten haben könnten, so glaube ich dass meine zukünftige Schwiegertochter wenigstens von einem profitieren wird:

Der Junge kann tolle Liebeserklärungen machen, daran wird es vielleicht nicht gerade scheitern!!


1 Kommentare

15.1.15
von FaVe In der Kategorie User-Blogs am 15.01.2015 um 00:01 Uhr(zuletzt bearbeitet: 16.01.2015 00:55)

Tja, das Jahr ist schon wieder ziemlich weit vorangeschritten, zumindest gefühlt: wenn bei sohni morgen die Klassenarbeit in Naturwissenschaften rum ist und nächste Woche Englisch (wobei die Lehrerin gerade seit den Ferien krank ist) sind wir Schritte weiter.

Dabei benimmt sich Männe in seinem neuen Job (1. Arbeitstag 7.1.) so als seie er Gott und müsse in 6 Tagen die Welt seines Firma vielleicht nicht neu erschaffen, aber retten.

Eigentlich sollte ich gerade in der Küche stehen Abendessen machen, backen für morgen (mal wieder Feier und man soll was mitbringen) aber ich war wiedermal so vertieft in eure Erlebnisse!!!
Jetzt aber!!


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An Tagen wie diesen ...
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 14.01.2015 um 23:30 Uhr

Tage wie dieser können durchaus eine längere Vorlaufzeit haben. Dieser Tag - jedenfalls das, was aus diesem Tag wurde - begann eigentlich schon am Mittwoch, 17. Dezember. An diesem Mittwoch schickte mir mein Chef eine Mail mit dem Termin für eine Fortbildung am 15. Januar in Göppingen. Ich trug den Termin in meinen 14-Monate-Jahresplaner 2014 bei dem Mittwoch in der Monatsmitte ein und übertrug die Einträge vom Januar ein paar Tage später in den neuen 14-Monate-Jahresplaner 2015.

Meine Arbeitstage sind MiDoFr. Also druckte ich am Freitag im Büro noch alles aus, was man so braucht, wenn man nach 43 Jahren wieder mal nach Göppingen fährt: Besagte Mail, die Schulungsunterlagen und die Wegbeschreibung nebst Karte von Googlemaps (ja, ich habe ein Smartphone und nein, es kann momentan weder Anrufe noch mobilen Daten empfangen - aber das ist eine andere Geschichte). Erst zuhause fiel mir dann auf, dass mein Auto gerade nicht einsatzfähig ist. Also vertiefte ich mich am Wochenende in bahn.de. Im Prinzip gab es zwei Möglichkeiten: Erst Bus, dann Zug, Fahrtzeit eine Stunde oder erst S-Bahn, dann Zug, Fahrtzeit anderthalb Stunden. Ich entschied mich für die Weltreise über Stuttgart mit Umsteigen in Bad Cannstatt - also dort, wo ich an jedem Arbeitstag aussteige. Dafür musste ich zehn nach sechs aus dem Haus, also lange vor dem Aufstehen.

Ich lag ganz gut in der Zeit heute früh und räumte mit Sorgfalt meinen Krempel in eine größere Handtasche. Auch die neue Akzente steckte ich als Reiselektüre ein. Karte und Schlüssel vom Büro? Brauch ich heute nicht, lass ich hier. Böser Fehler, doch das wusste ich heute früh noch nicht. Ich schlüpfte in Mantel und Stiefel und riskierte einen Blick auf die Uhr : 19 Minuten nach sechs! Wenn ich die Beine in die Hand nehme und losrenne, sehe ich vielleicht noch, wie viele Busse zum Bahnhof an mir vorbeifahren. Das mit dem Rennen hatte sich dann nach fünfzig Metern erledigt , doch ich gab mein Bestes, um den zehnminütigen Weg zur Bushaltestelle in weniger als sechs Minuten zu schaffen. Da, freier Blick zur Bushaltestelle, noch etwa hundert Meter entfernt ... das war der 74er, das war der E-Bus ... geschafft! Verschwitzt, erhitzt und derangiert erreichte ich die Haltestelle und fragte mich, ob der 35er auch schon raus ist oder ob er vielleicht erst noch kommt ... die Hoffnung stirbt zuletzt.

Der Bus kam mit drei Minuten Verspätung - genau wie ich. Mit dem Busfahrer zu diskutieren, ob ich das Ticket bis Göppingen durchlösen kann oder etwa doch nicht, kann ich vergessen - die S-Bahn wartet nicht. Die Mehrfahrtenkarte in meiner Manteltasche erwies sich als voll . Mit einem fröhlichen "Dennoch" löste ich "einmal drei Zonen bitte" beim Busfahrer. "I muass die Stroßaboh no kriega" (für die Nordies hier der Untertitel zu Wolle Kriwanek: Ich muss diese S-Bahn noch erreichen).

In der S-Bahn lehnte ich mich dann entspannt zurück. Heimspiel bis Bad Cannstatt. 22 Minuten Zeit, um ein Ticket bis Göppingen zu lösen und eine Brezel zu kaufen, in die ich dann auf dem Bänkchen am Bahnsteig von Gleis 8 sitzend genüsslich reinbeißen kann, solange ich auf den Zug nach Göppingen warte. 22 Minuten ... beim Bäcker musste ich anstehen. Der Fahrkartenautomat wollte meinen Zehn-Euro-Schein nicht. Ich klaubte sechs Euro in Münzen zusammen, ein Euro fiel durch, also noch einen. Jetzt gib schon die Fahrkarte her, du Automat, menno, hier ist der Euro, den du nicht wolltest, jetzt spuck endlich die Fahrkarte aus, sofort, die Zeit wird eng, jetzt mach schon! Scheixxglompverr...! "Ist das Ihre Fahrkarte da unten auf dem Boden?" fragte mich ein junges Mädchen. Jaaa, es ist meine! Danke! Sieben Uhr zweiundzwanzig - bis ich bei Gleis 8 bin, ist der Zug weg! Toller Automat .

Der Bahnsteig von Gleis 8 war wie leergefegt. Die Anzeigetafel kündigte einen Zug nach Göppingen an, Abfahrt 7.36 Uhr, Ankunft 8.06 Uhr. Hä? Das ist mein Zug! Wieso fährt der erst jetzt und nicht 7.22 Uhr? Wann bin ich eigentlich hier angekommen? Wie immer? Um 7.08 Uhr? Und wieso war die Zeit so knapp? Da waren doch laut Fahrplan etwa 25 Minuten Zeit zum Umsteigen. Die S-Bahn hatte zwei, drei Minuten Verspätung und die Anzeigetafel zeigte noch 22 Minuten an ... 22 Minuten - nicht 7.22 Uhr . An Tagen wie diesen ...

7.36 Uhr. Ich stieg in den Zug ein, hängte Mantel und Schal an den Haken und vertiefte mich in die neue Akzente. Esslingen. Der Artikel war interessant. Gleich sind wir in Plochingen. Vielleicht sollte ich nochmal nachsehen, ob ich die Adresse richtig im Kopf habe und in welchem Raum die Schulung stattfindet. Ich schaute mir zum gefühlt siebenundzwanzigsten Mal die E-Mail an. Betreff: Unterlagen zur Schulung am 15.01.2015 ... gestern war der 13., dann wäre ja heute der 14. und in diesem Fall wäre die Schulung erst morgen! Der Zug stand schon fast, da schnappte ich Handtasche, Unterlagen, Mantel und Schal und stieg aus. Der nächste Zug nach Stuttgart kam in sechs Minuten.

An Tagen wie diesen ... wünscht man sich - oh nein, liebe Toten Hosen! Unendlichkeit wünscht man sich da ganz sicher nicht! An Tagen wie diesen wünscht man sich ein Loch im Erdboden, in das man versinken kann! Der Song passt nicht zu diesem Tag. Vielleicht sollte ich auf Reinhard Mey ausweichen ... Ankomme Mittwoch den Fünfzehnten am Vierzehnten - Susanne ...

In Bad Cannstatt stieg ich aus und ging Richtung Arbeitsplatz - ohne Mitarbeiter-Karte, ohne Schlüssel. Arbeitszeit einbuchen konnte ich schon mal vergessen. Die Haustür war offen, die Etagentür auch. Ich ging zu meinem Büro. Da stand ich nun, ich armer Tor; die Tür war zu, wie je zuvor.

Wir überspringen das jetzt mit dem Schlüssel, der vergessenen Benutzer-ID und der Suche nach dem Passwort. Potentielle Fehler bei der Arbeit hielten sich hoffentlich in Grenzen, der Heimweg verlief unfallfrei. Und jetzt packe ich meinen Krempel für morgen ein und gehe schlafen - morgen früh muss ich zehn nach sechs aus dem Haus ... siehe oben.

Vielleicht geht ja morgen ein bisschen weniger schief ...
... wünscht sich Susanne


6 Kommentare

Hat das Christkind ADHS?
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 26.12.2014 um 00:16 Uhr(zuletzt bearbeitet: 07.01.2015 00:05)

Stellt Euch vor:
Heilig Abend, brennende Kerzen am Christbaum und Kinder, die freudig damit beschäftigt sind, ihr Geschenke auszupacken. Mama sitzt im "Ruhemodus" dabei, freut sich mit dem inneren Gefühl von "wieder mal geschafft" am geschückten Baum und der Weihnachtsathmosphäre.

Was meine Kinder schon seit Jahren jedes Jahr unter´m Baum finden, ist ein schöner Wandkalender zum jeweils aktuellen Lieblingsthema von Kind. Das sieht im Kinderzimmer schön aus und hilft bei der Orientierung im Jahreskreis (was manchaml leider immer noch nicht so ganz selbstverständlich funktioniert ).
Töchterchen greift also zum eingepackten Kalender. Mama registriert das am Rande und denkt: "Wird sie sich freuen ... Kalender ihrer Lieblingsserie ...". Kind packt aus ... das Gesicht zeigt aber entgegen der Erwartung nur sehr mäßige Freude ... eher Unsicherheit und Verwunderung. Dann - ganz langsam mit etwas gedehnten Worten - "Mama!? .... den ... hab ich doch schon!? ... Ich kenn die Bilder ... der hängt schon oben in meinem Zimmer!?" Ganz langsam dringt die Bedeutung dieser Worte in Mamas Weihnachtsseligkeit vor ... was hat sie da gesagt? "Hab ich schon?", "Kennt die Bilder?", "Hängt schon im Zimmer?" ... Häääää???? ... Dann, plötzlich, durchzuckt mich der Gedanke ... sollte ich wirklich ...??? Ein bißchen ängstlich - verunsichert wandert mein Blick über das Titelblatt des Kalenders ... und tatsächlich ... da prangt auf dem nagelneuen, noch in Folie eingeschweißten Kalender oben rechts in pinken Zahlen eine große "2014"!!!
Was soll man dazu noch sagen!? Habe Töchterchen dann erklärt, dass da irgendein Engelchen wohl nicht richtig aufgepasst hat ... das kennt sie ja ... (und nein, sie glaubt nicht mehr an Engelchen und Christkind, aber das Ritual will doch gepflegt sein ...).

Also etweder hat Mama sich da mal wieder ein bißchen zu schnell durch das Kalenderangebot von Amazon geklickt ...
oder ...
das Christkind leidet an einem oberflächlich hüpfenden Wahrnehmungsstil und hat ADHS ...!?
Any way!

Morgen bekommt Töchterchen einen neuen Kalender und falls Ihr einen Kalender zum neuen Jahr verschenken wollt ... oder geschenkt bekommt ... achtet auf die Jahreszahl!

Frohe Weihnachten!


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Frohe Weihnachten!
von SusanneG In der Kategorie User-Blogs am 25.12.2014 um 02:57 Uhr

Frühstück an Heiligabend; Göga, Kleinetochter und ich verteilen die Aufgaben. Ich lag eigentlich ganz gut in der Zeit – dachte ich. Kartoffelsalat machen, noch ein paar Geschenke einwickeln, duschen, Kaffeegeschirr einpacken … irgendwas war da noch, was war das bloß? Hmmm, ach, wenn es mir bis zum Abflug um halb drei nicht wieder einfällt, war es nicht wichtig.

Kleinetochter schnappt sich den Einkaufszettel (Kartoffeln, Schnittlauch, Brot, Einwickelpapier und eine Kuchenform für ihre Freundin) und den Autoschlüssel. So, jetzt aber los! Wenigstens ihre Geschenke sollte ich noch einpacken, bevor sie vom Einkaufen zurück ist. Das Telefon klingelt. „Mama, was mach ich denn, damit ich einen Gang reinkriege? Audi und ich stehen an der Kreuzung, hinter mir hupt es und ich kriege keinen Gang rein.“ „Warnblinkanlage einschalten, dem hupenden Hintermann ein hilfloses Lächeln schenken, Audi oben am Armaturenbrett rechts vom Lenkrad streicheln und ihn motivieren, dann tiiief Luft holen und den zweiten Gang einlegen – so hab ich das vorgestern gemacht.“ Ich hörte Geräusche, die mir gar nicht gefielen. „Mama, es geht nicht. Doch, jetzt hat es geklappt! Jetzt ist der zweite Gang drin und geht nicht mehr raus. Sch…! Ich fahr jetzt im zweiten Gang heim, so lange sich Audi überhaupt noch vom Fleck rührt.“ „Wo bist du?“ „Noch hundert Meter ...“

Kleinetochter stellte den Motor ab. Audi roch ein bisschen streng nach Metall verarbeitende Industrie. Jetzt, im Stehen und bei ausgeschaltetem Motor ließen sich die Gänge zwar schalten, aber die Geräusche dabei gruben tiefe Furchen in mein Herz – vor allem aber in meine Trommelfelle und schon mal rein vorsorglich in meinen Geldbeutel. Nichts, aber auch gar nichts sprach gegen einen Getriebeschaden. Hab ich schon erwähnt, dass heute Heiligabend ist?

Kleinetochter bekommt das Auto von ihrem Freund, aber erst in einer Stunde. Ok, dann ändern wir eben den Zeitplan. Erst den Christbaum schmücken, danach einkaufen. Göga und Kleinetochter versuchen, den ziemlich großen Baum in den Christbaumständer reinzufummeln. „Mama, der Stamm ist zu dick für den Ständer!“ Und das, obwohl der Stamm vom Verkäufer mit der Kettensäge bearbeitet wurde. Hmpf. Göga will mir das Schinkenmesser abnehmen. Er ist Marcumar-Patient und sollte sich möglichst nicht in den Finger schneiden. Ich schnappe mir das Schinkenmesser und schnitze den Stamm zurecht. Jetzt passt es.

Kleinetochter holt Christbaumschmuck aus dem Keller und fängt an, den Baum zu schmücken. „Mama, wo ist denn die Lichterkette? Und die Christbaumspitze? Und wo sind die bunten Kugeln?“ „Im Keller?“ „Da hab ich schon nachgesehen, da ist nix mehr.“ Stimmt. In dem Schrank mit dem Weihnachtszeugs ist keine Lichterkette, auch keine Christbaumspitze und keine bunten Kugeln. Wo dann? Ah, da oben im Regal, was ist denn in dem Karton? Treffer. Puh! Alles da!

Der Christbaum ist geschmückt, Freund und sein Auto sind da, Kleinetochter geht einkaufen. Jetzt aber dalli! Ich muss noch … siehe oben: Kartoffelsalat, Geschenke, duschen, Kaffeegeschirr. Ich frage Göga, wann er duschen geht. „Ich brauche noch eine halbe Stunde, dann möchte ich duschen. Wenn Kleinetochter zurück ist, will sie duschen. Es wäre am besten, du gehst jetzt gleich, sonst wird es nachher zeitlich eng.“ „Ok“, meint Göga, „ich geh in einer halben Stunde duschen.“ Gngngnnnn! Halt die Klappe, Susanne. Wenn der Kartoffelsalat fertig ist, gehst du ins Bad – egal, wieviel Uhr es ist.

Natürlich war der Kartoffelsalat genau dann fertig, als Göga ins Bad ging. Hmpf! Geschenke einwickeln, obwohl kaum noch Geschenkpapier im Haus ist? Ok, ich packe erst mal das Kaffeegeschirr zusammen …

Großetochter ist in eine kleinere Wohnung gezogen, ein Teil ihres Hausrats ist bei uns untergebracht. Sie hat zu Kaffee und Plätzchen eingeladen und braucht natürlich ihr Geschirr. So, fertig. Und das Bad ist auch frei. Smartie piepst. Großetochter erinnert mich daran, Kaffeegeschirr und vier Stühle mitzubringen. Stühle! Das war es, was ich erfolgreich verdrängt hatte. Wie kriege ich jetzt vier Stühle in den kleinen BMW von Kleinetochters Freund? Mist! Für solche Zwecke hab ich Audi. Und jetzt, wo ich ihn brauche, lässt er mich wieder mal im Stich.

Viertel nach zwei. Die Geschenke sind eingepackt, Kleinetochter kommt aus dem Bad und ich habe es geschafft, vier Stühle im BMW unterzubringen – so, dass noch drei Leute Platz haben. Wir sitzen tatsächlich kurz nach halb drei im Auto und fahren mit Kaffeegeschirr und Stühlen zu Großetochter.

So, jetzt kann das Christkind kommen.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage.


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Für Zottel oder: Unterwegs mit dem Mega-Master!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 21.12.2014 um 00:18 Uhr(zuletzt bearbeitet: 31.12.2014 15:59)

Hört Ihr was?
..................................
Nein? Ich auch nicht.
Die einzigen Geräusche, die mein wohliges Gefühl umspielen, sind der Wind ums Haus,das Geschnarche des Hundes und das Knistern des Ofens.
Sohni? Schläft! Göga? Liest, schläft aber gleich auch! Und auch ich sitze mit schlafmüden Backen und brennenden Augen hier, wollte Euch aber noch von unserem tollen Tag erzählen:

Wir haben einen Ausflug gemacht! Der Göga, der Sohn, der Hund und ich! Zusammen sind wir gegen Mittag in ein kleines, niedersächsisches Gebirge aufgebrochen, um dort mit einer kleinen Seilbahn einen kleinen Berg hinaufzufahren, um uns oben angekommen der Kraft der Natur zu stellen und sagenhafte sechs Kilometer hinunterzulaufen!!( Kleiner Scherz, wir machen das öfter! Aber wie Recht ich hier hatte von wegen Kraft der Natur, das wußte ich vorher nicht!!)

Schon die Autofahrt war irgendwie ruhiger als sonst, hatte Göga doch die tolle Idee, Sohni einen tragbaren CD-Player von der Schwiegermutter fit zu machen, mit der Begründung, über das normale Autoradio könne er schlecht hören, das sei kaputt! Das ist es tatsächlich, aber daß Sohni das Angebot so gut aufnehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Göga und ich konnten uns mal total super unterhalten, während Sohni hinten in aller Seelen Ruhe eine Folge der PLAYMOS (Angriff der Mega-Master!) hörte und sich dabei fast ein ganzes Netzt Clementinen, ein Liter Wasser und eine Packung Weihnachtsschokokugeln reinkloppte!

Da hatte Mutti gut vorgesorgt, Ihr wisst ja: Ferien ohne Medis, da wird gefuttert was das Zeug hält!

Oben angekommen brach dann schon die erste glückliche Hysterie bei uns allen aus, denn es schneite!! Richtig dolle, richtig viel und dicht! Anstatt wie bei uns laue 10°C, empfing uns dort winterliche Atmosphäre. Wie schön!!

Dick eingemummelt (erste Gedanken blitzten auf, ob ich bei meiner Organisation womöglich den Punkt "Ersatzklamotten" sträflich vernachlässigt haben könnte?) ging es also zur Seilbahn.

Kurzes Intermezzo: Ich: Wo ist denn Sohnis Mütze?
Sohni und Göga: ???? Die hast du doch eingepackt!!
Ich: Habt ihr die nicht mit ins Auto genommen?
Beide: Nö!!

Also wir noch schnell in ein sündhaft teuren Outdoorbekleidungsladen und ein sündhaft teures Stirnband gekauft, mußte reichen, Mützen waren zu teuer! Und dann ab zur Bahn!
Kein Mensch da, nur wir vier und eine ganze Gondel für uns!
Schon alleine die Rauffahrt auf den Berg bot mit Schnee, Nebel, Windstärken vom Feinsten und ruckeliger Gondel für eine ADHS-Familie nebst dickem Labrador, der mit Ach und Krach in die Gondel "gefüttert" werden konnte
Reizüberflutungen, die mindestens für eine Woche reichen würden!
Aber oben angekommen erwartete uns dann richtiger Winter! Es schneite dicht und war so windig, wir konnten kaum gerade stehen! Und Sohni? Der war seelig! Sofort stampfte er los und begann noch vor dem eigentlichen
Abstieg, uns die Folge der Playmos 1:1 nachzuspielen. Und so flogen uns (am meisten dem armen Hund!!) auf etwa der Hälfte der Strecke Blengranaten um die Ohren, wir mussten uns vor Megarobotern in Acht nehmen und mit unseren "Snowbottern" die Welt retten. Leider hatte alles ein ziehmlich abruptes (schreibt man das so?) Ende, da aller Schnee eben auf Hälfte der Strecke plötzlich verschwunden war! Einfach weg! Da war die Laune plötzlich ziehmlich betrübt, bei uns allen. Vorbei die weiße Pracht!

Das war auch der Moment wo mir bewusst wurde, einen riesigen Fehler bei der Organisation in puncto "Ersatzklamotten" gemacht zu haben! Wir hatten nämlich keine mit! Nur die fehlende Mütze fand sich im Rucksack während einer Versorgungspause wieder!! Das Stirnband hätte ich mir also sparen können...

Mittlerweile schwappte mir das Wasser in den Schuhen, Sohnis Schneeanzug war bei den Megamasterbegegnungen arg in Mitleidenschaft gezogen worden und auch er hatte nasse Füße! Einzig mein Göga hatte schöne, trockene Füße in seinen Arbeitsstiefeln!! Also was tun?
Unser toller Ausflug durfte einfach nicht so ein Ende haben! Eigentlich war nämlich noch die Weiterfahrt nach Goslar geplant, wo wir uns auf dem Weihnachtsmarkt die Wampen vollschlagen wollten!

Am Auto angekommen kurzes Breefing!! Nach Goslar? Jaaaaaaaaa! In den Schuhen? Neeeeeeee! Rettung in Sicht?
Aber klar! Es fanden sich tatsächlich noch im Kofferraum ein paar alte Gummistiefel von mir! Und auch mein Göga hatte wirklich nachgedacht: Er hatte sich ein paar "Gute Schuhe" mit ins Auto gestellt, nachdem ich beim letzten Ausflug geschimpft hatte dass er mit seinen ollen, abgelatschten Arbeitsstiefeln nach Goslar geschlendert ist!

"Wie sieht das denn aus?" soll ich doch tatsächlich gesagt haben, könnt Ihr Euch das vorstellen?

Okay, Schuhproblem war ja geklärt, nach ein wenig "Schuhchen wechsel dich" hatten wir eine Lösung!
Da aber immer noch die Socken schmatzten, mussten wir noch ein zweites Mal in diesen Outdoorladen! Dort wurden dann für soviel Geld zwei Paar Socken gekauft, daß ich fast weinen musste! Mein Göga sagte ich hätte nicht richtig hingehört, bei dem Preis könne man die Socken bestimmt einfach ohne Schuhe tragen und Wasserfestheit wäre garantiert!

Egal, wir wollten halt nach Goslar, unbedingt! Und da zogen wir dann auch ein, in diese schöne Stadt:

Sohni mit meinen Gummistiefeln, drei Nummern zu groß!
Ich mit den "Guten Schuhen" meines Mannes, drei Nummern zu groß!
Göga mit seinen abgelatschten Schuhen, passend und extrem schick seit dem heutigen Tag!!

Eine von Euch nennt Goslar ihre Heimatstadt. Ich bin mir sicher, liebe X! Wärst Du heute zufällig in Goslar gewesen und hättest Du uns in unseren viel zu großen Schuhen um die Ecke schlurfen sehen, ich bin sicher, Dir wäre ein "Mensch, DAS kann nur smilla + Familie sein" rausgerutscht!
Aber was soll ich sagen? Zwischen all den durchgestylten Besuchern sind wir am Ende doch ziehmlich vollgegessen und fröhlich wieder zum Auto gegangen.

Dummerweise hat Göga mit seinen ollen Schuhen noch auf dem Seilbahnparkplatz einen Hundehaufen übersehen. Dieser notdürftig gereinigte Stiefel, gepaart mit den vier nassen Socken und Schuhen von Sohni und mir, dem pitschnassen Schneeanzug vom Megamasterangriff und einem dicken Labrador, der im Auto gewartet hat, brachte auf der Rückfahrt die Gebläse- und Heizungsanlage meines alten Autos dann noch an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit! Es war ungefähr so heiss wie ein Reaktorstab vor der Kernschmelze, gesehen haen wir von draußen wenig wegen der beschlagenen Scheiben und von dem Geruch will ich eigentlich nichts erzählen!!

Trotzdem war es ein toller Tag! Wir hatten soviel Spass! Siehst Du, meine liebe Zottel? Manchmal kommt der schneller als erhofft!

Und jetzt werde ich mich noch für einen Moment der Stille hingeben, die in unserem Haus herrscht! Mal vom Geschnarche vom Hund und vom Göga, der jetzt auch tief schläft abgesehen...

Ich bin müde, zufrieden und: Weihnachten kann kommen!!

Eure smilla


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Ansichtssache
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 14.12.2014 um 01:20 Uhr



Was Ihr da oben seht, ist ein kleines, nur wenige Zentimeter großes Fensterbild. Dieses Bildchen fand Sohn vor Jahren mal in seinem Adventskalender.
Es zeigt, wie man aus dem Blickwinkel eines Erwachsenen eindeutig erkennen kann, die heiligen drei Könige.
Nun ist das ja mit der Wahrnehmung so eine Sache und jeder von uns hat bekanntlich seine ganz eigene Sicht auf die Dinge.

Ich möchte euch jetzt an einer Situation teilhaben lassen, über die wir noch heute schmunzeln müssen:

Vorweihnachtszeit, einer der Adventssonntage, 5.00 Uhr in der Früh.
Sohn ist noch im Kindergartenalter. Zu dieser Zeit sowieso ein ewiger Frühaufsteher (was gäbe ich heute dafür, wenn Sohn morgens mal etwas früher aus dem Bett käme!), meldet er sich vor lauter Aufregung über den Inhalt des Adventskalenders in der Vorweihnachtszeit täglich nochmal eine Stunde eher als sonst.

Mama hört Kind im Halbschlaf aus dem Zimmer schleichen und im Flur am Adventskalender knischpeln.
Plötzlich fliegt die Schlafzimmertür auf, Sohn stürmt freudig - erregt ins Zimmer und verkündet lautstark: "Mama!!! Die Engelchen haben mir wieder ein Fensterbild gebracht!"
Mama, die den Adventskalender ja selber erst vor wenigen Stunden mit dem Bildchen bestückt hatte und natürlich wußte, was darauf zu sehen ist, fragt, in Anbetracht der Uhrzeit mit der Situation noch etwas überfordert, völlig schlaftrunken nach: "Und was ist drauf, auf Deinem Bild?"
Ratloses schweigen ... Nun ist es Sohn, der offensichtlich mit der Situation überfordert ist (Stichwort: "flüchtiger Wahrnehmungsstil" ... aber das vertiefen wir hier jetzt nicht weiter ... ). Mit einem im Loslaufen herausgerufenen "Warte mal ...!" rennt er höchst motiviert wieder aus dem Zimmer zurück in den Flur. Licht an! Sohn studiert interessiert das Bildchen, denkt kurz nach und kommt dann ganz stolz zurück ins Schlafzimmer. "Mama, ich weiß jetzt was auf dem Bild drauf ist!" "Ach ja!? Und was????" Mama ist gespannt, ob Kind die Figuren und damit den Sinn des Bildes erkannt hat.
Antwort Sohn: "Mama, da sind drauf: ein König, ein Clown und der Herr Bischof!".

By the way ... Erwähnte ich eigentlich schon, dass unsere Familie evangelisch ist, Sohn aber einen katholischen Kindergarten besuchte!?

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Euch

lupa


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Sag es mit Deinem Projekt!
von lupa In der Kategorie User-Blogs am 13.12.2014 um 00:15 Uhr(zuletzt bearbeitet: 14.12.2014 01:39)

Heute wende ich mich mal ganz gezielt an die mitlesenden Männer hier ... aaaaber ihr Mamas dürft natürlich auch ruhig weiterlesen. Und keine Sorge, Männer! Es geht diesmal nicht um pädagogisch - therapeutische Maßnahmen. Hier sind eure handwerklichen Fähigkeiten gefragt.

Aber langsam ... jetzt mal von vorn:

Wir alle wissen ja: keines unserer ADHS - Kinder will uns vorsätzlich und absichtlich ärgern oder in den Wahnsinn treiben. Leider vergessen wir das im täglichen Chaos nur allzu oft. Und dann liegen uns Kritik, Gemecker und Tadel oft schneller auf der Zunge, als Lob und Anerkennung für Gelungenes. Was also tun???

Für dieses Problem habe ich nun die ultimative Lösung gefunden!
Frei nach dem Motto einer großen deutschen Baumarktkette: "Sag es mit Deinem Projekt!"

Liebe Männer, Väter, Heimwerker, Bastler, Selberbauer,
schaut Euch das hier bitte mal an (Hier noch mal in ganz groß, damit´s auch sicher jeder lesen kann!)! Und dann fangt schon mal an, in Gedanken den Gartenumbau für nächstes Jahr zu planen. Eure Kinder und auch wir Mütter werden Euch sehr dankbar sein! Ihr dürft dann natürlich auch mal dort Platz nehmen! Wem würde das nicht gut tun!
Und bis zur Fertigstellung des Projekts, können sich die Mamas hier das Bild vielleicht erst mal ausdrucken und als "Gedankenanker" in der Wohnung verteilen: am Kühlschrank, an der Kinderzimmertür oder auf der Hausaufgabenmappe von Kind. So werden wir immer wieder an das erinnert, was für unsere Kinder wirklich wichtig ist: Heute schon gelobt!?

Gehe jetzt mal die Kinder suchen ... hab´ ihnen was zu sagen ...

lupa

P.S.:
Die "Lobemauer" (und viele andere kreative Ideen) findet man übrigens im Familienpark Sottrum in Holle (Nähe Hildesheim / Niedersachsen). Der Park ist ein echtes Highlight! Kein Vergleich zu all den anderen "höher - schneller - weiter - schriller" - Freizeitparks, die man sonst so kennt. Im Familienpark Sottrum verzichtet man ganz bewußt auf Fahrgeschäfte aller Art. Statt dessen lädt dort alles zum selbermachen, ausprobieren und be-greifen ein. Nur durch eigenes in - Aktion - Kommen lassen sich die Attraktionen dieses Parks entdecken. Das regt die Sinne an und fördert die Wahrnehmung.

Und um möglichen Spekulationen vorzubeugen:
Nein, ich bin mit den Betreibern dieses Parks nicht verwandt oder verschwägert ... und ich bekomme auch kein Geld für diesen Beitrag.
Ich war nach einem Besuch mit meinen Kindern dort einfach nur begeistert, dass es so etwas "schlicht - schön - Entschleunigtes" überhaupt noch für unsere Kinder gibt. Und gleichzeitig war es mir eine große Freude zu sehen, wieviel Spaß die Kinder daran hatten ... ganz ohne nerviges Geblinke, Gepiepse und elektronische Passiv - Bespaßung. Und keiner hat irgendetwas vermisst! Geht doch!

Familienpark Sottrum - ein Ort, wie gemacht für unsere Kinder und ein großer Freizeitspaß für die ganze Familie!
Prädikat: Besonders wertvoll!


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Auweia...der Weihnachtswahnsinn kommt aber früh in diesem Jahr oder das "AD+H- Syndrom"
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 01.12.2014 um 00:30 Uhr(zuletzt bearbeitet: 01.12.2014 23:23)

Ich frage mich warum ich die Tür nicht aufkriege? Weil Weihnachten davor steht!! Aber dass der Weihnachtswahn jetzt schon am ersten Dezember einsetzt, finde ich eigentlich ein bissl früh!!
Und bei mir hat er etwas neues erfunden: das "AD+H-Syndrom"

Aber der Reihe nach:

Heute habe ich mir irgendwie einen Wirbel verdreht. Ausserdem waren Sohni, Ehemann und ich am Abend auf dem Weihnachtsmarkt, bei -2°C. Das beides, so dachte ich, waren ausgezeichnete Indikatoren um schon den ersten Vorsatz für die kommende Weihnachtszeit in die Tat umzusetzen:

Mal genießen und was für mich tun!! Und was wäre da schöner am Abend, als ein ausgedehntes Schaumbad gegen die Rückenschmerzen und das Frieren?!

Vorher habe ich aber noch mal -schwuppdiwupp- einen Adventskalender für meine liebe Schwiegermutter gebastelt. Punkt zwei nämlich auf meiner Liste:

Auch denen in der Weihnachtszeit was Gutes tun, die mir manchmal den Nerv rauben!!


Jetzt muss man wissen das Schwiegermutter nix Süßes mag, eigentlich isst sie überhaupt sehr wenig!
Dafür hat sie einen Spleen und trinkt jeden Abend einen Kräuterschnaps, wegen Magen aufräumen uns so... (versteht das bitte nicht falsch! Auch wenn sie kaum isst, nimmt sie nicht alles in gegetrunkener Form auf!! Kein Alkoholproblem also!).
Aus diesem Grunde habe ich also 24 so kleine Kräuterschnapsflaschen an ein langes Band getütert!
Aber da ja schon heute der 1. ist und sie den Kalender erst morgen kriegt und ich etwas genervt war wegen diesem Rumgepfriemel mit dem Kräuselband habe ich blitzschnell geschlussfolgert:

"Kräuterschnaps, der könnte beruhigen und dich auf das Schaumbad einstimmen!!"

Gesagt, getan! Schon floss der kräuterige, mit 44% Alkohol versetzte Inhalt dieser kleinen, braunen Flasche meine Kehle herab und Kinder, was soll ich sagen? Mir wurde ganz warm im Bauch...

Nun war ich bereit für`s Badezimmer, Sohni und Ehemann saßen vor dem Fernseher und das Wasser lief schon ein.

Aber wo war das Schaumbad?

Nicht und nirgends zu sehen. Gut, dachte ich, dann nimmst du eben Duschgel, geht genausogut. Punktiert in den Wasserstrahl dosiert kommt auch so Schaum auf!! Also die Flasche aufgemacht und rein damit!!
Ehemann betritt den Raum und guckt mich verwundert an, denn ich steh verwundert am Badewannenrand und frage mich: warum schäumt das denn nicht?

Ehemann: Darling (Kosennamen wurden von der Redaktion geändert!)! Warum machst du denn Bodylotion da
rein? Die kommt doch erst danach?!
ich: mmmppffff!!!!!

Egal, Mutti will ihren Plan durchziehen also rein ins heisse Wasser! Und da liege ich so, meine negativen Gedanken werden mehr, denn alles guckt aus dem Wasser, was sonst so herrlich unter den Schaumkronen verschwunden ist! Gegensteuern ist mein Gedanke! Piratenduschgel von Sohnemann geschnappt und wieder rein damit!
Sohnemann ist inzwischen eingetroffen, das Motiv ist Zähneputzen! Wahrscheinlich nur vorgeschoben, denn in Wirklichkeit will er sich an meiner absoluten Dusseligkeit ergötzen, denn noch während ich die Tube Piratenduschgel ins Wasser drücke, mich währenddessen schon wieder frage warum die Schaumproduktion erneut versagt, sagt

Sohnemann: Mama, was machst du denn da? Das ist doch Haargel!!???
ich: ...

Da liege ich also, in meinem leichenblassgrauen Wasser, leicht umspielt von den Plocken der Bodylotion und des Haargels und denke, das dieser Plan gescheitert ist, der mit dem Wohlfühlen.
Und damit mein Mann nicht noch weiterfragt ob er noch den Ofenanzünder dazugeben darf, weise ich ihn an, mir ein Schluck Sekt einzuschenken und ich werde wieder fröhlicher gestimmt als ich bemerke dass dieser NICHT mit Essigwasser vertauscht wurde!

Und das Gute an der Situation waren dann :
a) ich war nach dem Aussteigen aus der Wanne komplett fertig weil

1. ich musste mich ja nicht mehr eincremen
2. meine Frisur war tiptop in Lage, mein lieber Scholli... und

b) nach ein paar wenigen cl 44%-igen Kräuterschnaps und einem halben Glas Sekt habe ich es zwar noch
geschafft durch meine aufkommende Ungeschicktheit den Stiel vom Glas zu trennen, aber mir war sehr, sehr
kuschelig warm! Und so sehr lachen musste ich, dass mein Mann,als ich fragte wo er denn jetzt hin
geht, als er das Bad verließ, sagte: Ich fahr zum Discounter und bastel dir dann auch noch so einen
Kalender...


Und bevor ich Euch in den schönen Abend des ersten Dezembertages entlasse muss ich wohl noch einen Satz loswerden um mich zu entlasten: Auch ich habe kein Alkoholproblem sondern nur ein neues,eintägiges Syndrom

AD+H-Syndrom= Anti-Schaum + Haargel-Syndrom!! Alles andere schweige ich heute mal tot!!

in diesem Sinne, die smilla


7 Kommentare

Geradebügeln...im wahrsten Sinne des Wortes oder wie ich es schaffte, mich voll in die Nesseln zu setzen!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 24.11.2014 um 00:37 Uhr(zuletzt bearbeitet: 24.11.2014 23:40)

Oje...etwas Schreckliches ist passiert!! Ich wollte etwas geradebügeln und habe genau das Gegenteil erreicht!!
smilla, sechs...setzen

Aber der Reihe nach:

Heute kam Sohni nach Hause, mit seinem Deutscharbeitsheft, in dem die Klassenarbeiten geschrieben werden: Übungsdiktat! Sehr viele Fehler! Aber irgendwie war das Heft so merkwürdig verknautscht, als hätte es jemand wütend in den Ranzen gestopft!! Das hatte mich mehr stutzig gemacht als die Vielzahl an Fehlern, die waren nämlich schon angesagt!! Auf Nachfrage bestätigte sich mein Verdacht, danke, ich kenne doch meine Pappenheimer!!

Stolz zeigte Sohnemann mir allerding auch die, auf eine weitere Seite im Heft geschriebene Berichtigung, quasi das ganze Diktat nochmal! Und sowas von ordentlich und toll geschrieben dass man denken konnte, er habe die Schönschreibqueen der Klasse vielleicht mit den Haferkeksen bestochen...?!

"Nein, das habe ich geschrieben"- sein Kommentar
"Das Heft bügel ich heute Abend gerade"- mein Gedanke

Und genau das wollte oder besser habe ich getan! Eben...vor fünf Minuten...ungefähr!

Und jetzt? Jetzt, 10000 "Entschuldigungs" danach, bewege ich mich zwischen hysterischem Gekicher und einem Tränenausbruch vor Scham, denn die Mutter hat es verrissen!! Aber gewaltig

Denn sie ist weg, wenigstens zur Hälfte! Die Berichtigung, die ordentliche! Das Heft ist glatt, aber ich habe nicht angenommen, dass die Wärme des Bügeleisens die Tinte auflösen würde!! Ist nämlich mit einem wieder wegzuradierenden Tintenroller geschrieben!! Und nun sieht das Geschriebene aus wie nach einer Chemotherapie und ich weiss überhaupt nicht, wie ich DAS wieder geradebügeln kann!!

Die sechs des Abend geht daher eindeutig an mich Aber bügeln von Blättern werde ich wohl in Zukunft besser lassen!!


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Angriff in die eigenen Reihen!!
von smilla In der Kategorie User-Blogs am 17.11.2014 um 00:59 Uhr(zuletzt bearbeitet: 17.11.2014 19:23)

Vorhin hatten wir eine lustige Situation:

Wir haben Klammotten aussortiert! Das kennt Ihr bestimmt, so gucken was in diesem Winter noch tragbar ist vom letzten, passen die Skihosen noch? und sowas halt! Sohnemann und ich also bis zum Anschlag tief in unseren Flurschrank verschwunden und stoßen auf einen Karton voller Schuhe...

...Ein tolles Paar wird rausgeklaubt!
ich: UUUUUiiiiiii, die sind aber toll, guck mal!Probier mal an!
er: Ja Mama, die passen auch toll. Von wem sind die eigentlich?
ich: von deinem Cousin!

Nun muss ich etwas aushohlen damit Ihr
a) die Pointe verstehen könnt und
b) mich nicht in der Luft zerreissen werdet denn nur so könnt Ihr die Pointe verstehen, denn ich böses
Mädchen starte damit einen Angriff auf die eigenen Reihen!

Besagter Cousin, nennen wir ihn Kurt, war immer der Vorzeigeenkel, der Vernünftige, der Besonnene. Meine Schwägerin hat nie auch nur zwei Minuten länger gebraucht, um bei einem Familientreffen anzufangen, an meiner Hyperaktiv-Rakete herumzumäkeln. Und ihre zwei Töchter auch nicht! Und ihr Sohn stand immer daneben und war? Genau, mustergültig!!

Mein Mann und ich haben dann die wohl typische Charaktereigenschaft entwickelt und Fehler gesucht (schäm dich, smilla!!)! Einfach so, auch um mit unsere Verletzheit dass dauernd an unserem Kind rumgekrittelt wird, fertig zu werden! Schnell stand für uns fest, dieses Kind ist ja die absolute Schlaftablette!

Irgendwann haben wir aber mitbekommen dass dieser Junge viele Probleme hat und ich habe flugs vermutet: ADS im Endstadium!!

Ich habe meiner Schwägerin allerdings nie davon erzählt, sie findet ADHS= schlechte Erziehung!! Also schweige ich, haben ja auch genug Probleme hier, gelle?

Zurück also zum Schrank und zur Pointe:

ich: sind die denn noch gut? Drehe die Schuhe um und schaue auf die Sohlen!

Da sagt Sohni (der von unserer Vermutung übrigens keine Ahnung hat und immer unter den Attacken leiden musste und den Cousin trotzdem abgöttisch liebt, deshalb kann er sich diesen Ausrutscher jetzt mal leisten!!)

Die sind wie neu! Mama, so langsam, wie Kurt sich bewegt, wie sollen sich da die Sohlen abnutzen?

Ich weiss, das is`total unkollegial gegenüber allen ADS-lern und ich hoffe Ihr verzeiht mir diesen geschriebenen Ausrutscher!!

Trotzdem bin ich vor Lachen fast in den Schrank gefallen...


In diesem Sinne, smilla


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